Anwohner der Bahnhofstraße in Sottrum stellen klar, dass die Fahrradsicherheit nicht gegeben ist

Die Kübel bleiben, aber...

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Die Kübel sollten den Radfahrern am rechten Fahrbahnrand einen Schutz bieten. Davon sind viele der Anwohner allerdings nicht überzeugt.

Sottrum - Von Jessica Tisemann. Die Kübel an der Bahnhofstraße in Sottrum haben ihr Ziel verfehlt. Nach der knapp eineinhalbjährigen Testphase ist jetzt herausgekommen, dass die Autofahrer die Geschwindigkeitsbegrenzung nicht einhalten. Auch der geplante Schutz der Radfahrer ist in der Tempo-30-Zone nicht gewährleistet. Nun sind die Anwohner gefragt. Viele wollen, dass die Kübel wegkommen.

„Die Kübel haben keinen Einfluss auf die Geschwindigkeit der Autos“, sagt einer der Anwohner. Sein Nachbar unterstützt ihn: „Wenn die Ampel Richtung Bundesstraße grün ist, erreichen die Fahrer gut und gerne ihre 80 km/h ab dem Hassendorfer Kirchweg.“ Dass die Geschwindigkeit gerade auf dem vorderen Teil der Bahnhofstraße häufig überschritten wird, belegen auch Messungen, die die Gemeinde an dieser Stelle hat durchführen lassen. Knapp 30 Prozent sind bis zu zehn km/h zu schnell. Mehr als 50 km/h fahren immer noch sieben Prozent, teilt Bürgermeister Hans-Jürgen Krahn (CDU) mit.

Eine weitere Zahl sorgt bei der Anliegerversammlung auch für erstaunte Gesichter: Im Zeitraum der Messungen vom 14. bis 21. Februar 2014 sind von der Bremer Straße 8336 Fahrzeuge in die Bahnhofstraße gefahren. Das Unverständnis darüber, dass auf Höhe der Kübel am rechten Fahrbahnrand kein Fuß- oder Radweg entsteht, wächst. „Wenn wir jetzt einen Fußweg mit Hochbord bauen, müssen wir den bei der Erschließung eines möglichen Baugebietes wieder komplett hochnehmen“, gibt Ratsherr Heinz-Wilhelm Oetjen (FDP) zu bedenken. Eine weiße Markierung auf der Fahrbahn für einen Radfahrweg, wie an der Verdener Straße in Rotenburg, ist in Sottrum nicht möglich, erklärt die Gemeinde. Die Straße sei dafür einfach zu schmal.

Nach der knapp einstündigen Diskussion lässt sich zumindest ein Kompromiss finden, mit dem sowohl die Anwohner als auch die Ratsmitglieder leben können. Zunächst will die Gemeinde Informationen einholen, was für ein Fußweg dort möglich wäre, und was für Kosten auf die Gemeinde zukommen, erklärt Krahn. Die Kübel sollen vorerst bleiben, aber anders platziert werden. „Die Geschwindigkeit, mit der die Autofahrer die Bahnhofstraße herunterfahren, würde sich dann wieder erhöhen. Das muss allen klar sein“, betont der Bürgermeister. Die Kübel sollen nun versetzt auf der Straße stehen und etwas weiter auseinander gezogen werden. „Nur für eine Übergangszeit, bis wir eine andere Lösung haben“, macht Krahn klar. Allerdings passiere die Umsetzung nicht gleich morgen. „Ich will mir das mit unserem Planer angucken, damit wir die richtigen Stellen auswählen.“ Die Fahrradsicherheit sei so zwar nicht gewährleistet, „aber die scheint es ja auch mit der aktuellen Lösung nicht zu geben“, sagt der Bürgermeister.

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