Lehrer Claus Pluntke verlässt die Theodor-Heuss-Schule in Richtung Ruhestand

Sein Platz ist mittendrin

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Mit der Übergabe der Urkunde verabschiedete Lühr Klee, Rektor der Rotenburger Theodor-Heuss-Schule, Lehrer Claus Pluntke in den Ruhestand. ·

Rotenburg - Nach fast 32 Jahren an der Rotenburger Theodor-Heuss-Schule geht Lehrer Claus Pluntke in den Ruhestand. Doch ganz stillschweigend ließen ihn seine Kollegen nicht ziehen. Im Rahmen einer kleinen Abschiedsfeier blickten Pluntke und seine Wegbegleiter auf viele gemeinsame Jahre zurück. Zahlreiche Anekdoten ließen den leidenschaftlichen Lehrer immer wieder schmunzelnd in Erinnerungen schwelgen.

In den vergangenen Jahren ist die Rotenburger Schule zu einem entscheidenden Bestandteil in Pluntkes Leben geworden, resümierte Rektor Lühr Klee in seiner Ansprache. „Frei nach dem Motto, ein Leben ohne Theodor-Heuss-Schule ist zwar möglich, aber sinnlos.“ Seit seinem Dienstantritt am 13. August 1981 übernahm der engagierte Pädagoge zahlreiche verantwortungsvolle Aufgaben neben dem regulären Unterricht. Bereits im November 1981 begann er mit der Betreuung eines jungen Referendars. Im Mai 1983 wurde Pluntke Fachkonferenzleiter für den Bereich Musik. 1985 folgte die Berufung in eine Arbeitsgruppe durch die Bezirksregierung. Von 1986 bis 1991 gewährte die Schule ihm Mandatsurlaub, da Pluntke in den Ahauser Gemeinderat gewählt wurde. Auch in die Organisation des Austauschprogramms Comenius steckte der 63-Jährige viel Herzblut. „Nur dabei sein reicht dir nicht; nein, mittendrin ist dein Platz“, beschreibt Klee den leidenschaftlichen Lehrer.

Sanges-, kontakt- und genussfreudig nennen ihn seine Kollegen. Es gäbe viele Gründe, warum Pluntke nicht gehen dürfe. „Wer soll uns denn jetzt bei all den vielen Fragen des Schulalltags helfen? Du hattest immer eine Antwort parat.“ Als die verzweifelten Kollegen einmal den Computer nicht einschalten konnten, wusste Pluntke die Lösung. Hilfsbereit krabbelte er unter den Schreibtisch und ruckelte an allen Steckern. „Da muss man systematisch vorgehen“, soll er unter dem Tisch hervor gemurmelt haben. Wenige Sekunden später kroch er wieder hervor. „Der Schalter war auf ‚off‘!“

Wie er die neu gewonnene Freizeit nutzen will weiß Pluntke noch nicht. „Wie es für mich weiter geht? Ach, man wird sehen...“, erklärte er lachend. · dk

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