Verein wird für 20-jährigen Einsatz ausgezeichnet

„Goldener“ Hecht für die Moorbahn

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Der Vorsitzende der Osteland AG, Claus List (r.), mit dem mit dem Vorsitzenden des Moorbahnvereins „Tister Bauernmoor“ Andreas Schwanholt.

Elm - Eine Auszeichnung für 20-jähriges unermüdliches, ideenreiches und ehrenamtliches Wirken für die Natur und unzählige Naturfreunde: Dem Verein „Moorbahn Burgsittensen“ ist anlässlich der Veranstaltung „14. Tag der Oste“ in Elm von der Arbeitsgemeinschaft Osteland der Kulturpreis „Goldener Hecht“ überreicht worden.

Vor 150 Gästen aus der Osteregion nahm Andreas Schwanholt, der Vorsitzende des Moorbahnvereins „Tister Bauernmoor“, aus der Hand von Claus List, Vorsitzender der Osteland AG, die mit 500 Euro dotierte Auszeichnung entgegen. Für Schwanholt war die Bronzestatue – der Kopf eines Hechtes mit einer goldenen Krone und an eine Sage erinnernd – gleichzeitig die Würdigung seines Lebenswerkes. Begleitet zu der Feierstunde in Elm bei Bremervörde wurde Andreas Schwanholt von dieser Moorbahnverein-Delegation: Jürgen Otten (2. Vorsitzender), Friedhelm Gahlau (Kassenwart) und Hans-Günther Beuck (Buchautor aus Helvesiek). Landrat Hermann Luttmann (CDU) stellte in seinem Grußwort das neue Naturschutzgebiet an der Unteren Oste vor.

In ihrer Laudatio für die Preisverleihung würdigte Christel Mix von der Osteland AG die zahlreichen Aktivitäten des Vereins und hob dabei hervor, dass es vorrangig darum gehe,„immer den Natur- und Vogelschutz im Blick zu behalten“. In der Würdigung wird daran erinnert, dass der Verein „Moorbahn Burgsittensen“ 1998 gegründet worden sei, „um die Geschichte des Tister Moores, in dem seit Generationen schweißtreibend Torf abgebaut wurde, zu bewahren und durch Sammlungen zu dokumentieren“.

Die Gemeinde Tiste, heißt es weiter, habe das Moorbahngelände sowie zwei Züge der Schmalspurbahn erworben. Damit sei der Meilenstein zum Erhalt der historischen Moorbahn im Natur- und Vogelschutzgebiet Tister Bauernmoor gesetzt worden.

Betreut von einem ehrenamtlich wirkenden Team des Vereins werden an Sonn- und Feiertagen und zu besonderen Anlässen Fahrten durch das Bauernmoor bis hin zu dem hölzernen Aussichtsturm mit Blick über die weiten, wiedervernässten Flächen des ehemaligen Moorabbaugebietes und seine zahlreichen Vogelarten. Zu den Höhepunkten gehören in jedem Jahr die geführten Moorbahnfahrten, wenn Tausende Kraniche ihren Nachwuchs großziehen oder auf ihrem weiten Flug in den Süden im Bauernmoor Ruhepausen einlegen. - bn

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