Projekt im neuen DRK-Haus an der Schäferstraße geplant

Servicebüro soll Senioren das Leben erleichtern

Ekkehard Tamm stellte das Projekt vor. · Foto. Kirchfeld

Visselhoevede - VISSELHÖVEDE · Nach der außerordentlichen Mitgliederversammlung ist klar, dass der DRK-Ortsverein Visselhövede spätestens zum Ende des Jahres ein eigenes Haus hat. Und zwar das Gebäude an der Schäferstraße, in dem ehemals die Physiotherapie-Praxis untergebracht war. Dann soll dort auch ein sogenanntes Seniorenservicebüro mit Begenungsstätte für Alt und Jung entstehen.

Planer Ekkehard Tamm war Gast der Mitgliederversammlung und erläuterte das Konzept: „Seit 2006 ist das DRK führendes Mitglied des ASS – Ambulanter Senioren Servicedienst mit Herz. Der hat das Ziel, Bedingungen zu schaffen, dass den Senioren das Leben in den eigenen vier Wänden so lange wie möglich erhalten bleibt.“

Die Praxis zeige allerdings, dass das nicht ohne den Einsatz von ehrenamtlichen Helfern geschehen könne. „Deren Einsatz ist dringend erforderlich“, stellte Tamm klar. Möglich wäre eine ehrenamtliche Einbindung: „In manchen Krankenhäusern machen das die sogenannten grünen Damen“.

Dafür werde in Niedersachsen auch das freiwillige soziale Jahr genutzt. So soll das Konzept des Servicebüros nicht nur auf Senioren beschränkt sein, sondern denkbar wäre auch der Einsatz in Familien mit Kindern, eine Hausaufgabenhilfe für Schüler oder Bildungsprojekte für Senioren zum Beispiel am Computer. Auch die Unterstützung bei der Pflege und Betreuung von Demenzkranken und kleine Hausmeistertätigkeiten könnten von dort koordiniert werden. „Solche Projekte werden niedersachsenweit entsprechend gefördert“, berichtete Tamm. Eine zentrale Station zur Vermittlung dieser ehrenamtlichen Helfer ist nötig. Die soll auch die Vermittlung von seniorengerechtem Wohnraum übernehmen sowie als Ratgeber Senioren Tipps für den altersgerechten Umbau vorhandenen Wohnraums geben. „Um dem Aufwand gerecht zu werden, müssen räumliche und personelle Voraussetzungen durch ein Seniorenservicebüro geschaffen werden“, erläuterte Tamm. „Das Konzept Seniorenservicebüro sieht auch eine Begegnungsstätte für Jung und Alt vor. Es ist also keine Einbahnstraße, sondern hier können auch zum Beispiel Spielnachmittage stattfinden.“

Der Vorteil, ein solches Büro im neuen Gebäude anzusiedeln, liege klar an der zentralen Lage, mitten im Herzen der Stadt. Durch die Unterstützung des Projekts durch das Land Niedersachsen, könne das DRK laut Tamm auch mit Einnahmen rechnen, da das Büro für drei Jahre mit 40 000 Euro für Personalkosten, Miete und Sachkosten bezuschusst werden könne. · aki

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