Arbeiten in Reeßum und der Samtgemeinde

Bäume müssen weg

Weihnachtsbaumschonung in Reeßum
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Die alte Weihnachtsbaumschonung in Reeßum muss weg.

Reeßum – In Reeßum sollen in den kommenden Wochen an mehreren Stellen Bäume gefällt werden. Im Fokus steht dabei ein Fichtenwäldchen – eine ehemalige Weihnachtsbaumschonung – im Norden an der Straße Zum Heidort. Dort wütet der Borkenkäfer, da hilft nur die Rodung, da von dem Gebiet eine Gefahr für umliegende Grundstücke ausgeht. Doch auch ohne Vorkommen des Schädlings hätte der Wald keine Zukunft.

Die Gemeinde Reeßum hat das Wäldchen bereits vor einiger Zeit gekauft, um es irgendwann als Zuwegung für ein neues Baugebiet zu nutzen, erklärt Bürgermeister Julian Loh. Und das nimmt nun mit „Maschland II“ immer konkretere Formen an, schließlich hat der Rat erst am Montag festgelegt, wie die neue Straße verlaufen und die Grundstücke aufgeteilt werden sollen. Gekauft hatte die Gemeinde damals ein Gebiet mit „relativ minderwertigen Blaufichten“, so Loh weiter. Das habe man schon damals gewusst, und die Behörden hatten damals schon Anzeichen des Borkenkäfers bemerkt. Im vorderen Bereich ist der Wald bereits sehr durchwachsen. Bei Stürmen würden immer wieder Bäume umknicken – wie zuletzt Mitte Januar.

Es gibt eine Ausgleichsmaßnahme, doch die findet nicht vor Ort statt. Der Verlust des Waldes wird über ein Grundstück der Niedersächsischen Landesforsten kompensiert. Das macht die Gemeinde im Dreiklang mit den Maßnahmen für das zukünftige Baugebiet selbst und mit denen für den im vergangenen Jahr gebauten Radweg zwischen Schleeßel und Platenhof. 60000 Euro lässt sich die Gemeinde Reeßum das kosten, davon betreffen 53500 Euro für die Projekte an der Straße Zum Heidort.

Trockenheit macht Bäumen zu schaffen

Waldrodungen in der Samtgemeinde haben in den vergangenen Monaten immer wieder für Aufsehen gesorgt. Zuletzt ist der Wald in Stuckenborstel in den Fokus gerückt, nachdem die Gemeinde Sottrum einen Großteil des Baumbestandes dort entfernen ließ. Auch dort soll der Borkenkäfer die Schuld tragen. Nach Protesten von Anwohner entschied man sich in Sottrum, den Wald wieder aufzuforsten. Das soll bald geschehen. Entlang der Everinghauser Straße in Sottrum hat der Landkreis bis Freitag mehrere Bäume fällen lassen. Darunter waren elf Bäume mit einem Durchmesser unter 35 Zentimetern, so Kreissprecherin Christine Huchzermeier auf Nachfrage. Als Grund gibt sie die Trockenheit der vergangenen Jahre an. Ebenfalls gefällt wurde eine Esche mit einem Durchmesser von etwa 65 Zentimetern. „Der Baum besitzt in circa sieben Metern Höhe einen durchgehenden, etwa zwei Meter tiefen Riss, der die Krone auseinanderklappen lassen kann.“ Ein Rückschnitt sei nicht hilfreich, da die Gefahr des Auseinanderbrechens bestehe. Diese Aussage des Baumgutachters werde durch die des Baggerfahrers, der den Baum gestern gefällt hat, bestätigt, so Huchzermeier Huchzermeier. Der Riss sei ihm zufolge klar zu erkennen gewesen.

Nicht weit entfernt von der ehemaligen Weihnachtsbaumschonung besitzt die Gemeinde Reeßum außerdem ein sogenanntes Grabengrundstück an der Straße Vor den Teilen. Auch hier kommen Bäume weg. Da ein Teil der Bäume in Richtung des benachbarten Hauses geneigt ist und beengte Platzverhältnisse vorhanden sind, gab es Termine mit zwei Spezialfirmen für Baumpflege mit verschiedenen Techniken, so Loh im Rat am Montag. Die Empfehlung war, den Großteil des der fünf Bäume zu entfernen, da die Standsicherheit nicht vollumfänglich gegeben ist. Bei einem Baum sollen Pflegemaßnahmen durchgeführt werden. Bei einer Eiche könnte sowohl gepflegt als auch gefällt werden. Diese Eiche steht unmittelbar am Carport der Anlieger. Nach Beschluss des Rates soll auch sie gepflegt werden. Für eine Kiefer auf einem Grundstück der Gemeinde an der Straße Krumme Ecke hingegen ist die Zeit abgelaufen. Grund: „schlechter Allgemeinzustand“.

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