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Bildgewaltige Erfolgsgeschichte: Achim Figgen und Dietmar Plath veröffentlichen Buch über Airbus

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Von: Judith Tausendfreund

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Dietmar Plath und Achim Figgen mit ihrem neuen Buch. Darin zeigen sie die Geschichte des Flugzeugbauers unter anderen in imposanten Bildern.
Dietmar Plath und Achim Figgen mit ihrem neuen Buch. Darin zeigen sie die Geschichte des Flugzeugbauers unter anderen in imposanten Bildern. © Tausendfreund

Für Dietmar Plath und Achim Figgen ist der Flugzeugbauer eine europäische Erfolgsgeschichte. In einem neuen Buch widmen sich die beiden Flieger-Enthusiasten der Geschichte des Konzerns. Dabei lassen sie vor allem Bilder für sich sprechen.

Otterstedt/Sottrum – Dietmar Plath aus Otterstedt gehört zu den erfahrensten Fotografen in der Welt zwischen Himmel und Erde – so beschreibt es der Pressetext zu seinem neuesten Werk. Und besser kann man es wohl auch nicht beschreiben. Mehr als 130 Länder auf allen Kontinenten hat er schon besucht, getrieben von einer durchaus ungewöhnlichen Leidenschaft:

„Ich wollte Flugzeuge da zeigen, wo sie im Einsatz sind“, beschreibt er seine Motivation. Dabei will er nicht nur das Flugzeug an sich zeigen, sondern eben auch die Menschen, die Landschaft, kurz: das Land, in dem sich das jeweilige Flugzeug befindet. Ein Teil dieser Bilder ist auch im neuen Buch Plaths, „Fünf Jahrzehnte Airbus“, das er gemeinsam mit Achim Figgen herausgibt, zu sehen.

„Ich wollte auch immer, dass andere die Fotos sehen und sich daran erfreuen“, beschreibt er weiter seine innere Triebfeder. Die Ergebnisse sind unbedingt beeindruckend, der Fotograf hat interessante Flugzeuge in faszinierenden Landschaften festgehalten und viele eindrucksvolle Reportagen in renommierten Magazinen wie Geo, Stern, Time, Aero International, Flight International und Aviation Week veröffentlicht.

Arbeit beim Luftfahrtmagazin Aero International

Der Autodidakt absolvierte ursprünglich bei den Vereinigten Flugtechnischen Werken (VFW) in Bremen eine Ausbildung zum Industriekaufmann und wurde anschließend Pressereferent des Unternehmens. 1981 verschmolzen die VFW mit dem Messerschmitt-Bölkow-Blohm-Konzern, der Ende der 1980er Jahre von der Deutschen Aerospace AG übernommen wurde, einem Unternehmen des Airbus-Konsortiums. Dort wurde Plath 1993 Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit von Airbus Deutschland in Hamburg-Finkenwerder.

Plath ist auch ehemaliger Chefredakteur des Luftfahrtmagazins Aero International, und aus dieser Zeit ist er mehr als gut mit dem 53-jährigen Achim Figgen aus Sottrum bekannt, den viele vor allem als Geschäftsführer des Flugplatzes in Rotenburg kennen, seit vier Jahren ist der Diplom-Ingenieur Figgen dort aktiv. Aber auch er war 20 Jahre lang bei Aero International, dem Online-Portal für Zivilluftfahrt, er war dort stellvertretender Chefredakteur.

Es ist daher nicht verwunderlich, dass Plath und Figgen als eingespieltes Team auch gerne gemeinsame Werke angehen. So veröffentlichten die beiden im Jahr 2006 „Boeing Verkehrsflugzeuge: Von den Anfängen bis zur 787“ und 2013 den „Typenatlas Verkehrsflugzeuge: Alle Passagier- und Frachtmaschinen“. Nun haben sie ein möglicherweise letztes, gemeinsames Buch „Fünf Jahrzehnte Airbus“ verfasst. „Dieses Projekt war mir eine Herzensangelegenheit“, betont Plath.

Lebenswerk mit 192 Seiten

Denn sein Lebenswerk Airbus stecke in den 192 Buchseiten, die mit etwa 220 Abbildungen einen in dieser Form sicher einmaligen Fotoband darstellen. Einmalig ist der Band zum einen aufgrund der fesselnden Fotografien von Plath. Er ist aber auch einmalig, da er inhaltlich geballtes Fachwissen rund um das ganze Thema Airbus enthält.

„Ein solches Standardwerk hat es so in dieser Zusammenstellung bisher nie gegeben“, weiß Plath. Die Erfolgsgeschichte der europäischen Jets, hier kann man sie nachlesen. „Es ist wirklich ein gutes Gefühl, dass uns das gelungen ist“, beschreibt auch Figgen seine Zufriedenheit mit dem Bildband. „Solche Bücher haben ihre Berechtigung, denn die Informationen, die wir hier zusammen getragen haben, sind weder im Internet noch in anderen Medien so zu finden“, so der Autor. Der Zeitaufwand sei entsprechend groß gewesen, gibt er zu, und doch gibt es eben viele, die das Thema ebenso fesselnd finden wie die beiden Macher des Bildbands.

„Alleine die vielen Menschen, die in der kommerziellen Luftfahrt arbeiten, aber eben auch die vielen Menschen, die in ein Flugzeug steigen, um zu reisen, haben mit dem Thema zu tun“, so Figgen. Ein spannender Aspekt innerhalb der Geschichte von Airbus sei dabei auch der europäische. „Hier funktioniert Europa, hier hat Europa etwas Gemeinsames hervorgebracht“, formuliert er seine Erfahrung mit dem Unternehmen. Eine noch größere Erfolgsgeschichte würde es wohl wahrscheinlich nicht geben, vermutet Figgen.

Das Buch

Das Typenbuch „Fünf Jahrzehnte Airbus“ ist Ende August erschienen. Es ist eine vollständig aktualisierte Neuausgabe des Standardwerks von Achim Figgen und Dietmar Plath und wurde vom GeraMond Verlag verlegt. Es kostet 45 Euro. 

In den einzelnen Kapiteln hat er detailliert den Werdegang der einzelnen Flugzeuge herausgearbeitet. „Warum sieht es aus, wie es aussieht und auch der geschichtliche Aspekt ist mir immer ein wichtiges Anliegen“, schildert der Autor. Figgen wollte schon immer mal „etwas mit Flugzeugen“ zu tun haben, in Stuttgart studierte er Luft- und Raumfahrttechnik, ehe er sich 1995 vom Ingenieursleben ab- und dem Schreiben zuwandte. Das jetzt vollendete Werk habe er ganz unbedingt noch zu Ende bringen wollen.

„Figgen versteht die technischen Zusammenhänge“, weiß Path aus jahrelanger Erfahrung nur zu gut. Auch er betont, dass die zahlreichen Informationen, die für das Buch zusammengetragen wurden, in dieser Form bei keiner anderen Quelle so zu finden seien.

Beide, sowohl Figgen als auch Plath sind auf ihre Art und Weise durchaus als Künstler zu bezeichnen. Flugzeuge, die sich gerade im Landeanflug befinden, zu fotografieren, ist eine Herausforderung. Aber auch, vom Airbus A350 über Tupolew bis hin zum Regionaljet, vom Passagierflieger bis zum Frachter die verschiedenen Flugzeugtypen verständlich und kompetent zu beschreiben. Und beides gemeinsam zu betrachten, macht vor allem eines: Spaß.

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