Kollision an Stauende

Ein Toter bei Lkw-Unfall auf der A1 zwischen Elsdorf und Sittensen

  • Marvin Köhnken
    vonMarvin Köhnken
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Die Autobahn 1 ist zwischen Elsdorf und Sittensen am späten Dienstagnachmittag voll gesperrt worden. An einem Stauende sind zuvor mehrere Lkw in einen Unfall verwickelt worden. Ein Mann ist dabei gestorben, Schaulustige mussten von der Unfallstelle vertrieben werden.

Laut ersten Angaben der Polizei ereignete sich die Kollision wegen eines vorangegangenen Unfalls, infolge dessen sich ein Stau gebildet hatte. Die Strecke von Bremen in Richtung Hamburg musste bis in den späten Abend hinein gesperrt bleiben.

Polizeisprecher Heiner van der Werp berichtete gegen 17.30 Uhr, dass bereits gegen 13 Uhr ein Lkw zwischen Sittensen und Heidenau mit seinem Fahrzeug in die Mittelleitplanke geraten war. Grund dafür sei offenbar ein technischer Defekt gewesen. Der Rückstau reichte bis zwischen die Anschlussstellen Elsdorf und Sittensen. Dort ereignete sich gegen 16.30 Uhr der schwere Folgeunfall.

Drei Lkw bei A1-Unfall zwischen Elsdorf und Sittensen beteiligt

Bei dem Unfall am Dienstagabend, 21. Juli waren insgesamt drei Lkw beteiligt, von denen einer auf das Stauende aufgefahren war. Dabei wurden zwei Fahrer verletzt, teilte van der Werp kurz nach dem Unfall auf der Autobahn 1 mit. Der 51 Jahre alte Fahrer, der auf das Stauende aufgefahren war, starb in seinem Führerhaus. Er war auf der Stelle Tod, heißt es in einer Meldung der Feuerwehr. Die beiden anderen Fahrer wurden demnach mit dem Rettungswagen ins Rotenburger Diakonieklinikum gebracht.

Am Dienstag hat sich ein schwerer Unfall mit drei Lastwagen auf der A1 ereignet.

Die Bergung auf der A1 gestaltete sich laut Angaben der Feuerwehr schwierig, da die Fahrzeuge massiv ineinander verkeilt waren. Mittels Seilwinden wurde versucht, die Fahrzeuge auseinanderzuziehen, doch erst der angeforderte Bergungsdienst konnte mit seinen Maschinen die Fahrzeuge auseinanderziehen. Durch herumfliegenden Fahrzeugteile wurden drei weitere Fahrzeuge beschädigt.

Zwar waren die Feuerwehren aus Elsdorf, Gyhum und Zeven schnell am Unfallort, dennoch konnten Sie den eingeklemmten Fahrer nicht mehr retten. Nach zwei Stunden gelang es der Feuerwehr mit hydraulischem Rettungsgerät den Leichnam aus dem Führerhaus zu bergen. Im Verlauf des Einsatzes mussten ebenfalls auslaufende Betriebsstoffe aufgenommen werden. Neben den Feuerwehren waren diverse Rettungswagen, Notärzte und der Rettungshubschrauber Christoph 6 vor Ort, heißt es weiter.

Zahlreiche schaulustige Gaffer auf Brücke

Auch der Fußweg der nahe gelegenen Autobahnbrücke wurde durch die Polizei zeitweise gesperrt, da sich sehr viele schaulustige Gaffer auf der Brücke sammelten und einen Blick auf die Unfallstelle zu werfen. Mehrere Notfallseelsorger kamen später für die Feuerwehrleute zum Einsatz. Sie kamen alle im Sittenser Feuerwehrhaus zusammen, um den Einsatz nach zu besprechen, heißt es abschließend von der Feuerwehr.

Der Unfallverursacher ist bei dem Unfall am Stauende sofort gestorben.

Die Umleitung in Richtung Norden wurde eingerichtet ab Bockel über die Bundesstraße 71 nach Rotenburg von dort über die B75 sowie die B3 bis zur A1-Auffahrt Rade. Verkehrsteilnehmer wurden aufgefordert, eine Rettungsgasse für die eintreffenden Hilfskräfte zu bilden. Die Autobahn 1 in Fahrtrichtung Hamburg musste bis in den späten Abend voll gesperrt werden. Die Ermittlungen zur Unfallursache hat die Polizei aufgenommen. Den Sachschaden schätzen die Beamten auf mehr als 300.000 Euro.

Wenige Kilometer weiter südlich haben sich im Verlauf der Autobahn 1 zuletzt zahlreiche weitere Unfälle ereignet. Oft kam es dabei zu Kollisionen an Stauenden. Innerhalb von 23 Tagen kam es zwischen Posthausen und Uphusen zu 37 Unfällen - bei der Polizei gingen daraufhin alle Alarmglocken an.

Rubriklistenbild: © Feuerwehr

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