Janina Tiedemann gibt Landfrauen wertvolle Tipps

Anpacken statt rumschnacken

Die Vorsitzende Irmtraud Hesse Stegmann (l.) und Regina Meyer (r.) mit der Referentin Janina Tiedemann. Foto: Ujen

Sottrum - Von Ursula Ujen. Jung, dynamisch – und erfolgreich: Das alles trifft auf Janina Tiedemann zu. Als die im perfekten Business-Look gestylte, attraktive Trainerin und Strategieberaterin aus Hannover den Saal betritt und etwas Smalltalk mit den Gästen hält, zaubert sie sofort ein Lächeln auf deren Gesichter. 180 Teilnehmerinnen sind am Samstag auf Einladung des Landfrauenvereins Rotenburg und Umgebung zur Frühstücksversammlung ins Gasthaus Röhrs gekommen, um den Motivationsvortrag „Warum nicht Nora, sondern Noah die Arche baute“ zu erleben.

Mit ihrem Gruß „Moin“ und dem Bekenntnis „Ich bin bei Bremervörde aufgewachsen und habe sofort gute Laune, wenn jemand Platt schnackt“, ist das Eis zwischen ihr und den Landfrauen sogleich gebrochen, zumal Tiedemann einige Jahre als Landesvorsitzende der Niedersächsischen Landjugend tätig war. Die studierte Wirtschaftswissenschaftlerin hat etliche Jahre als angestellte Unternehmensberaterin Erfahrungen gesammelt und arbeitet nunmehr als selbstständige „Trainerin und Speakerin“. Dabei sei es ihr ein besonderes Anliegen, Frauen die Spielregeln auf der Führungsebene zu erklären und sie fit zu machen – so coacht sie unter anderem seit mehreren Jahren Landfrauen innerhalb der Workshopreihe „Erfolg wird weiblich“ des Landesverbandes Niedersachsen, immer frei nach ihrem Motto „Anpacken statt rumschnacken.“

Auf ihre Frage „Stellen Sie sich vor, Gott ruft Sie an und überträgt Ihnen die Aufgabe, die Arche Noah zu bauen – wer traut sich das zu?“ meldet sich gerade mal ein halbes Dutzend Frauen – für Tiedemann ein normales Verhaltensmuster, „denn dazu brauchen Sie schon ein gewisses Selbstvertrauen.“ Selbstzweifel haben, immer auf der Suche nach eigenen Fehlern sein, sich große Aufgaben nicht zutrauen – dieses Gefühl würden viele Frauen kennen. Männer dagegen hätten diese Probleme kaum, sie würden ihre Schwächen leichter ignorieren und sich besonders ihrer Stärken bewusst sein – die beste Voraussetzung, sich auf der Führungsebene zu behaupten. Männer seien dadurch flexibler und würden sich auch eher neuen Trends öffnen wie beispielsweise den „Fuckup Nights“, wo jetzt erfolgreiche Leute auf der Bühne über ihr einstiges Scheitern berichten und erklären, was sie daraus gelernt haben.

Anhand weiterer Beispiele macht sie deutlich, dass der Erfolg zum größten Teil eine Einstellungssache sei. „Was wir selber von uns denken, ist ganz entscheidend für unseren Erfolg“, insistierte Tiedemann. „Werden Sie sich ihrer Stärken bewusst, strahlen sie Selbstbewusstsein aus und stellen sie ihre Stärken immer wieder heraus. Geben Sie bei Rückschlägen nicht gleich auf und haben Sie den Mut, ins Handeln zu kommen, auch wenn Sie die Lösung noch nicht kennen. Und wenn Sie dann noch ihre eigenen Ansprüche ein wenig herunterschrauben, werden Sie tolle Aufgaben und Positionen bekommen.“

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