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Arbeitskreis legt Auswertung zu Sottrumer Spielplätzen vor

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Von: Nina Baucke

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Spielplatz am Roggenkamp in Sottrum.
Der Arbeitskreis hat die Sottrumer Spielplätze ausführlich unter die Lupe genommen, darunter auch das Areal am Roggenkamp. © Bartz

Wie ist es um die Sottrumer Spielplätze bestellt? Ein Arbeitskreis war dem nachgegenagen und hat nun dem Ausschuss für Kinder, Jugend, Sport, Soziales und Kultur ein ausführliches Konzept vorgelegt, das auch den Investitionsbedarf in Höhe von 74 800 Euro aufzeigt.

Sottrum – Zu wenig Sand in der Sandkiste hier, fehlende Bepflanzung dort – und Geräte, die so gut wie gar nicht genutzt werden: Mehrere Monate lang hat ein extra gegründeter Arbeitskreis die Spielplätze in der Gemeinde Sottrum unter die Lupe genommen. Was dabei herausgekommen ist, lag am Montag dem Ausschuss für Kinder, Jugend, Sport, Soziales und Kultur vor.

Dabei hatten die Mitglieder des Arbeitskreises – Björn Becker, Reiner Loss, Christin Czech, Sven Plaschke, Gerd Helms, Thimo Schröder und Andreas Zack – nicht nur Reparatur- und Ersatzbedarfe aufgelistet, sondern auch die Intensität der Nutzung – denn nicht in jeder unmittelbaren Umgebung, in der vor Jahren mal Spielplätze angelegt wurden, leben heute noch Kinder, die diese nutzen.

Drei Kategorien

Dementsprechend hat der Arbeitskreis drei Kategorien entwickelt: Kategorie eins, in der die sogenannten „Schwerpunktspielplätze“ fallen. Als solche gelten Spielplätze mit großer Fläche, breitem Angebot und mehreren Sitzgelegenheiten, die auch häufig genutzt werden. Diese Kriterien treffen auf die Areale Am Osterfeld, Auf den Würen, Haferkamp und Körnerstraße sowie Mühlenstraße in Stuckenborstel zu. Kategorie zwei gilt als Standard, ein eher kleinerer Spielplatz, beispielsweise für kleinere Kinder oder einem naturnahen Angebot – also Dinkelkamp, Roggenkamp, Sauveterrer Straße, Mozartstraße, Bachstraße, Verdeler Wiesen, Asternweg und Köthnerweg. Kategorie drei wiederum umfasst temporär genutzte Spielplätze in Gegenden, in denen gerade weniger Kinder leben. Für solche Bereiche sieht das Konzept die Bezeichnung als „Spielfläche“ vor, die auch anderweitig durch die Anwohner genutzt werden kann. Das trifft auf die Spielplätze Franz-Heinecke-Straße, Upp’n Hoff, Lessingstraße und Moorteil sowie in Stuckenborstel am Himpberg zu. In diesen Fällen schlägt der Arbeitskreis vor, regelmäßig zu prüfen, ob in den Bereichen die Zahl der Kinder wieder steigt und sie unter Umständen in die Kategorie zwei umzuwidmen. „Daher hatten wir da die Idee mit der Richtlinie, in die dieses Konzept aufgenommen werden kann“, erklärte Arbeitskreis- und Ausschussmitglied Reiner Loss (CDU).

Schwerpunkte im Norden und Süden

„Wir haben damit die Möglichkeit, nach außen transparent beispielsweise darzustellen, warum wir wie oft und wo das Gras mähen“, sagte Gemeindedirektor Holger Bahrenburg.

Vor allem zwei Schwerpunkte haben sich anhand der vom Arbeitskreis zusammengetragenen Daten herauskristallisiert: Durch die Baugebiete im Süden Sottrums am Dannert, beim Gymnasium und am Verdel leben dort viele Kinder. Dazu beginnt im Norden in den Bereichen Meyerhofe und Osterfeld ein Generationenwechsel.

Der Arbeitskreis sieht zudem den Handlungsschwerpunkt in der Ausstattung mit Sitzgelegenheiten. „Jede Sitzgelegenheit benötigt einen Mülleimer und sollte nicht in der prallen Sonne stehen“, heißt es im Konzept klar. „Aber natürlich war dabei auch immer die Frage, wie sich die vorhandenen Haushaltsmittel und die Wünsche in Deckung bringen lassen“, sagte Loss.

Ich bin sehr dankbar, dass der Arbeitskreis da so viel Arbeit rein gesteckt hat.

Holger Bahrenburg

Um das Spielplatzkonzept auch umzusetzen, stimmten die Ausschussmitglieder einmütig dafür, den Haushaltsansatz von 60 000 Euro auf 74 800 Euro aufzustocken. Unter anderem hatte die SPD-Fraktion einen Antrag gestellt, jeweils einen Tisch und mehrere Bänke an den Spielplätzen Mühlenstraße und Köthnerweg in Stuckenborstel aufzustellen – für insgesamt 16 800 Euro. Für 20 000 Euro will die Gemeinde zudem für den Spielplatz Osterfeld einen Bagger mit Schaufel oder ein großes Spielgerät für kleine Kinder anschaffen. 40 000 Euro könnten in die Planung und Umsetzung eines naturnahen Spielplatzes fließen. Weitere, dem neuen Haushaltsansatz nicht zugerechnete 7 300 Euro für Unterhaltungsmaßnahmen sind bereits über die Ansätze im Ergebnishaushalt abgedeckt.

„Ich bin sehr dankbar, dass der Arbeitskreis da so viel Arbeit rein gesteckt hat“, betonte Bahrenburg. Besonders Björn Becker, Leiter des Bauhofes, habe da sehr viel Arbeit investiert, lobte Loss.

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