„.ausgestrahlt“ veröffentlicht Deutschlandkarte

Ein Atommüll-Lager in Taaken?

Anti-Atom-Organisation „.ausgestrahlt“ hat 129 potenzielle Standorte für für Atommüll-Lager in Deutschland ausgemacht. Taaken gehört dazu. - Foto: imago
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Anti-Atom-Organisation „.ausgestrahlt“ hat 129 potenzielle Standorte für für Atommüll-Lager in Deutschland ausgemacht. Taaken gehört dazu.

Taaken - Von Michael Krüger. Dass im Landkreis Rotenburg Deutschlands erstes Atommüll-Endlager gebaut wird, ist noch nicht ganz in trockenen Tüchern. Laut der Anti-Atom-Organisation „.ausgestrahlt“ gehört ein Salzstock unter dem Gebiet von Taaken allerdings zu den insgesamt 129 potenziellen Standorten bundesweit, die bei der Suche ins Blickfeld geraten könnten.

„Aufgrund vorhandener Studien, etwa von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, haben wir die Regionen identifiziert, die mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit davon ausgehen können, in die Suche einbezogen zu werden“, so Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation. Wichtig sei jedoch der Hinweis, dass die in der von „.ausgestrahlt“ veröffentlichten Karte eingezeichneten Gebiete noch nicht von offizieller Seite ausgewählt sind, jedoch aufgrund ihrer geologischen Voraussetzungen potenziell für das Standortauswahlverfahren infrage kommen.

Unter Taaken befindet sich nach Angaben der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe ein Teil einer Salzmauer im Zechstein mit einer maximalen Ausdehnung von 9,5 mal 5,2 Kilometer. Ein Abbau der Salzvorkommen hat hier allerdings niemals stattgefunden. Der Suchprozess für ein langfristiges Lager für hochradioaktiven Atommüll wurde 2017 mit dem Standortauswahlgesetz neu gestartet und soll bis 2031 abgeschlossen sein. „Da die Suche laut Gesetz auf Regionen mit Salz-, Kristallin- und Tonvorkommen begrenzt ist, ergeben sich daraus erste Anhaltspunkte, welche Gebiete betroffen sein können“, erklärt Stay in einer Mitteilung. Die Organisation veröffentlicht die Karte bereits jetzt, damit sich Betroffene frühzeitig informieren und aktiv werden können, heißt es. Denn das vom Bundestag beschlossene Standortauswahlverfahren gebe den Menschen in den Regionen keine Mitbestimmungsrechte. Stay: „Wir fordern: Die Menschen, die am Ende mit dem Risiko leben müssen, dürfen nicht übergangen werden.“ Die Karte ist auf der „.ausgestrahlt“-Homepage einsehbar.

https://www.ausgestrahlt.de/mitmachen/standortsuche/karte/

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