Chef des Versorgungsverbands Rotenburg-Land zu Gast bei der WUG

Sorgen um das Trinkwasser

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Volker Meyer berichtete über eine mögliche Gefährdung des Grundwassers durch die Gasförderung.

Wittorf - Spricht Volker Meyer vom Trinkwasser im Altkreis Rotenburg, gerät der Geschäftsführer des Versorgungsverbands Rotenburg-Land ins Schwärmen. „Wir haben ein tolles Wasser“, verkündete Meyer stolz.

Doch die Bohrstellen der Energieversorger, die mit der Fracking-Methode Gas fördern wollen, bereiten ihm große Sorgen.

Und offenbar nicht nur ihm, sondern auch den rund Hundert Gästen, die dem Fachmann im Wittorfer Dorfgemeinschaftshaus aufmerksam lauschten. Sieben Kommunen versorgt der Verband mit Wasser. Das sind 80 000 Menschen. Aus der Rotenburger Rinne wird das wertvolle Lebensmittel als uraltes Gletscherwasser gut geschützt durch Tonschichten aus dem Erdreich aus einer Tiefe von bis zu 300 Metern geholt. Pro Jahr liefern die Rotenburger Wasserverteiler 4,5 Millionen Kubikmeter in die Haushalte.

Dass nun Exxon-Mobil plant, das regionale Tight-Gas mittels Fracking aus dem Gestein zu pressen, macht Meyer nervös. „Eine andere Methode als Fracking kann man dazu nicht anwenden“, meinte er. In der Region Rotenburg und Munster würden hohe Gasvorkommen vermutet. Um daran zu kommen, müsse 5 000 Meter tief gebohrt werden. „Die Bohrungen erzeugen Klüfte in den Erdschichten, von dem keiner weiß, wozu das führen kann“, hegt Meyer Bedenken.

Und: „Bei Bohrungen kommt Lagerstättenwasser zutage, das an anderen Orten in 120 Meter Tiefe verpresst wird. So im Bereich Sottrum, wo bereits eine Millionen Kubikmeter in die Erde gedrückt wurden.“

Teilweise werde das Förderwasser durch Leitungen abtransportiert. Doch diese Rohrsysteme lägen in der Nähe unserer Trinkwasserleitungen, formulierte Meyer. „Ich meine, wir müssen unsere sehr gute Trinkwasserqualität auch den nächsten Generationen bewahren.“

Die Initiative Wittorfer Bürger für Umwelt und Gesundheit (WUG) erweist sich als sehr rührige Gruppe. Als nächste Aktion plant sie am Freitag, 8. November, ein Public Viewing im Dorfgemeinschaftshaus.

Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr. Gezeigt wird der Dokumentarfilm „Gas-Fieber“ mit einer anschließenden Diskussion. Die Öffentlichkeit ist dazu herzlich eingeladen. · woe

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