Schildertausch zu Pfingsten

Unbekannte erlauben sich Scherz: Ahausen wird zu Unterstedt

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Vertauschte Ortsschilder in Ahausen an der Kreisstraße 205 (l.) und in Unterstedt an der Bundesstraße 215.

Ahausen/Unterstedt – Wer am Pfingstmontag nach Ahausen oder nach Unterstedt gefahren ist, hat vielleicht zweimal hingeschaut, ob er überhaupt am richtigen Ort ist. Unbekannte haben sich den Spaß erlaubt, jeweils ein Ortschild auszutauschen, und führten damit sozusagen eine Gebietsreform ganz eigener Art durch.

Aufgefallen ist das Olaf Ohlsen aus Unterstedt bereits früh am Morgen, als er im Dorf unterwegs war. Er musste gleich stutzen, denn wer aus Rotenburg auf der Bundesstraße 215 in Unterstedt reinfuhr, war laut Eingangsschild in Ahausen. Ortsauswärts wurde außerdem nicht auf die Kreisstadt, sondern auf Hellwege verwiesen – laut Schild fünf Kilometer entfernt.

Nun war das natürlich Unsinn. „Da hat jemand über Nacht die beiden Schilder ausgetauscht“, schoss es Ohlsen gleich durch den Kopf. Er informierte Unterstedts Ortsbürgermeister Uwe Lüttjohann (SPD) sofort über den Schildertausch. „Das finde ich überhaupt nicht witzig“, war dessen erster Kommentar. Sofort machte er sich auf den Weg, die übrigen Schilder in Unterstedt zu überprüfen. Es ist aber bei dem einen Schildertausch geblieben.

„Danach bin ich nach Ahausen gefahren, um zu sehen, ob das Schild unserer Ortschaft dort abgeblieben ist“, erklärte Lüttjohann im Gespräch mit der Kreiszeitung. Und siehe da, an der Kreisstraße 205 wurde er am Ahauser Ortsausgang Richtung Hellwege fündig. Per E-Mail informierte Lüttjohann den Ahauser Wegemeister Jörg Küsel über den „Scherz von Pfingstochsen“. Lüttjohann sieht die Angelegenheit trotz Verständnislosigkeit gelassen. „Eine Anzeige werde ich nicht erstatten.“

So sieht das auch der Gemeindebürgermeister von Ahausen, Claus Kock (CDU). Auf Anfrage erklärte er, dass er erst durch „seinen“ Wegemeister, Jörg Küsel, von dem „schlechten Scherz“ erfahren habe. „Vor einigen Jahren ist schon einmal ein Schild bei uns ausgetauscht worden, aber nicht an einer Kreisstraße, sondern an einer Nebenstraße“, erinnerte er sich vage.

Dieses Mal haben sich die Scherzbolde besonders viel Mühe gegeben. Die Schilder wurden nämlich ordnungsgemäß ab- und wieder angeschraubt – nur eben an falscher Stelle. Und genau das machte gestern Morgen ebenfalls die Straßenmeisterei, aber das wiederum am angestammten Platz.

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