Schüler des Sottrumer Gymnasiums erlaufen Geld

2.000-Euro-Marke ist das Ziel

Gemeinsam wollen die Schüler das Geld für einen Wasserspender in der Schule erlaufen. - Fotos: Tisemann

Sottrum - Von Jessica Tisemann. Bunte Hüttchen und rot-weißes Flatterband sperren die Laufstrecke ab. Knapp 80 Läufer warten am Startpunkt auf ihren Einsatz. Etwa 500 Meter lang ist die Runde, die die Schüler des Sottrumer Gymnasiums am letzten Schultag für den Sponsorenlauf abgesteckt haben, und sie hoffen, dass einiges an Geld dabei zusammenkommt.

Die Schüler Laura Brandt, Anna Frese, Merle Henke, Ailien Schmidt, Hendrik Schwabe, Felix Tümmel, Tina Uhlmann, Christian Weber und Hannah Weber haben sich für ihr Seminarfachprojekt für die Organisation dieses Sponsorenlaufs entschieden. Und dabei gab es einiges zu bedenken. Wie sollen zum Beispiel die Runden der einzelnen Läufer gezählt werden? Wie motiviert man die Schüler, daran teilzunehmen? Und wie funktioniert das mit der Werbung?

Für jede gelaufene Runde ein Gummiband

Auch wenn Hannah Weber zugibt, dass die Zwölftklässler den Umfang der Planung etwas unterschätzt haben, klappt an diesem Tag doch alles hervorragend. Für jede gelaufene Runde bekommen die Teilnehmer ein Gummiband, das sie sich um den Arm binden. Am Ende geben sie diese gesammelt ab und wissen, wie viele Runden sie tatsächlich gelaufen sind. Auch einen Getränkestand haben die Zwölftklässler vorbereitet, damit sich die Läufer zwischendurch stärken können.

Das Ziel, das sich die Gymnasiasten gesetzt haben ist ehrgeizig: 2 000 Euro wollen sie durch die Veranstaltung einsammeln. Davon wollen sie in der Schule einen Wasserspender einrichten, damit sich jeder sein Getränk wieder auffüllen kann. „Das Gymnasium in Ottersberg hat so etwas, und die Oberstufenschüler haben gesagt, dass ihnen hier so etwas fehlt“, so Weber. Die beiden Gymnasien haben in der Oberstufe nämlich eine Kooperation.

Sponsoren aus dem Familien- oder Bekanntenkreis

Knapp 70 Schüler hatten sich im Vorfeld für den Lauf angemeldet, doch viele seien auch spontan noch mitgelaufen. „Wir haben vor etwa zwei Wochen damit angefangen, in die Klassen zu gehen und von dem Sponsorenlauf zu erzählen“, sagt Weber. Die Resonanz sei zu Beginn noch nicht wirklich groß gewesen.

Doch dann die Wende: Am Dienstag haben die Zwölftklässler eine Durchsage in der Schule gemacht, und dann kamen die Läufer. Jeder von ihnen hat sich seine Sponsoren – meist aus dem Familien- oder Bekanntenkreis – selbst gesucht. Und auch ein Lehrer hat seine Sportschuhe geschnürt und dreht an diesem Tag Runde für Runde um den Parcours: Schulleiter Ferdinand Pals. Er war jedoch der einzige Pädagoge, den die Schüler zum Mitmachen motiviert hatten.

Übrigens: Das Ergebnis, wie viel die Schüler gemeinsam erlaufen haben, gibt es in der kommenden Woche. Das Projektteam will die Herbstferien dafür nutzen, um zu errechnen, was an Geld zusammengekommen ist. Und dann gibt es vielleicht schon bald einen Wasserspender im Gymnasium.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Bürojob: Wie sich langes Sitzen auf Ihren Körper auswirkt

Bürojob: Wie sich langes Sitzen auf Ihren Körper auswirkt

Wie werde ich Trauerredner/in?

Wie werde ich Trauerredner/in?

So lecker, so ekelig: Kaffeeautomaten sind hygienisch heikel

So lecker, so ekelig: Kaffeeautomaten sind hygienisch heikel

Hoffest der Bockhops in Asendorf-Graue

Hoffest der Bockhops in Asendorf-Graue

Meistgelesene Artikel

Geflügel- und Kleintiermarkt: Hähnewettkrähen im Schützenhaus

Geflügel- und Kleintiermarkt: Hähnewettkrähen im Schützenhaus

Landesbergamt untersucht Abfälle in alten Erdgas-Fördersträngen

Landesbergamt untersucht Abfälle in alten Erdgas-Fördersträngen

Zwei Wohnbauflächen sollen Minigolfplatz ersetzen

Zwei Wohnbauflächen sollen Minigolfplatz ersetzen

Start der Ferienbetreuung für Kinder: Pilotprojekt in der Oberschule

Start der Ferienbetreuung für Kinder: Pilotprojekt in der Oberschule

Kommentare