Einstimmige Wahl

Rainer Henke ist Ahausens neuer Bürgermeister

Der neue Ahauser Bürgermeister Rainer Henke (vorne) mit seinen Stellvertretern Claus Kock (v.l.) Corinna Ader-Schumann und Maic Hogrefe.
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Der neue Ahauser Bürgermeister Rainer Henke (vorne) mit seinen Stellvertretern Claus Kock (v.l.) Corinna Ader-Schumann und Maic Hogrefe.

Die Gemeinde Ahausen hat einen neuen Bürgermeister. Der CDU-Mann Rainer Henke übernimmt das Amt von Jörg Küsel.

Ahausen – Wenig Überraschungen, aber ein neuer Bürgermeister sind das Ergebnis der konstituierenden Sitzung des Ahauser Rates am Montagabend. Die Wahlsiegerin, die CDU, hatte schon im September im Internet bekannt gegeben, wie die Führungsspitze der Kommune künftig aussehen soll: Rainer Henke, von 160 Mitbürgern in den Rat gewählt, soll Bürgermeister werden, allgemeine Verwaltungsvertreterin und stellvertretende Bürgermeisterin bleibt Corinna Ader-Schumann (SPD, 289 Stimmen), der zweite Stellvertreter ist Maic Hogrefe und der dritte Claus Kock (beide CDU).

Der Rat folgte mit jeweils einer Enthaltung einstimmig dem Vorschlag. Henke am Montag bei seinem Amtsantritt als Bürgermeister: Als er vor fünf Jahren im Rat angefangen habe, hätte er nicht gedacht, dass er dort mal als Bürgermeister sitzen werde.

Kock hatte im Juni 2020 nach neun Jahren sein Amt als Bürgermeister abgegeben. Ihm folgte Jörg Küsel (CDU), der in diesem Jahr bekannt gab, nicht weitermachen zu wollen. Ader-Schumann war seit dem Rücktritt von Kock als stellvertretende Bürgermeisterin im Amt. Montag bestätigte sie, dass sie „sehr, sehr gerne“ weitermache. Henke zuvor: „Sie übt das Amt seit anderthalb Jahren mit viele Engagement und Elan aus.“ Dass sie die Wahl annahm, freute ihn besonders.

CDU mit Mehrheit im Rat

Die Sitzung leitete zunächst Kock als Ratsältester, bis die Wahl auf den neuen Bürgermeister fiel. Zuvor vereidigte der Altbürgermeister per Faustcheck die aktuellen Ratsmitglieder. Völlig neu dazu gestoßen und bislang nicht politisch aktiv waren bis dato Anja Lange (CDU), die mit 227 Stimmen gleich hinter Kock (254) und vor Henke (160) direkt in den Rat gewählt wurde. Jörg Intemann aus Eversen, der im Juni 2020 die Nachfolge der plötzlich verstorbenen, langjährigen Ratsfrau Gerda Hollmann antrat, schaffte es mit 122 Stimmen über die Liste in den Gemeinderat.

Der Wahlkampf gelohnt hat sich für Bündnis 90/Die Grünen, für die Ulrich Ebert mit 86 Stimmen direkt gewählte wurde und Heinrich Hahn mit 79 Stimmen über die Liste hinein kam. Karsten Hollmann löste bei PoP (Politik ohne Partei) Heiko Behrmann mit einem Direktmandant (81 Stimmen) ab und vertritt mit Robert Abel (141 Stimmen) den Verein. Kurz gesagt, die CDU hat fünf Sitze, die anderen drei Gruppen jeweils zwei.

Das sind die Ausschüsse des Ahauser Gemeinderates

Im Ausschuss für Kindertagesstätte, Jugend, Sport, Kultur und Spielplätze sitzen für die CDU Anja Lange, Maic Hogrefe und Claus Kock sowie als Nichtratsmitglied (NR) Sascha Wulf, Birgit Gundlach (SPD) mit Verena Klich (NR), Heinrich Hahn (Bündnis 90/Die Grünen) mit Claudia Grieger (NR) sowie Karsten Hollmann für PoP, ein Nichtratsmitglied wird laut Abel noch benannnt; für beide Ausschüsse. Birgit Gundlach und Anja Lange (Vertretung) sitzen dem Ausschuss vor.

Im Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt, Bau, Wegeplanung und Friedhof, dessen Vorsitz Rober Abel und Ulrich Ebert (Vertreter) inne haben, sitzen Jörg Intemann, Maic Hogrefe, Anja Lange und Christian Kettenburg (NR), Corinna Ader-Schumann und Andreas Henke (NR), Ulrich Ebert und Carsten Kaßburg (NR) sowie Robert Abel. Er wurde außerdem erneut zum Wegemeister der Gemeinde gewählt.

Dafür, dass Ahausen jetzt drei Bürgermeister hat, musste die Geschäftsordnung geändert werden. Das gelang problemlos. Henke, selbstständiger Handwerker, nannte als Grund für drei Vertreter, dass er derzeit noch Vollzeit arbeite und im Herbst 2022 in Rente zu gehen plant.

Rat verzichtet auf Verwaltungsausschuss

Auf den Verwaltungsausschuss verzichtet der Rat erneut. „Wenn wir auf den Verwaltungsausschuss verzichten, wird die Ratsarbeit interessanter und die Ratsmitglieder sind besser informiert“, so Henke. „Wir haben nächstes Jahr viel auf dem Plan.“ Die Sitzverteilung für die beiden verbleibenden Ausschüsse wäre aufgrund des Wahlergebnisse krumm ausgefallen, vier (CDU) zu jeweils 1,33 für die anderen Parteien. Dafür hätte das Losverfahren angewandt werden müssen. „Das ist undemokratisch“, beschied Henke. Daher beschloss der Rat, die Ausschüsse auf jeweils zehn Sitze aufzustocken: Vier für die CDU, zwei für die jeweils anderen Parteien. Davon wiederum ist immer eine Person ein Nichtratsmitglied.

Zum Schluss wandte sich Henke noch mit ein paar Worten an Ratsmitglieder und Zuhörer. „Ich habe Respekt vor dem Amt als Bürgermeister, aber ich freue mich darauf. Wir haben viel zu tun.“ Doch er sehe kein Problem, „wenn wir weiterhin so gut zusammen arbeiten, wie in den vergangenen fünf Jahren“. Henke kündigte noch für dieses Jahr eine weitere Ratssitzung an, damit es mit dem Baugebiet „Zwischen den Wegen“ weitergehe. Vergeben werden müsse außerdem noch der Winterdienst, für den Küsel in seiner Amtszeit noch Angebote eingeholt hatte.

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