Suche nach Leichtigkeit

Ausstellung in der Volksbank Sottrum illustriert kreisweite Naturschutzarbeit

Joachim (l.) und Christiane Looks mit Matthias Dittrich vor der Ausstellung „Auf dem Weg – Naturschutzarbeit im Landkreis Rotenburg“ in der Volksbank Sottrum.
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Joachim (l.) und Christiane Looks freuen sich, auf Einladung von Matthias Dittrich die Ausstellung „Auf dem Weg – Naturschutzarbeit im Landkreis Rotenburg“ in der Volksbank Sottrum zu zeigen.

Eine Ausstellung in der Volksbank Sottrum gewährt Einblicke in die Naturschutzarbeit von Kommunen und Verbänden - initiiert von der Naturschutzbeauftragten des Landkreises Christiane Looks.

Sottrum – „Unser Planet ist unser Zuhause, unser einziges Zuhause. Wo sollen wir denn hingehen, wenn wir ihn zerstören?“, zitierte Matthias Dittrich, Vorstand der Volksbank Wümme-Wieste, am Montag den Dalai Lama. Anlass ist die Eröffnung einer Ausstellung im Foyer der Sottrumer Niederlassung mit dem Titel „Auf dem Weg – Naturschutzarbeit im Landkreis Rotenburg“.

Dahinter steckt Christiane Looks: Die ehrenamtliche Naturschutzbeauftragte des Landkreises hat gemeinsam mit ihrem Mann sowie den Kommunen Rotenburg und Lauenbrück als auch mit dem Landkreis, den Naturschutzbünden Nabu und BUND, der Biologischen Schutzgemeinschaft Wümme und dem Imkerverein Rotenburg eine Ausstellung zusammengetragen.

Beim Thema Naturschutz vergisst man schnell das Positive, das, was schon erreicht wurde.

Christiane Looks

Diese wirft Schlaglichter auf die verschiedene Projekte der beteiligten Institutionen und Verbände. „Beim Thema Naturschutz vergisst man schnell das Positive, das, was schon erreicht wurde“, sagt Christiane Looks. Dabei hat die Schau mit 16 Tafeln schon einige Stationen im Landkreis hinter sich, wird aber auch in einigen Teilen immer lokal angepasst. „Da haben wir mittlerweile einen umfangreichen Fundus“, so die Initiatorin der Ausstellung. Einige der Fotos hat ihr Mann Joachim Looks gemacht, er hat auch das Layout für die Tafeln erstellt.

Dabei stellen die vorgestellten Projekte nur Beispiele dar. „Ein Auswahlkriterium war da für uns die Frage, ob der Bereich problemlos öffentlich zugänglich ist“, erläutert sie. „Nicht immer ist es angebracht, wenn neugierige Besucher hinterste Waldwinkel durchstreifen – oder sogar Picknickmüll hinterlassen.“ Aus diesem Grund seien beispielsweise die Jägerschaft, aber auch Angelvereine nicht an der Ausstellung beteiligt. Ansonsten hatten die jeweiligen Verbände das letzte Wort bei der Auswahl.

Konflikt zwischen Ökologie und Ökonomie

Vor allem eines spielt aus Sicht von Christiane Looks beim Naturschutz eine Rolle: der Konflikt zwischen Ökologie und Ökonomie: „Der Landkreis Rotenburg ist der viertgrößte Landkreis in Niedersachsen, 61 Prozent der Fläche sind in der landwirtschaftlichen Nutzung, 17 Prozent sind Wald und 6,7 Prozent stehen unter Naturschutz. „Angedacht sind da eigentlich zehn Prozent“, so die Eversenerin. Dennoch ist es für sie wichtig, der Landwirtschaft Luft zum Arbeiten zu lassen: „Sie ist ein Wirtschaftsfaktor, aber als Rohstofflieferant – während die Gewinnschöpfung erst im verarbeitenden Bereich erfolgt.“ Auch beim Flächenausgleich bliebe den Landwirten oft ein Defizit.

„Die Landwirtschaft spielt in unserem Landkreis eine große Rolle, daher ist das zwischen ihr und dem Naturschutz immer ein Spagat“, erklärt Dittrich. „Wir wollen mit dieser Ausstellung zeigen, dass schon sehr viel Gutes passiert ist, der Naturschutz aber auch nach wie vor hier sehr anspruchsvoll ist.“ Der sei nämlich im europäischen Vergleich in Deutschland schwieriger. „Zum einen haben wir hier diese landschaftliche Vielfalt, dazu unsere hohe Produktivität und ein strenges Eigentumsrecht“, so Christiane Looks.

Mehr Bewusstsein für die Natur entwickeln

Zur Dekoration, aber auch zur Verdeutlichung hat Heike Vullmer von der Stiftung Naturschtz im Landkreis Rotenburg ein passendes Diorama mit Pflanzen und Weidezaun erstellt. „Da denkt sie sich auch für jeden Ausstellungsort etwas anderes aus“, freut sich die Naturschutzbeauftragte. Sie hofft, dass sich durch die Ausstellung mehr Bewusstsein für die Natur entwickelt. „Wir wollen zeigen: Es geht anders, Naturschutz ist machbar. Und, dass die Naturschutzarbeit mit dem vielfältigen Enagegemt vieler Haupt- und Ehrenamtlicher im Landkreis bunt und vielseitig ist“, sagt sie. „Zunehmend verstärkt sich der Eindruck, Natur muss beschützt werden. Darüber haben wir die Leichtigkeit verloren. Stattdessen sollten wir mehr in die Natur hinausgehen und sie einfach nur mit allen Sinnen genießen.“

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