Ausschuss will die „gute Stube“

Gremium segnet die Umgestaltung des alten Marktplatzes ab

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Im Zuge der geplanten Umgestaltung des alten Marktplatzes sollen Brunnen und Linde näher zusammenrücken.

Sottrum - Von Matthias Röhrs. Die Idee kam an. Der Planungsausschuss der Gemeinde Sottrum hat am Mittwoch einer Umgestaltung des alten Marktplatzes zugestimmt. Für Diskussionen sorgte allerdings die Ausführung. Die Frage war, ob die vom Landschaftsarchitekten vorgeschlagenen vier Parkplätze an der Straße Am Friedhof gleich mit angelegt oder zunächst einmal hinten angestellt werden.

Vereinzelt regte sich gar Begeisterung bei den Ausschussmitgliedern für die Idee des Lions-Clubs Ottersberg-Wümme, die Grünfläche an der Großen Straße zu einem kleinen Park umzubauen. Dessen Mitglied Achim Figgen (CDU), der während der Beratung seinen Ausschussvorsitz abgeben musste, stellte das Projekt noch einmal vor: Im Wesentlichen wird der Bouleplatz durch drei Bäume ersetzt, der alte Brunnenring näher in die Richtung der Linde gerückt und rund herum entsteht ein kleiner Platz mit Sitzgelegenheiten. Unter dem Baum sollen Spielgeräte aufgebaut werden. Eine „neue gute Stube“ für den Ort, hieß es des Öfteren. Vorgeschlagen hatte der Ausschuss noch eine Info-Tafel, die auf die Historie des Platzes hinweisen soll.

Kosten über Geldgeber finanzieren

9 000 Euro will der Lions-Club über sein Hilfswerk der Gemeinde für das Projekt spenden, und auch die übrigen Kosten – Figgen schätzte sie „vorsichtig“ auf 50 .000 Euro insgesamt – sollen von anderen Geldgebern kommen, sodass der kleine Park für die Kommune abgesehen von der Pflege am Ende kostenneutral sein wird. Interessenten haben sich dem Vernehmen nach bereits gemeldet. Der Lions-Club würde Spenden oft im Stillen durchführen, so Figgen. Nun wolle man etwas Sichtbares für Sottrum tun. Ein ähnliches Projekt mit einem Bolzplatz habe er bereits in Ottersberg auf die Beine gestellt. Kritik gab es von Lühr Klee (Grüne). Er störte sich weniger am Projekt, sondern mehr an der Art und Weise, wie die Idee in die Politik eingebracht wurde. Es habe keinen Planauftrag gegeben. Dass die Verwaltung auf Initiative eines privaten Clubs einen solchen Vorschlag macht, sei ein „bemerkenswertes Vorgehen“.

Nach Willen des Ausschusses muss die Gemeinde aber trotzdem draufzahlen. Die angestrebten Parkplätze würden nämlich in ihre Zuständigkeit fallen, das dafür nötige Geld ist bislang nicht im Haushalt vorgesehen. Gemeindedirektor Holger Bahrenburg lies daher keinen Zweifel aufkommen, dass die Verwaltung es lieber sehen würde, wenn zuerst der Marktplatz umgestaltet wird und die Parkplätze erst später – bei Bedarf – hinzukommen. Im Ausschuss selbst konnte er damit nur zwei Ratsherren auf seine Seite ziehen. Die übrigen stimmberechtigten vier wollten den Park „genau so“ , wie er vorgestellt wurde. Nun muss der Verwaltungsausschuss entscheiden, ob die Mittel für die Stellplätze in den Haushalt eingestellt werden. Das letzte Wort hat ohnehin der Rat.

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