Team mit Weitblick

Annika Sterneck und Julia Helk leiten die Sottrumer Grundschule

Annika Sterneck (l.) und Julia Helk, Schulleiterin und Konrektorin der Sottrumer Grundschule am Eichkamp.
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Annika Sterneck (l.) und Julia Helk sind als Schulleiterin und Konrektorin die neuen Köpfe der Sottrumer Grundschule am Eichkamp.

Annika Sterneck und Julia Helk sind die Neuen an der Spitze der Sottrumer Grundschule am Eichkamp und der Außenstelle Morgenstern Grundschule. Mit den Themen Schulentwicklung, Corona und Digitalisierung stehen sie einigen Herausforderungen gegenüber.

Sottrum – Heute beginnen für die 15 Klassen sowie die Lindenschulklasse der Sottrumer Grundschulen die Sommerferien. Für die Kinder endete gestern damit das erste komplette Schuljahr unter Coronabedingungen, aber auch für das Lehrerkollegium war es ein etwas anderes Jahr – besonders für Annika Sterneck und Julia Helk. Für die beiden Frauen waren die vergangenen Monate nicht nur von der Pandemie geprägt, sondern auch von einer beruflichen Veränderung:

Aus den beiden Lehrkräften wurde nun – nach kurzer kommissarischer Amtszeit – das neue Führungsduo der Grundschule am Eichkamp und deren Außenstelle – die Morgenstern Grundschule.

Bewerbung als Team

Nachdem der bisherige Rektor Tim Weidenfeld nach Tarmstedt gegangen ist, „waren wir dann im Gespräch – und am Ende haben wir uns dafür entschieden“, sagt Sterneck, die nun die Schulleitung innehat. „Die Herausforderungen in der Corona-Pandemie haben uns da nicht abgeschreckt. Wenn man sich für solche Positionen entscheidet, dann mit Weitblick.“ Helk hat die Konrektorinnenstelle übernommen. „Für uns war klar, dass wir das nur im Team machen. Und auch nur an dieser Schule, woanders hätten wir uns das so auch nicht vorstellen können“, betont die 40-Jährige. Sie und Sterneck kennen sich bereits seit 2008, als beide an der Grundschule Hetzwege arbeiteten. Vor fünf Jahren kam Helk nach Sottrum, wohin es ihre Kollegin bereits 2009 verschlagen hatte.

Schon seit der kommissarischen Amtsübernahme im Februar ist Teamwork eine wichtige Säule ihrer Arbeit: „Das wir uns so gut kennen, kommt uns besonders jetzt im Anfangsstress zugute“, ist Helk überzeugt. „Wir können uns da einfach gut ergänzen, wir sind ähnlich in unseren Arbeitsstrukturen.“ Aber auch die Zusammenarbeit mit dem Kollegium funktioniert – auch wenn die Entfernung zur Außenstelle Morgenstern Grundschule auf der anderen Seite des Ortes es nicht gerade leicht macht. „Denn wir können uns nun einmal nicht zerreißen“, so Sterneck.

Sanierung auf dem Zettel

Erste Tat des neuen Führungsduos: Ausmisten und Altlasten entsorgen. Das war beiden ein wichtiges Anliegen, bevor sie tiefergehende und umfangreichere Projekte in Angriff nehmen. Eines davon ist die Schulentwicklung, auch mit Blick auf die Sanierung. „Es ist hier alt und gemütlich, aber eben alt“, sagt Sterneck. „Die Kinder lieben zwar die Gemütlichkeit, aber wir wollen es gerne noch etwas angenehmer machen.“

Auch inhaltlich kommt einiges auf sie zu, vor allem mit der Ganztagsschule, die 2025 starten soll. „Es geht um die Räume, das Konzept und wie wir es mit Leben füllen. Aber da gibt es schon viele gute Ansätze“, freut sie sich. Ein Projekt, das der 41-Jährigen am Herzen liegt, ist der Schulhund. „Der ist gerade in der Ausbildung, und da hoffen wir, dass wir damit im neuen Schuljahr beginnen können.“

Blick Richtung Herbst

Und dann ist da noch die Digitalisierung: „Da stehen wir noch ziemlich am Anfang, aber das trifft auf alle Grundschulen der Samtgemeinde zu“, so Sterneck. Immerhin: Während der Sommerferien läuft der Einbau des W-Lan-Netzwerkes.

Das passiert auch mit Hinblick auf den Herbst, falls die Corona-Zahlen wieder steigen. „Wir haben schon im Laufe der vergangenen eineinhalb Jahre alle verschiedenen Szenarien kennengelernt und uns darauf eingestellt. Was uns im Herbst erwartet, wissen wir jetzt natürlich noch nicht“, sagt Helk. „Aber wir passen uns den Gegebenheiten an. Grundsätzlich ist es schön zu sehen, wie die Kinder und ihre Eltern alles mittragen. Und dass es den Kindern gut geht, steht bei allem im Mittelpunkt.“ Das sieht auch Sterneck so: „Wir hatten sehr viele verschiedene Regelungen, aber alle Kinder waren froh, als sie wieder zur Schule konnten und etwas gewohnten Alltag hatten.“ Sogar, wenn jetzt bereits der erste Jahrgang noch nicht einmal normales Pausenhofgewimmel erlebt habe, so Sterneck.

Ich freue mich immer noch sehr über die Stelle. Sie ist eine Herausforderung, fühlt sich aber nach wie vor richtig an.

Annika Sterneck

Sterneck und Helk, die neben ihren Posten in der Schulleitung jeweils auch noch eine Klassenleitung innehaben, ist Teamarbeit sehr wichtig: „Jeder bringt etwas mit, und da wollen wir uns mit dem Kollegium gemeinsam auf den Weg machen.“ Aber auch die Zusammenarbeit mit den Eltern und der Gemeinde funktioniere. „Es ist eine schöne Schule und ein schöner Arbeitsplatz“, ist Helk überzeugt. Das sieht auch Sterneck so: „Ich freue mich immer noch sehr über die Stelle. Sie ist eine Herausforderung, fühlt sich aber nach wie vor richtig an.“

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