Rot-Grün verliert

Wahlsieg für CDU und FDP in der Gemeinde Sottrum

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Drei Zettel galt es bei der Kommunalwahl auszuzählen. 

Sottrum - Von Jessica Tisemann. Es ist kurz nach 18 Uhr in Sottrum, die Wahl ist gelaufen, die Ergebnisse stehen fest, da braucht es auch keine Wahlplakate mehr. Darin sind sich die meisten Parteien einig und sammeln die Wahlwerbung ein. Gereicht hat es am Ende zwar wieder für alle Parteien, einen Sitz im Sottrumer Gemeinderat zu ergattern, doch einige Gesichter werden wir nicht wiedersehen. Die CDU holt sich 9, die SPD 4, Bündnis90 / Die Grünen 3 und die FDP ebenfalls 3 Sitze in der größten Gemeinde.

Das deutlichste Ergebnis holt an diesem Abend Bürgermeister Hans-Jürgen Krahn (CDU). 1 252 der 3 576 Stimmen für die Christdemokraten holt allein der Sottrumer. Das sind fast so viele, wie die Grünen zusammen (1 348). „Ich bin überwältig von dem Ergebnis, aber es bringt auch eine Verantwortung mit sich“, so Krahn. Er müsse dem Ergebnis jetzt erst einmal gerecht werden, schlägt der Bürgermeister eher leise Töne an. Ihm gehe es vor allem darum, den Ort gemeinsam mit allen Parteien nach vorne zu bringen.

Seine Parteikollegin Friederike Paar weiß, woher die CDU den Stimmenzuwachs hat – immerhin zwei Sitze gibt es mehr im Gemeinderat. „Das gute Ergebnis verdanken wir der guten Arbeit unseres Bürgermeisters. Die Bevölkerung hat gesehen, dass was passiert ist in den vergangenen zwei Jahren.“

SPD enttäuscht

Die SPD, die einen Sitz abgeben musste, ist dagegen enttäuscht von dem Wahlergebnis. „Vielleicht haben einige Wähler die Ereignisse der Vergangenheit noch nicht ganz verdaut“, spielt Hans-Jürgen Brandt auf die Problematik mit der ehemaligen Bürgermeisterin Christa Kirchhof an. Das könne auch das Problem bei Bündnis90 / Die Grünen sein, so Klaus-Dieter Szczesny.

Doch so ein Ausscheiden aus dem Gemeinderat kann man auch ganz locker nehmen, wie zum Beispiel Marcus Winde, der für die Grünen angetreten war. „Wenn es nicht sein soll, soll es nicht sein. Meine Frau freut sich“, scherzt Winde, der nun mehr Zeit für das Privatleben hat. Aber er verspricht: „Ich werde weiterhin als interessierter Bürger dabei sein.“

FDP feiert

Jan-Christoph Oetjen (FDP) und seine Parteikollegen bekommen ihr Lächeln kaum noch aus dem Gesicht. „Ich freue mich“, ist Oetjen mit dem Erfolg – die Partei bekommt einen Sitz mehr im Gemeinderat – zufrieden. „Ich freue mich, dass wir mit Andreas Zack ein neues Gesicht haben, dass sich sehr engagiert hat“. Zack selbst ist auch sehr glücklich über den Einzug in den Gemeinderat, und weiß auch schon ganz genau, wofür er sich einsetzen will. „Es liegt mir am Herzen, dass die ehrenamtliche Arbeit erleichtert wird. Diese muss unterstützt und honoriert werden“, so der FDP-Ortsvorsitzende.

Doch auch bei der SPD gibt es an diesem Abend ein strahlendes Gesicht. Mike Lünsmann schafft es bei seiner ersten Kandidatur gleich in den Gemeinderat. „Ich bin überrascht. Ich bin nicht wirklich mit großen Erwartungen an die Wahl herangegangen“, gibt der Stuckenborsteler zu. Vielleicht habe auch der Artikel der Kreiszeitung im Vorfeld etwas gebracht. Was genau ihn bei der Arbeit im Gemeinderat erwartet, kann er noch nicht sagen. „Ich bin gespannt, wie es wird. Wirklich etwas vorstellen, kann ich mir noch nicht“, so der Auszubildende, der zugibt, seine Freunde angestiftet zu haben, ihr Kreuz zu setzen. Auch seine Eltern seien häufig auf sein Engagement angesprochen worden.

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