Alles in Butter?

Finanzausschuss beschließt ersten Entwurf des Haushaltsplans

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Nach den Haushaltsplanungen der Samtgemeinde scheint finanziell alles in Butter zu sein. Doch angesichts einiger Altlasten ist beim Geldausgeben Augenmaß gefragt.

Sottrum - Von Matthias Daus. Bei der Sitzung des Finanzausschusses der Samtgemeinde Sottrum, zu der sich am Donnerstag neben den Ausschussmitgliedern auch Vertreter der Verwaltung und der Mitgliedsgemeinden einfanden, war das Hauptthema des Abends der erste Entwurf für den Haushalt der Samtgemeinde für das Jahr 2018.

Diesen stellte die Abteilungsleiterin der kommunalen Finanzverwaltung Sigrid Bartels in groben Zügen vor und erkannte im Vergleich zum Ansatz des laufenden Jahres eine eindeutig positive Entwicklung. Dennoch ist Vorsicht angebracht. „Wir haben im Bereich der Erträge ein Plus von über einer Millionen Euro zu verzeichnen“, erläuterte Bartels. Im aktuellen Ergebnishaushalt stehen ordentliche Erträge in Höhe von 10,7  Millionen Euro ordentlichen Aufwendungen von 10,5 Millionen Euro gegenüber. Der Gesamtbetrag der vorgesehenen Kreditaufnahmen für Investitionen beläuft sich Bartels zufolge auf 1,2 Millionen Euro.

Und gerade im Fall der anstehenden Investitionen hatte Ahausens Bürgermeister Claus Kock (CDU) noch einige Detailfragen. Wie zum Beispiel jene nach einem Hebelift für die Bühne im Forum des Sottrumer Gymnasiums (20.000 Euro sind veranschlagt), oder den Bau eines Toilettengebäudes am Sottrumer Bahnhof (70. 000 Euro für den Bau sowie 5.000 Euro Planung).

„Dieses Thema auf die Hörner nehmen“

Letzteres wohl ein Thema, das Samtgemeindebürgermeister Peter Freytag offensichtlich schon länger umtreibt. „So wie sich die Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn gestaltet, haben wir beschlossen, die Möglichkeit zu prüfen, es auf Gemeindegrund zu erstellen. Sonst sind wir in zehn Jahren noch nicht fertig“, erläuterte er. Eine Maßnahme, die auch Hassendorfs Bürgermeister und Freytags Stellvertreter Klaus Dreyer (SPD) für gut befand. „Es ist wichtig, dass wir dieses Thema auf die Hörner nehmen“, sagte er, „aber wir sollten nicht verkennen, was der eigentliche Anlass dieser Sitzung ist.“

Und das war letztlich die Kenntnisnahme des Haushaltsentwurfs und dessen Weiterleitung zur Beratung in die Fachausschüsse. Dort, so Dreyer, müssten sich die jeweiligen Gremien mit den Detailfragen beschäftigen. Er mahnte dabei an, mit Augenmaß zu operieren. Die Entwicklungen seien sehr positiv und die großpolitischen Maßnahmen der Landes- und Bundesregierung sehr hilfreich für die Arbeit auf kommunaler Ebene. „Aber trotzdem schieben wir noch eine beträchtliche Verschuldung vor uns her und sollten daher das Geld nicht mit vollen Händen ausgeben“, sagte er. Dass dies nicht geschehe, darüber waren sich alle Ausschussmitglieder ebenso einig, wie darüber, dass der erste Entwurf des neuen Haushaltsjahres genehmigt werden solle. Das Abstimmungsergebnis hierfür war dann einstimmig.

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