Mit alten Schätzen auf dem Feld

Rund 50 Schlepper beim Oldtimerpflügen in Hellwege dabei

Martin Tewes kontrolliert die Einstellung des Pfluges.

Hellwege - Von Bettina Diercks. Zwischen Dieselgeruch und Staub fand sich am Sonntag landwirtschaftliche Geschichte in Hellwege ein. Gut 50 zum Großteil alte Schlepper waren zum Oldtimerpflügen in der Nähe des Flugplatzes Stelle gekommen. Hingucker in diesem Jahr: Der Misthaufen, der mit altem Gerät aufgeladen und verstreut wurde.

Damit haben die Gastgeber, die Deutz-Freunde Hellwege und Oldtimer Freunde Waffensen, ihr Ziel eindeutig erreicht: Alte Technik nicht nur auszustellen, sondern sie im Einsatz zu zeigen. Seit 2012 finde das „Pflügen für alte Jungs“ im jährlichen Wechsel in Hellwege beziehungsweise Waffensen statt.

Honoriert wird der Einsatz nicht nur von der großen Teilnehmerzahl: Der landwirtschaftliche Tag zieht große Besucherzahlen an. Zu bestaunen gab es tatsächlich vorrangig richtig alte Schlepper und keine jungen Oldtimer. Eine Augenweide also, gerade bei dem sonnigen Wetter am Vormittag. Die Staubwolken, die die Pflüger aufwirbelten, verliehen der Situation zusätzlich einen ganz besonderen Charme und es machte Spaß, sich zum Schluss den Staub aus der Hose zu klopfen. Ein Gefühl von Erd- und Dorfverbundenheit, verbunden mit dem Duft von Acker und Feldflur.

Oldtimerpflügen in Hellwege

Locker 50 zum Großteil alte Schlepper kamen zum „Oldtimerpflügen“  © Bettina Diercks
Locker 50 zum Großteil alte Schlepper kamen zum „Oldtimerpflügen“  © Bettina Diercks
Locker 50 zum Großteil alte Schlepper kamen zum „Oldtimerpflügen“  © Bettina Diercks
Locker 50 zum Großteil alte Schlepper kamen zum „Oldtimerpflügen“  © Bettina Diercks
Locker 50 zum Großteil alte Schlepper kamen zum „Oldtimerpflügen“  © Bettina Diercks
Locker 50 zum Großteil alte Schlepper kamen zum „Oldtimerpflügen“  © Bettina Diercks
Locker 50 zum Großteil alte Schlepper kamen zum „Oldtimerpflügen“  © Bettina Diercks
Locker 50 zum Großteil alte Schlepper kamen zum „Oldtimerpflügen“  © Bettina Diercks
Locker 50 zum Großteil alte Schlepper kamen zum „Oldtimerpflügen“  © Bettina Diercks
Locker 50 zum Großteil alte Schlepper kamen zum „Oldtimerpflügen“  © Bettina Diercks
Locker 50 zum Großteil alte Schlepper kamen zum „Oldtimerpflügen“  © Bettina Diercks
Locker 50 zum Großteil alte Schlepper kamen zum „Oldtimerpflügen“  © Bettina Diercks
Locker 50 zum Großteil alte Schlepper kamen zum „Oldtimerpflügen“  © Bettina Diercks
Locker 50 zum Großteil alte Schlepper kamen zum „Oldtimerpflügen“  © Bettina Diercks
Locker 50 zum Großteil alte Schlepper kamen zum „Oldtimerpflügen“  © Bettina Diercks
Locker 50 zum Großteil alte Schlepper kamen zum „Oldtimerpflügen“  © Bettina Diercks
Locker 50 zum Großteil alte Schlepper kamen zum „Oldtimerpflügen“  © Bettina Diercks
Locker 50 zum Großteil alte Schlepper kamen zum „Oldtimerpflügen“  © Bettina Diercks
Locker 50 zum Großteil alte Schlepper kamen zum „Oldtimerpflügen“  © Bettina Diercks
Locker 50 zum Großteil alte Schlepper kamen zum „Oldtimerpflügen“  © Bettina Diercks
Locker 50 zum Großteil alte Schlepper kamen zum „Oldtimerpflügen“  © Bettina Diercks
Locker 50 zum Großteil alte Schlepper kamen zum „Oldtimerpflügen“  © Bettina Diercks
Locker 50 zum Großteil alte Schlepper kamen zum „Oldtimerpflügen“  © Bettina Diercks
Locker 50 zum Großteil alte Schlepper kamen zum „Oldtimerpflügen“  © Bettina Diercks
Locker 50 zum Großteil alte Schlepper kamen zum „Oldtimerpflügen“  © Bettina Diercks
Locker 50 zum Großteil alte Schlepper kamen zum „Oldtimerpflügen“  © Bettina Diercks
Locker 50 zum Großteil alte Schlepper kamen zum „Oldtimerpflügen“  © Bettina Diercks
Locker 50 zum Großteil alte Schlepper kamen zum „Oldtimerpflügen“  © Bettina Diercks
Locker 50 zum Großteil alte Schlepper kamen zum „Oldtimerpflügen“  © Bettina Diercks
Locker 50 zum Großteil alte Schlepper kamen zum „Oldtimerpflügen“  © Bettina Diercks
Locker 50 zum Großteil alte Schlepper kamen zum „Oldtimerpflügen“  © Bettina Diercks
Locker 50 zum Großteil alte Schlepper kamen zum „Oldtimerpflügen“  © Bettina Diercks
Locker 50 zum Großteil alte Schlepper kamen zum „Oldtimerpflügen“  © Bettina Diercks
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Locker 50 zum Großteil alte Schlepper kamen zum „Oldtimerpflügen“  © Bettina Diercks
Locker 50 zum Großteil alte Schlepper kamen zum „Oldtimerpflügen“  © Bettina Diercks
Locker 50 zum Großteil alte Schlepper kamen zum „Oldtimerpflügen“  © Bettina Diercks
Locker 50 zum Großteil alte Schlepper kamen zum „Oldtimerpflügen“  © Bettina Diercks
Locker 50 zum Großteil alte Schlepper kamen zum „Oldtimerpflügen“  © Bettina Diercks
Locker 50 zum Großteil alte Schlepper kamen zum „Oldtimerpflügen“  © Bettina Diercks
Locker 50 zum Großteil alte Schlepper kamen zum „Oldtimerpflügen“  © Bettina Diercks
Locker 50 zum Großteil alte Schlepper kamen zum „Oldtimerpflügen“  © Bettina Diercks

