Autorin Maria Bellmann stellt ihr Buch „Weihnachten in unserer Zeit“ vor

Eine Punktlandung

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Maria Bellmann präsentiert in ihrem Arbeitszimmer ihr erstes Buch.

Sottrum - Von Jessica Tisemann. Wer Maria Bellmann in Sottrum besucht, wird gleich von einem weiß-schwarzen neugierigen Vierbeiner begrüßt. Landseer-Hündin Erna steht schon am Gartenzaun und wartet auf den Neuankömmling. Direkt dahinter taucht die Autorin selbst auf, die ihr erstes Buch „Weihnachten in unserer Zeit: Besinnliche Geschichten für Erwachsene“ präsentieren möchte. Und sie verrät, dass sie noch viele weitere Geschichten im Kopf hat.

In der Küche warten Kekse und Kaffee auf den Besucher, Erna muss erst einmal draußen bleiben. Auf dem Tisch liegt das Objekt, um das es gehen soll: Bellmanns erstes Buch. Es umfasst zwölf Geschichten, die von Weihnachten erzählen, wie es heutzutage ist. „Es gibt Unmengen an Weihnachtsgeschichten, doch viele spielen in der Vergangenheit“, so die gebürtige Hamburgerin, die unter dem Pseudonym Maria Bellmann schreibt. „Um meine beiden Leben voneinander zu trennen“, so Bellmann.

Weihnachten sei in der heutigen Zeit oftmals von Hektik oder der Frage nach dem passenden Geschenk bestimmt. „Wo bleibt dabei die Romantik?“, fragt die 51-Jährige, die sich zum Schreiben in ihr Arbeitszimmer zurückzieht. Dort findet auch Erna ihren Platz, die sich mittlerweile die Nase an der Scheibe der Terrassentür plattdrückt. Bellmann erlöst sie, und Erna dankt es ihr mit einem zufriedenen Schwanzwedeln. Keine Minute später liegt die Hündin zusammengerollt auf dem Fußboden und schnarcht. Genau, wie so oft beim Schreiben von Bellmanns Geschichten.

Im gemütlich eingerichteten Arbeitszimmer sind die zwölf Geschichten in den vergangenen Monaten entstanden – einige liegen bereits seit 2008 auf dem Schreibtisch. Auf dem Boden stapeln sich gerade die Kisten mit Büchern. „100 Stück davon muss ich noch signieren“, berichtet die Autorin, die drei Jahre lang ein Fernstudium zur Schriftstellerin absolviert hat.

In ihrem Schreibzimmer taucht Bellmann komplett in die Welt des Schreibens ein und hört erst auf, wenn sie mit einem Gedankengang fertig ist oder es irgendwo hakt. „Wenn ich eine Geschichte fertig habe, lege ich sie zur Seite und hole sie erst nach ein paar Tagen wieder raus. Entweder es ist dann eine Punktlandung oder ich muss noch ein paar Dinge ändern.“ Der größte Kritiker sei ihr Mann, verrät die gelernte Unternehmensberaterin. Zeitgleich ist er aber auch derjenige, der ihr immer den Rücken frei halte.

Beim Schreiben läuft ein Film in ihrem Kopf ab – die Hauptperson ist dort schon klar zu erkennen. Die Anregungen nimmt sie aus dem täglichen Leben, der Rest ist Fantasie. Und auch eine Lieblingsgeschichte hat die Autorin: „Weihnachtsfiktion“. Diese wagt einen Blick in die Zukunft und versucht, ein Weihnachten im Jahr 2122 zu skizzieren. Doch in ihrer Fantasie schlummern noch viele weitere Geschichten. „Ein zweiter Band ist in Planung.“

Wer mehr über das Buch erfahren will, hat dazu bei einer Lesung am Montag ab 16 Uhr in der Buchhandlung Froben in Sottrum Gelegenheit. Der Eintritt ist kostenlos.

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