Erhebliche Mängel

Ahausen fördert Schießstand-Renovierung

Der Eversener Schießstand
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Der Eversener Schießstand hat Mängel.

Eversen – Der Schützenverein Eversen, „ist einer von vielen wichtigen Vereinen hier im Ort“. So umschrieb es Bürgermeister Jörg Küsel (CDU) auf der jüngsten Sitzung des Gemeinderats. Begonnen hatte er den Satz damit, dass der Schützenverein einer „der“ Vereine sei und damit teilt Küsel wahrscheinlich die Einschätzung vieler Anwohner. Der Anlass dieser Beschreibung war ein Antrag des Vereins auf Bezuschussung.

Maic Hogrefe, Schießsportleiter und Gemeinderatsmitglied (CDU), erläuterte die Hintergründe: „Bei der letzten Schießstandabnahme durch den Landkreis Rotenburg wurden erhebliche Mängel festgestellt.“ Unter anderem beim Brandschutz und der Instandhaltung der Anlage. Das will und muss man nun beheben. „Insgesamt haben wir eine Fördersumme von 24 900 Euro errechnet“, erklärte Hogrefe nach der Sitzung.

Dies sei die maximale Fördersumme. Sollte diese zusammen kommen, werde das Geld für Material ausgegeben, der Verein stecke noch einmal entsprechende eigene Gelder und vor allem auch Eigenleistung in das Projekt. Die Gelder sollen also sowohl über den Landkreis als auch durch die Gemeinde sowie vom Verein selber kommen. Trotz der verschiedenen Stellen, die angesprochen werden, steht aktuell noch eine Differenz zwischen der Fördersumme und dem Eigenanteil des Vereins im Raum.

Da die final benötigten Summen noch nicht ganz genau feststehen, „können wir über die Differenz so noch nichts beschließen“, erklärte Küsel. Der Gemeinderat konnte aber im ersten Schritt schon einmal über die beantrage Summe in Höhe von 4 980 Euro sprechen. „Dieses Geld wollen wir im Haushalt einstellen. Unter dem Vorbehalt, dass das Projekt dann auch umgesetzt wird“, so der Vorschlag des Bürgermeisters. Dabei müsse man eine Vereinbarung abschließen. Im Grunde werde die Summe dabei über einige Jahre abgeschrieben. Der Beschluss ist für den Verein elementar, erklärte Hogrefe im Verlauf der Diskussion: „Ohne den Schießstand entfällt uns die Gemeinnützigkeit des Vereins, dann ist der Sinn des ganzen Vereins hinfällig“, betonte er.

Ob man dann wirklich den Verein auflösen müsse, sei im Grunde nicht klar, erklärte Hogrefe später detaillierter. Einen solchen Fall habe es noch nicht gegeben, „man müsste das dann prüfen“. Insgesamt sei die Situation momentan schwierig. Zum einen fallen viele Veranstaltungen, bei denen der Verein normalerweise Gelder einnehmen kann, seit Monaten aus.

„Im Rahmen der bisherigen Anträge, die wir gestellt haben, sind beispielsweise Ideen enthalten, die es unseren körperlich eingeschränkten Mitgliedern ermöglichen würden, den Sport auszuüben – das ist aber bisher vom Landkreis überhaupt nicht berücksichtigt worden“, kritisiert der Ratsherr den Stand der Verhandlungen in Sachen Erneuerung.

Er hoffe, dass man nun zu Ende Februar mehr wisse, denn dann sollen entsprechende Bescheide kommen. Insgesamt sei die Situation für die Vereine auch deshalb schwierig, weil keine Versammlungen, auf denen man das ein oder andere klären könnte, stattfinden.

Der Rat hat immerhin einstimmig beschlossen, die Summe von rund 5 000 Euro in den Haushalt einzustellen. Und die anstehende Jahreshauptversammlung des Vereins findet am Samstag, 6. Februar, von 20 Uhr an als Online-Versammlung statt. Eine genaue Beschreibung, wie die Vereinsmitglieder sich beteiligen können, stellt der Verein online unter www.sv-eversen.de zur Verfügung.

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