Rat verabschiedet Projektplan

„Sottrum 2030“: 79 Maßnahmen beschlossen

Die B75 in Sottrum.
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Mit „Sottrum 2030“ überdenkt die Gemeinde unter anderem Verkehrsströme.

Der Sottrumer Gemeinderat hat den Maßnahmenkatalog für das Entwicklungskonzept „Sottrum 2030“ beschlossen. Dessen Ausarbeitung geht damit in die Endphase.

Sottrum – Knapp 2,5 Jahre ist es her, als der Stein so langsam ins Rollen gekommen war. Damals hat die Grünen-Fraktion im Sottrumer Gemeinderat öffentlich einen langfristigen Aktionsplan für die Kommune gefordert, um Entscheidungen mit Weitsicht treffen zu können. Die Idee vom Entwicklungskonzeptes „Sottrum 2030“ war geboren. Im Rat stieß man damals einige Monate später auf Zustimmung, und jetzt – Ende Mai 2021 – ist der Plan soweit aufgestellt.

Der Rat hat am Mittwoch den noch im geringen Umfang geänderten Maßnahmenkatalog verabschiedet. Gerade rechtzeitig, um ihn den neuen Rat, der sich nach der Kommunalwahl im September konstituieren wird, an die Hand zu geben. Verpflichtend ist dieser Maßnahmenkatalog nicht. „Es ist kein Gesetz“, macht Bürgermeister Hans-Jürgen Krahn (CDU) nach der Präsentation der Maßnahmen am Mittwochabend deutlich. Es sei eher ein Leitfaden.

Insgesamt 79 Maßnahmen hat die Gemeinde mit dem Büro „plan zwei“ aus Hannover ausgearbeitet, 16 davon sind sogenannte Schlüsselprojekte. Damit sollen 32 Leitziele aus sieben Handlungsfeldern nach Möglichkeit bis ins Jahr 2030 abgearbeitet werden: Gewerbeentwicklung, Verkehrsströme, Umwelt, Ortsbild, Einkaufen, Wohnen, soziale Infrastruktur, Kultur. Vieles hängt miteinander zusammen, so Ulrich Berding, Chef von „plan zwei“, bei der Vorstellung der Maßnahmen. Es gibt ebenfalls eine Art Plan, wie alles umgesetzt werden kann. Der ist Bestandteil des Endberichts zu „Sottrum 2030“, der nun noch ausformuliert werden muss.

Berding ließ die vergangenen Jahre noch einmal Revue passieren. Das hat er bei seinen vergangenen Auftritten im Rat immer wieder gemacht, untermauert er damit doch die Wertigkeit des Konzeptes innerhalb des Dorfes. „Sottrum 2030“ ist dank der umfassenden Öffentlichkeitsbeteiligung schon lange kein Kind der Lokalpolitik mehr, sondern eins von allen in der Wieste-Gemeinde. Vor der Pandemie hat man mit sogenannten Dialogforen Ideen bei den Sottrumern gesammelt. Mit Corona wurde die Debatte ins Internet verlagert. Viel wurde seit Beginn des Aufstellungsprozesses von „Sottrum 2030“ geredet, viele Sitzungen wurden zum Thema abgehalten, nun folgte schlussendlich die Abstimmung über die Endfassung.

Durch die Bürgerbeteiligung ist „Sottrum 2030“ nicht ,grünen Tisch‘ entstanden, es war ein intensiver Austausch“, sagt Berding. Bei der Online-Befragung gab es seinen Angaben nach „tausende Klicks“, 170 Beitragende aus der Bevölkerung und überwiegende Zustimmung aus der Gemeinde. „Es gab überwältigend viele positive Bewertungen, manches wurde auch kritisch diskutiert.“ Über diese Themen sei dann nochmal nachgedacht worden. Schlussendlich gebe es „viel Rückenwind, das bestätigt den Gesamtprozess und auch den Rückhalt, der für ,Sottrum 2030‘ sehr wichtig ist“.

Lühr Klee (Grüne) verwies in der kurzen Aussprache auf die Anfänge: „Wer hätte vor Jahren gedacht, dass wir uns so konkret und umfassend mit der Gemeinde auseinandersetzen werden? Wir waren früh der Meinung, dass wir von ad hoc Entscheidungen wegkommen müssen hin zu perspektivorientierten Entscheidungen.“ Er sei glücklich über den großen Konsens innerhalb der Politik und hoff natürlich auf Einmütigkeit, wenn es konkret wird. Rainer Loss (CDU) zeigte sich beeindruckt von den Workshops im Heimathaus. „Viele Bürger waren beteiligt, ich hätte nie gedacht, dass wir fast 80 Maßnahmen bekommen.“ Er lobte ebenfalls das Miteinander im Rat. „Es ging immer um Sache, nie um Parteien.“ Hans-Jürgen Brandt (SPD) geht wie Heinz-Wilhelm Oetjen (FDP) davon aus, dass es in Detailfragen noch Diskussionen geben wird.

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