Erfrischend stellte sich für die Teilnehmer die Anreise heraus, die Hellwege ansteuerten. Bei um die 0 Grad „oben ohne“ war es doch recht frisch. Dennoch scheuten zum Beispiel Schlepperfahrer aus dem Zevener Bereich nicht die Tour. „Zwei Stunden Anfahrt“, sagte Olaf Holsten aus Rockstedt. Er thronte auf seinem liebevoll restaurierten Allgeier, Baujahr 1951. Der A22 gehört zur zweiten Schleppergeneration des schwäbischen Unternehmens, das sich nach dem Zweiten Weltkrieg der Produktion von Treckern verschrieb. Holstens Modell verfügt über einen liegenden 1-Zylinder-Dieselmotor mit Verdampfungskühlung, das später von der Umlaufkühlung mit Wasserpumpe abgelöst wurde. „Am Motor sitzt ein großer Kessel mit 50 Liter Wasser“, erklärt Holsten dazu. Sein Allgeier war früher bei seinem Onkel auf dem Hof im Einsatz. Als der Traktor 2006 zum Verkauf stand, übernahmen sein Vater und er das Fahrzeug. „Mein Vater hat immer viel vom Pflügen früher erzählt“, sagt Holsten, ebenfalls gelernter Landwirt aber nicht „der typische Schrauber“, wie er sagt. Während sein Vater, damals schon Rentner, von Ostern 2006 an täglich den Allgeier von Grund auf restaurierte, den Motor und das Getriebe auseinandernahm, fasste Olaf Holsten in seiner Freizeit mit an. Sobald der Schlepper im neuen Lack da stand, war klar: Ein passender Pflug muss her. Jetzt reist der Rockstedter mit einem „Röwer Bildung“ (Blender) Zwei-Schar, 50 Zentimeter Arbeitsbreite, zu den historischen Pflug-Veranstaltungen.

Dort wird penibel darauf geachtet, dass korrekt gepflügt wird. Auf dem Acker vom Hellweger Rolf Lohmann mussten die Furchen zwischen 20 bis 25 Zentimeter tief sein. Ein gutes Arbeitsergebnis erleichtert die folgende Bewirtschaftung und hinterlässt auch tatsächlich weniger Schäden. Mag ein Laie kaum glauben, aber eine falsche Bodenbearbeitung ihrer Schläge bekommen die Landwirte über Jahre hinweg zu spüren. Deshalb sorgen zwei Teams mit je zwei Personen dafür, dass die Pflüge korrekt eingestellt werden. Das heißt für die Jungs: Viel hinterher laufen, nachmessen und auch mal jemanden aussortieren, wenn es nicht hinhaut.

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