380.000 Euro für Ausbau

„Tine-Meyer“-Haus beschäftigt Rat der Gemeinde Horstedt

Das Kindergartengebäude, vielen bekannt unter dem Namen „Tine Meyer“, soll in Zukunft Mittelpunkt des Dorfes sein. - Foto: ho

Horstedt - Von Antje Holsten-Körner. Da es galt, einige Entscheidungen kurzfristig zu treffen, nutzten die Horstedter Ratsmitglieder die konstituierende Sitzung, um auch inhaltliche Themen zu behandeln. So musste das Fördergebiet für die Schaffung eines zentralen Dorfmittelpunktes festgelegt werden.

Hintergrund: Die Gemeinde hat einen Antrag für eine Städtebauförderung für den weiteren Ausbau der ehemaligen Gaststätte „Tine Meyer“ gestellt, die zum großen Teil als Kindergarten genutzt wird. „Unsere bisherige Planung basiert auf 381 000 Euro an Kosten, wovon zwei Drittel gefördert werden“, formulierte Bürgermeister Michael Schröck (SPD) den Antrag.

Die Kalkulation stammt noch aus der Zeit, als angedacht war, die Räume zu einer Krippe umzubauen. Durch den Neubau landeten die Pläne wieder in der Schublade. Jetzt ist angedacht, dort einen großen Raum, beispielsweise für Feiern entstehen zu lassen, Duschen für die Sportler einzubauen, die auf dem angrenzenden Fußballplatz kicken sowie einen Besprechungsraum für die Vereine.

„Die Kosten für den Ausbau werden sich auf dem Niveau der damaligen Planungen belaufen“, berichtete Schröck, hauptberuflich Architekt. Die Aufteilung sei, so der Bürgermeister, noch variabel, müsse allerdings in die Förderrichtlinien passen. „Wir wollen den Antrag mit Leben füllen“, sagte er und schlug vor, dass dies mit Arbeitsgruppen erfolgen könnte.

Wie wichtig es sein kann, kurzfristig ein Resultat vorweisen zu können, rief Jürgen Schlobohm (WFB) in Erinnerung. „Als wir damals den Zuwendungsbescheid für das Backhaus hatten, musste innerhalb von sechs Wochen der Rohbau stehen.“ Die Ratsmitglieder stimmten dem ersten Schritt, der Festlegung des Dorfmittelpunktes, genauso zu, wie die Niedersächsische Landgesellschaft (NLG) mit einzubinden.

Beim nächsten Tagesordnungspunkt fiel der Beschluss, die Kamerabefahrung des Regenwasserkanals für einen Teil der Hauptstraße vorzunehmen, bei einer Enthaltung einstimmig. „Für die Aufstellung eines Generalentwässerungsplans müssen wir wissen, woher das Wasser kommt“, so Schröck. Die aufgeführten Kosten von 4 000 Euro hielt Schlobohm aber für überzogen. „So viel Geld in den 1958 gebauten Kanal zu investieren, der garantiert abgängig ist, ist sinnlos. Das sollte auch für 500 Euro möglich sein“, sagte er. Jetzt soll der Bürgermeister ein Angebot für die Ausführung einholen.

Dagegen fiel den Kommunalpolitikern die Entscheidung leicht, die von der Volksbank Wümme-Wieste geschenkte Gartenbank anzunehmen. Die Mitglieder des demnächst tagenden Straßen- und Planungsausschusses sollen einen Platz dafür suchen. Außerdem wollen die Horstedter Ratsmitglieder ihre Gemeinde für Familien noch attraktiver machen. Daher soll probehalber die Betreuungszeit im Kindergarten auf 16 Uhr ausgeweitet werden.

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