Situation an der Bundesstraße 75 in Sottrum wieder unklar 

Die Bäume müssen weg

Wer von der Rotenburger Straße auf die Bundesstraße abbiegen will, muss viel Geduld mitbringen. Wirklich sehen, ob die Straße frei ist, kann man aufgrund der Bäume nur schwer. - Foto: Tisemann

Sottrum - Von Jessica Tisemann. Eine Ampel, ein Kreisel oder einfach ein Fällen der Bäume? Eigentlich sollte die Situation an der Bundesstraße 75 in Sottrum schon längst endgültig geklärt sein. Nun ist im Kreuzungsbereich zur Rotenburger Straße wieder alles unklar. Aus dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr in Hannover heißt es eindeutig, die Bäume müssen weg. Doch wie geht es für die Gemeinde weiter, und wann kommt es endlich zu einer Lösung?

Die liegt vermutlich noch in weiter Ferne. Aufgrund der Kommunalwahl im September wird sich der aktuelle Rat nicht mehr mit dem Thema befassen können, erklärt Gemeindedirektor Holger Bahrenburg. Die Ratsmitglieder hatten sich eigentlich für eine Ampelregelung ausgesprochen – Voraussetzung war allerdings, dass die Bäume dann bleiben sollen.

Jetzt heißt es aber, die Bäume müssen generell weichen. „Auf Grundlage der Straßengesetze haben die Eigentümer aus gutem Grund die Beseitigung von die Verkehrssicherheit beeinträchtigenden Anpflanzungen zu dulden“, heißt es in dem Schreiben aus Hannover. Das gelte auch, wenn eine Ampel an dieser Stelle errichtet werden würde, „denn ein Defekt beziehungsweise Ausfall der Anlage ist jederzeit möglich“.

Oetjen fragt in Hannover nach

Jan-Christoph Oetjen, der für die FDP im Landtag sitzt, hatte sich bereits in der Ratssitzung gegen die geplante Lösung ausgesprochen und in Hannover nachgefragt. „Ich habe schon während der Diskussion gesagt, dass eine Ampel die Situation in diesem Bereich nur noch schlimmer macht, deswegen müssen die Bäume dort weg.“ Er spreche sich gegen die Lösung mit der Signalanlage aus, da es durch die einige hundert Meter weiter bestehende Ampelkreuzung zu einem erhöhten Verkehrschaos kommen könnte, „auch wenn es vielleicht vereinfacht wird, durch eine Gleichschaltung“, erklärt er. Optimal sei laut Oetjen an dieser Stelle ein Kreisel. Der brauche allerdings mehr Platz. „Das heißt, es müssten noch mehr Bäume fallen, ob das wirklich sinnvoll ist, ist die Frage. Schön ist die Allee dort ja.“

Wie genau eine Lösung an dieser Kreuzung aussehen könnte, mit dieser Frage beschäftigt sich nun die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Verden. Diese will mit allen Beteiligten – unter anderem der Gemeinde und der Unteren Naturschutzbehörde – in „naher Zukunft“ zu Gesprächen zusammenkommen. „Wir können dort nicht einfach Bäume wegnehmen“, stellt der zuständige Fachbereichsleiter Planung Sönke Zulauf klar. Man werde die Richtung, die das Schreiben des Ministeriums vorgibt, mit in die Gespräche nehmen und gemeinsam eine Lösung suchen.

Bis es zu diesen Gesprächen kommt, kann auch die Gemeindeverwaltung nichts tun. „Wir müssen auf die Rückmeldung der Straßenbauverwaltung warten“, erklärt Bahrenburg die Sachlage. Je nachdem, wie diese ausfalle, müsse überlegt werden, ob die Entscheidung noch einmal durch den Fachausschuss diskutiert werden müsse. Doch das ist eine Aufgabe für die neuen Ratsmitglieder, die sich nach der Kommunalwahl zusammensetzen. „Ich hätte das Thema gerne schon vom Tisch gehabt“, gibt Bahrenburg zu. Das sieht auch Bürgermeister Hans-Jürgen Krahn (CDU) so: „Ich wünsche mir endlich eine Lösung.“

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