Landtagsabgeordnete Ross-Luttmann übernimmt Schirmherrschaft  für „wellcome“-Stützpunkt

Simbav: Eine neue Herausforderung

Claudia Ostendorf aus Ahausen – hier mit Sohn Arjen (8 Monate) – würde bei Bedarf gerne auf die Unterstützung zurückgreifen.
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Claudia Ostendorf aus Ahausen – hier mit Sohn Arjen (8 Monate) – würde bei Bedarf gerne auf die Unterstützung zurückgreifen.

Rotenburg - Seit Jahresbeginn ist es amtlich – der Rotenburger Verein Simbav (Schwangere, Information, Mütter, Babys, Austausch, Väter) hat die Trägerschaft für das Projekt „wellcome“ von der Lebensberatungsstelle des Kreises übernommen. Im März 2008 etablierte sich das bundesweite Projekt auch in der Kreisstadt. Es bietet Familien nach der Geburt des Kindes praktische Hilfe durch Ehrenamtliche an. Gesine Griephan (Simbav) hat die Aufgabe der Koordination übernommen.

Nach der Geburt eines Kindes ändert sich der Tagesrhythmus einer Familie gravierend. Denn neben der Freude, die ein Baby bereitet, kommt durch das neue Familienmitglied viel Arbeit ganz besonders auf die Mutter zu. Baby-Stress ist angesagt. Wie sieht ein ganz „normaler Wahnsinn“ einer Wochenbettfamilie aus? „Das Baby schreit, einkaufen ist schwierig, das Geschwisterkind ist eifersüchtig, und der besorgte Vater hat keinen Urlaub mehr“, so beschreibt die Hebamme und Simbav-Vorsitzende Antje Jäger die Situation.

„Wer keine Hilfe von der Familie, Nachbarn oder Freunden hat, der bekommt sie von ‚wellcome‘. Wir unterstützen mit Ehrenamtlichen“, erklärt Griephan. Die Helferin kommt in die Familien und wacht über das Baby, während die Mutter in Ruhe duscht oder isst. Die Aufgabe sei keinesfalls mit der eines „Babysitters“ zu vergleichen. Die Helferin geht mit dem Geschwisterkind zum Spielplatz, macht kleine Einkäufe oder steht der Familie mit Rat und Tat zur Seite.

Auch wenn die Ehrenamtlichen nichts für ihren Dienst bekommen, ist deren Einsatz für die Familien nicht kostenlos. Die Unterstützung ist außerdem zeitlich begrenzt. „Die Hilfe ist für drei Monate etwa ein bis zwei Mal wöchentlich jeweils für zwei bis drei Stunden im ersten Lebensjahr des Kindes angedacht“, sagt die Koordinatorin. Die Gebühr betrage bis zu fünf Euro pro Stunde, zusätzlich werde eine Vermittlungsgebühr von bis zu zehn Euro verlangt.

Doch am Geld solle die Hilfe nicht scheitern, hieß es im Gespräch mit unserer Zeitung. „Wir ermäßigen gerne individuell und gehen auf die soziale Situation der Familie ein. Es wird gewiss ein Weg gefunden“, verspricht Jäger. Die Vorsitzende sei sehr dankbar, dass Gesine Griephan als Koordinatorin die Ehrenamtlichen schulen und begleiten wird. Auch auf die Schatzmeisterin des Vereins, Ella Barth, werde Mehrarbeit zukommen, wissen die Mitglieder.

Die Landtagsabgeordnete Mechthild Ross-Luttmann übernimmt auch nach dem Wechsel der Trägerschaft die Schirmherrschaft für „wellcome“. Bereits als Landesministerin hatte sie sich für das Projekt eingesetzt. Durch ihre Initiative ist die Einrichtung in vielen niedersächsischen Städten etabliert worden. Sie würde sich freuen, wenn sich weitere Personen als Paten einbringen würden. Außerdem sucht Simbav ehrenamtliche Mitarbeiterinnen, die Freude daran haben, Familien zu begleiten. Wer sich eine Mitarbeit vorstellen kann oder das Angebot nutzen möchte, kann Kontakt mit dem „wellcome“-Stützpunkt Rotenburg von Simbav aufnehmen. Gesine Griephan ist unter Telefon 04261 / 9438996 oder 0175/ 7571043 erreichbar. Die Sprechzeiten sind mittwochs von 11.30 bis 12.30 Uhr und freitags von 10 bis 12 Uhr. · go

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