Nach mutmaßlicher Verpuffung ins Krankenhaus

Unfall an Heizungsanlage: Taakener atmet giftige Dämpfe ein

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Mit Atemschutzgeräten rückte die Feuerwehr in das Gebäude ein.

Taaken - Im Keller eines ehemaligen Bauerhofes in Taaken ist es am Sonntagnachmittag in einer Heizungsanlage mutmaßlich zu einer Verpuffung gekommen. Das berichten die Polizei sowie die Feuerwehr in der Samtgemeinde Sottrum. Dabei zog sich der 54 Jahre alte Bewohner des Hauses leichte Verletzungen zu, Rettungskräfte brachten den Mann ins Rotenburger Diakoniekrankenhaus. Die Ursache des Feuers ist noch unklar, die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Wie die Beamten mitteilen, hatte eine Nachbarin des 54-Jährigen gegen 16 Uhr in der Nähe des Hauses Brandgeruch und Qualm wahrgenommen und die Feuerwehr gerufen. Die alarmierten Wehren rückten mit mehr als 60 Einsatzkräften und sechs Löschfahrzeugen an und lokalisierten die Heizungsanlage im Keller als Gefahrenherd.

Die Feuerwehr ging mit einem Trupp unter Atemschutz und einem sogenannten C-Rohr in das Gebäude vor und brachte zunächst den verletzten Hausbewohner ins Freie. Nach Polizeiangaben hatte er giftige Dämpfe eingeatmet. „Nach der Übergabe an den Rettungsdienst wurde der Mann später in die Klinik nach Rotenburg transportiert“, berichtet der Sprecher der Feuerwehren in der Samtgemeinde, Erik Robin.

Rauchentwicklung im Heizungsraum

Unterdessen habe sich gezeigt, dass es im Heizungsraum eine starke Rauchentwicklung gab, ein offenes Feuer wurde aber nicht festgestellt. Die Brandschützer schließen nicht aus, dass es zwischenzeitlich zu einem Brand gekommen war, geht aber von einer Verpuffung aus. Ihr Angriffstrupp fuhr die Heizung herunter und stellte sie ab. Danach wurden die Räume im Haus belüftet und Heizung und Schornstein mit einer Wärmebildkamera überprüft. Ein Feuer konnten die Einsatzkräfte auch da nicht feststellen.

Die ersten Mitglieder der Feuerwehr konnten die Einsatzstelle bereits gegen 16.30 Uhr wieder verlassen, so Robin weiter. Insgesamt waren fünf Ortsfeuerwehren mit sechs Fahrzeugen und 62 Einsatzkräften vor Ort. Die Polizei aus Rotenburg und der Rettungsdienst des Landkreises waren mit jeweils einem Fahrzeug und zwei Bediensteten in Taaken angerückt.

Gegen 17.15 Uhr konnte Einsatzleiter Bernd Heitmann, der Ortsbrandmeister in Taaken, die Einsatzstelle an herbeigerufene Verwandte des Hauseigentümers übergeben. 

mro

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