CDU-Kreischef Ehlen: „Einer wird noch kommen“

Achim Figgen will in den Landtag

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Wie sich ein Sieg anfühlt, weiß Achim Figgen schon, ist er doch seit diesem Jahr Schützenkönig in Sottrum. Jetzt will er sich im Niedersächsischen Landtag für die Region engagieren. Vorher muss er aber genügend seiner Mitstreiter von sich überzeugen, um für den Südkreis zu kandidieren.

Sottrum - Von Guido Menker. Wenn die CDU-Mitglieder im Südkreis am 15. Februar über die Kandidatur für die Landtagswahlen am 14. Januar 2018 entscheiden, gibt es nicht nur einen Bewerber.

Nachdem Eike Holsten, CDU-Gemeindeverbandsvorsitzender in Rotenburg, Kreistagsabgeordneter und Mitglied des Rotenburger Stadtrates, vor gut einer Woche seine Bewerbung bekanntgegeben hatte, hat nun auch Achim Figgen, der im Gemeinderat in Sottrum einen Sitz hat, seinen Hut in den Ring geworfen. „Der Kreisvorstand und die Gemeindeverbandsvorstände sind bereits informiert“, schreibt die Fraktionsvorsitzende der CDU im Sottrumer Gemeinderat, Friederike Paar.

Bei der Nominierung der CDU hoffe Achim Figgen nun auch auf die Unterstützung der Parteimitglieder aus den anderen Gemeinden des Wahlkreises: „Während meiner beruflichen Tätigkeit in der privaten Wirtschaft habe ich erfahren, welche Auswirkungen politische Entscheidungen gerade für kleine und mittelständische Betriebe sowie deren Arbeitsplätze haben können. 

Das gilt auch für die bäuerliche Landwirtschaft. Meine diesbezüglichen Erkenntnisse sehe ich zusammen mit den Erfahrungen aus Partei- und Kommunalpolitik sowie aus meinen ehrenamtlichen Aktivitäten als ideale Grundlage für die Arbeit im niedersächsischen Landtag“, wird Figgen in der Pressemitteilung zitiert.

Die richtige Zeit für Hannover

Der 47-jährige Ingenieur stamme aus einem kleinen Dorf im Sauerland und lebe seit fast 20 Jahren in Sottrum. Mit dörflichen Strukturen sowie den Problemen, aber auch den Vorzügen des Landlebens sei er bestens vertraut. „In den vergangenen Tagen“, so Achim Figgen, „bin ich von Mitbürgerinnen und Mitbürgern sowie von Parteifreunden gefragt worden, ob ich mir eine Kandidatur vorstellen könnte. 

Nach kurzer Überlegung und aus voller Überzeugung habe ich mich entschlossen, diesen Schritt zu tun.“ Die Unterstützung aus den eigenen Reihen habe ihn bestärkt, sich für die Arbeit in Hannover zu entscheiden. Auch seine Frau stehe bei der Entscheidung hinter ihm.

„Ich bin schon immer politisch interessiert, und es ist einfach eine spannende Sache, mehr für seinen Ort zu tun, als das auf Gemeindeebene möglich ist“, so Figgen. Er habe genug Lebenserfahrung gesammelt und sich politisch auf Gemeindeebene weiterentwickeln können, auch als Journalist habe er einiges von der Welt gesehen und „über den Tellerrand“ geschaut. 

Außerdem sei es gut für die Politik, wenn auch einmal jemand aus der Arbeitswelt kandidiere, ist sich Figgen sicher. Jetzt sei die richtige Zeit für den ehemaligen Journalisten, den Sprung nach Hannover zu wagen. „Eine solche Chance bietet sich nicht oft, da musste ich nicht lange überlegen, ob ich mir eine Kandidatur vorstellen kann.“

„Dass da noch was kommt, war mir klar“, so der CDU-Kreisvorsitzende Hans-Heinrich Ehlen, der im Nordkreis ebenso nicht mehr für die Landtagswahl antreten will, wie Mechthild Ross-Luttmann im Südkreis. Nachfolger werden also gesucht, und „bis fünf Minuten vor der Wahl kann sich jeder melden“, so Ehlen. Er halte Figgen für einen fähigen und intelligenten Mann. Ehlen ist sich sicher: „Einer wird noch kommen!“

Eike Holsten bezeichnet Achim Figgen als einen „guten Parteifreund“. Mit der nun auftauchenden Konkurrenz weiß er umzugehen. „Es ist in jeder Partei üblich, dass es einen Wettstreit gibt.“ Das sieht auch Figgen ähnlich. „Es ist immer gut, wenn es einen Wettbewerb gibt.“ Allerdings macht der Sottrumer auch gleich deutlich: „Ich würde nicht antreten, wenn ich nicht wüsste, dass ich gewinnen kann.“

Samtgemeinde-Politiker unterstützen Figgen

Die Unterstützung führender Politiker aus der Samtgemeinde-CDU ist Achim Figgen laut Friederike Paar dabei schon einmal sicher. „Auch aufgrund seiner ehrenamtlichen Tätigkeiten ist Achim gut vernetzt und weiß, wo den Leuten der Schuh drückt. Er ist nah an den Menschen und der Richtige, wenn es darum geht, die Interessen des Südkreises in Hannover zu vertreten“, ist Sottrums Bürgermeister Hans-Jürgen Krahn überzeugt. 

Sein Amtskollege Claus Kock aus Ahausen ergänzt: „Achim Figgen hat nicht Politik gelernt, aber er ist hervorragend in die Politik hineingewachsen durch die Arbeit im Gemeinderat und sein ehrenamtliches Engagement. Er bringt das richtige Alter und die richtige Portion Lebenserfahrung für die Arbeit als Landtagsabgeordneter mit.“ Zudem schade der Blick von außen nie. Das gelte gerade auch für die Politik.

Für Hermann Holsten, Bürgermeister in Bötersen, ist ein weiterer Punkt ganz wichtig: „Achim ist mir in all den Jahren immer als absolut authentisch aufgefallen. Er ist so, wie er ist – unverstellt.“ Das habe sich erst jüngst wieder bezahlt gemacht: „Achim Figgen ist nah an den Menschen. Bei der Kommunalwahl hat er die zweitmeisten Stimmen von allen CDU-Kandidaten bekommen und damit mehr als der SPD-Spitzenkandidat“, erklärt Friederike Paar.

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