Arbeiten verzögern sich / Wasserschaden wirft Planungen weiter zurück

Probleme im Kindergarten

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Nach einem Wasserschaden macht den Verantwortlichen auch der Boden Probleme.

Ahausen - Von Bettina Diercks. Während die neue Turnhalle in Ahausen bereits fertig gestellt ist, dauern die Arbeiten am künftigen Kindergarten noch an. Die Gemeinde Ahausen hat für 50000 Euro die Immobilie der Lebenshilfe Rotenburg-Verden gekauft. Sie hatte dort zuletzt eine heilpädagogische Kindertagesstätte betrieben und aus wirtschaftlichen Gründen aufgegeben.

Die Gemeinde sah ihre Chance, nicht nur mehr Plätze für den Nachwuchs zu schaffen, sondern ein Gesamtensemble von Grundschule, Kindergarten und -hort an einem Standort zu betreiben.

Noch im Februar hoffte die Kommune, mit Beginn des neuen Kindergartenjahres im August das Gebäude nutzen zu können. Neben einigen bürokratischen Verfahren sind es allerdings auch handwerkliche Begebenheiten, die das Projekt ausbremsen. Das lässt zumindest Bürgermeister Claus Kock (CDU) bei einer Ortsbesichtigung durchblicken. Im Flur war ein bisher unentdeckter Wasserschaden unter dem Fußboden zu Tage gekommen. Die Arbeiter mussten den Boden aufstemmen. Zutage kamen vergammelte Rohrleitungen. „Im Moment kann ich keinen Parkettleger auftreiben“, sagt Kock. Der ist aber notwendig, um den vorhandenen Boden abzuschleifen und neu zu versiegeln.

Den Großteil an handwerklicher Arbeiten hat Gemeindearbeiter Andreas Stein gewuppt. Wände und Nassecken herausgerissen, woanders neue Wände gezogen und Nassecken erneuert, gestrichen, ausgebessert und umgebaut. Und immer wieder taucht eine neue Kleinigkeit auf, die es in Angriff zu nehmen gilt: Auf einmal tropft es durch die Fensterdichtung, der Blitzableiter muss aktualisiert werden und vieles mehr.

Überarbeitet wurden die sanitären Einrichtungen, schon vorhanden war die Toilette für Menschen mit Behinderung. Die Toilettenbecken für die Krippe gibt es nicht als Massenware. Ganze 26 Zentimeter hoch, 28 Zentimeter breit und 37,5 Zentimeter tief sind die beiden kleinen Keramikartikel, die einen knallroten Baby-WC-Sitzring haben.

Neben einem großzügigen Frühstücksraum, der beispielsweise durch den Hort (Sechs- bis Zehnjährige) auch für Hausaufgaben genutzt werden kann, gibt es einen Schlafraum, hellblau gestrichen, einen Mitarbeiter- sowie Bewegungsraum und eine große Küche, die sowohl für Erwachsene wie auch Kinder Arbeitsplätze bietet.

Zwölf Kinder hat die Gemeinde laut Kock derzeit in der Krippe, acht im Hort und 67 im Kindergarten. Personell hat die Kommune gerade aufgestockt und die Stunden hochgesetzt, wie von der Landesschulbehörde gefordert, damit die Betreuung gesichert ist. Ein Teil der Räume der früheren Lebenshilfe und den Innenhof hat sich die Samtgemeinde als Schulträger für die Grundschule erbeten.

Derzeit ist laut Kock noch offen, wann der Neuerwerb in Betrieb gehen kann. Die Gemeinde hat etwa 120000 Euro für Umbau und Sanierung in den Haushalt eingestellt, erklärt der Bürgermeister. Derzeit investiert wurde laut Kock vor allem in Material, das mit etwa 15000 Euro zu Buche schlägt. Die Chancen stünden gut, mit weniger Mitteln als geplant auszukommen.

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