Neuer Kita-Entwurf findet Zustimmung, Architekten müssen aber nachbessern

Anbau wird größer

Bekommt einen großen Anbau: Der Kindergarten in Hassendorf. Foto: Röhrs

Hassendorf - Von Matthias Röhrs. Die Marschrichtung hat Philipp Willenbrock (CDU) gleich zu Beginn vorgegeben. Möglichst noch in diesem Jahr, so der Vorsitzende des Hassendorfer Jugendausschusses, sollen die Bauarbeiten für die Kindergarten-Erweiterung beginnen. Dem Ausschuss haben die Rotenburger Architekten Julia Malessa und Martin Menzel am Mittwochabend einen neuen Entwurf des Anbaus vorgestellt.

Der unterscheidet sich stark von einem Vorentwurf, den Architekt Michael Schröck im Vorfeld der offiziellen Ausschreibung ausgearbeitet hatte. Auf dem Hof soll nun entlang des Waldes ein langer Anbau mit roter Klinkerfassade gebaut werden, in dem vor allem eine Küche, ein neuer Krippenbereich und ein Bewegungsraum entstehen sollen. Da sanitäre Anlagen und Personalbereiche ebenfalls in den Anbau ziehen, ist im historischen Bestandsgebäude an der Worthstraße mehr Platz.

Dazu soll der alte Anbau im Hinterhof abgerissen werden, der neue wäre nach Fertigstellung deutlich länger. Bis zum Schießstand am Ende des Grundstücks wäre dann nur noch Platz für einen Außenbereich der Krippe. Diese könnte über den Hof betreten werden. Dann stünde man direkt im Krippenbereich mit Ruheräumen. Linker Hand wäre außerdem die Küche. In Richtung des Bestandsgebäudes würden dann der Bewegungsraum, WCs und Personalräume ihren Platz finden. Um barriereärmer zu werden, regte der Ausschuss an, Erde aufzuschütten, damit die ganze Einrichtung auf einer Ebene liegt.

Der Entwurf fand in der Sache breite Zustimmung im Ausschuss, bei den Elternvertretern und der Leitung des Kindergartens im Gegensatz zu Schröcks ersten Entwürfen. Er hatte im Grunde eine räumliche Neugestaltung des Bestandsgebäudes insbesondere unter Einbeziehung des aktuell ungenutzten Dachgeschosses vorgeschlagen. Der neue Entwurf hat aber dennoch einen für die Gemeinde großen Haken: Er ist deutlich zu teuer. Malessa und Menzel haben Kosten in Höhe von rund 1,48 Millionen Euro kalkuliert. Allerdings: „1,3 Millionen Euro sind die absolute Schmerzgrenze“, machte Bürgermeister Klaus Dreyer (SPD) während der Sitzung deutlich. Schon von vornherein wollte die Gemeinde möglichst kostengünstig umbauen. Das war auch eine Grundlage des Vorentwurfs von Schröck von vor einem Jahr. Somit war dieser mit geschätzten 550 000 Euro auch deutlich günstiger.

Der Ausschuss und die anwesenden Hassendorfer – der Vorsitzende Willenbrock öffnete zeitweise die Sitzung für deren Anmerkungen – gaben den Architekten einige Vorschläge auf den Weg, um die Kosten zu senken. Bei einer Sitzung des nicht-öffentlichen Verwaltungsausschusses Anfang Februar soll ein angepasster Entwurf vorliegen.

Einsparpotenzial gebe es zum Beispiel bei angedachten Gauben auf der Ostseite. Auch der sogenannte erste Bauabschnitt, ein Umbau der alten Wohnung im Flügel an der Bahnhofstraße für sanitäre Anlagen als Übergangslösung während der Bauarbeiten, könnte hinfällig werden, wenn eine Containerlösung günstiger ausfallen würde. Diese Alternative regte Dreyer an.

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