Teillösung für Schlaglochpiste

Ahauser Gemeinderat nimmt Sanierung des Waffensener Wegs ins Visier

Schlaglöcher im Waffensener Weg
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Die Schlaglöcher sind teilweise bereits sehr tief und sorgen für Unmut bei den Nutzern der Strecke – bei Auto- als auch bei Radfahrern.

Der Waffensener Weg in Ahausen ist sanierungsbedürftig: Darüber diskutierte am Montag der Ahauser Rat und nahm ein Verfahren in den Blick, bei dem ein Teil der Fahrbahn abgefräst und dann wieder mit Split aufgefüllt wird. 200 Meter des Weges sollen zunächst als Testbereich dienen.

Ahausen – Wer von Ahausen über den Wirtschaftsweg Richtung Waffensen fährt, egal, ob auf vier oder zwei Rädern, muss auf der Hut sein. Denn die Fahrbahn hat ihre besten Tage längst hinter sich. Stattdessen reiht sich auf dem Waffenser Weg Schlagloch an Schlagloch. „Wir hatten das so nicht ganz auf dem Plan, da wir in den vergangenen Jahren die Straße stellenweise lediglich geflickt haben“, erklärte Jörg Küsel (CDU) am Montag dem Ahauser Gemeinderat, wo der Zustand des Weges auf der Tagesordnung stand.

Zusammen mit Wegemeister Robert Abel (FDP) hatte sich Küsel im Vorfeld auf Lösungssuche begeben. Konkret dreht es sich um den Teil hinter dem Kopfsteinpflasterabschnitt. „Wir haben die Möglichkeit, diesen Teil des Weges etwa zehn Zentimeter tief auszufräsen und dann eine doppelte Splitschicht aufzutragen“, erläuterte Küsel. „Das ist mit das einfachste Verfahren. Damit wird zwar aus dem Waffensener Weg keine Schnellstraße, aber das soll er ja auch nicht sein, sondern einfach nur eine ebene Fläche sein.“

Keine Erleichterungen für Durchgangsverkehr

Das fand die Zustimmung der Ratsmitglieder: „Die Hoffnung ist natürlich auch da, dass die Straße mit der Splitschicht zum Fahren nicht mehr so attraktiv ist und so vielleicht auch eher aus Routenvorschlägen im Navigationsgerät herausrutscht“, erklärte Birgit Gundlach (SPD). Für Ulrich Ebert (Grüne) stellten sogar die Schlaglöcher kein Problem da: „Schon ein Tempo-30-Schild könnte die Lösung sein. Wir müssen uns fragen: Wollen wir Erleichterungen für den Durchgangsverkehr? Immerhin führt der Weg durch ein Naturschutzgebiet.“

Maic Hogrefe (CDU) war da schon vorsichtiger: „Wir müssen da schon was tun, sonst geht uns da irgendwann der erste Radfahrer über Kopf.“

Robert Abel (FDP) wiederum sei guter Dinge, „dass man das auch mit dem sogenannten ,wassergebundenen Verfahren‘ gut hinbekommen könnte“. „Man braucht ja nicht immer eine Asphaltdecke, und dabei darf man ja da auch nicht die Pflege vergessen, die immer mal wieder notwendig ist.“ Das fand allerdings keine Mehrheit, stattdessen befürworteten die Ratsmitglieder Küsels Vorschlag mit der Splitschicht.

Ganz günstig ist dieses Verfahren allerdings nicht, für die Strecke über einen Kilometer kalkuliert Küsel etwa 54 000 Euro – „und das Geld haben wir nicht“, machte der Bürgermeister gegenüber dem Gemeinderat deutlich. Ein Grund, weswegen eine Option ist, zunächst testweise lediglich 200 Meter für rund 10 000 Euro in diesem Verfahren herzurichten, „um noch im Kostenrahmen zu bleiben“, so Küsel. Als möglicher Abschnitt ist der Teil an der Kurve im Gespräch, wo der aktuelle Zustand am schlechtesten ist.

Wir können dieses Verfahren an einer kaputten Straße, die man nicht mehr kaputter machen kann, testen.

Jörg Küsel

„Wir können dem neuen Rat zumindest schon einmal eine Entscheidungsbasis liefern“, schlug Abel vor. „In ein bis zwei Jahren sehen wir uns den Testabschnitt noch einmal an, ob es funktioniert hat, oder nicht.“ Das sei eine tolle Chance, so Küsel: „Wir können dieses Verfahren an einer kaputten Straße, die man nicht mehr kaputter machen kann, testen.“

Beschluss gleich nach den Sommerferien

Von den Maßnahmen ausgeschlossen ist erst einmal der Kopfsteinpflasterabschnitt, ebenso wie der Teil direkt hinter dem Ahauser Ortsschild. „Dadurch, dass der Untergrund dort sehr moorig ist, sackt die Straße immer wieder ab“, so Küsel. Dort solle allerdings in diesem Jahr nichts mehr passieren. „Grundsätzlich möchten Anwohner und Jäger da ohnehin nicht viel Verkehr“, sagte Küsel. „Aber es schon nicht ganz einfach, allen – Anwohnern, Autofahrern, Radfahrern – gerecht zu werden, und für Autos und Fahrräder eine möglichst kostengünstige Lösung zu finden.“ Natürlich könne man auch sagen, man mache die Straße kaputt und schottert sie. „Dann fährt da kein Auto mehr durch – aber auch kein Fahrrad. Und das wäre schade.“

In der ersten Sitzung nach den Sommerferien will Küsel eine detailliertere Beschreibung der Maßnahme vorstellen, und zumindest der Testbereich soll noch vor dem Winter im anvisierten Verfahren saniert werden.

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