Förderverein der St.-Georg-Kirche startet eine neue Spendenaktion

Schweinchen suchen „Stall“

Hoffen, dass viele Sottrumer ein Schweinchen adoptieren: Sparkassen-Filialleiter Jens Krüger (v.l.), Maria-Elisabet Naß-Schwedes, Christiane Cordes, Iris Reichmann und Jochen Fajen vom Förderverein sowie Diakonin Anja Bohling. ·

Sottrum - 200 rote, gelbe und blaue Schweine mit floralen „Fell-Tupfern“ suchen über den Winter ein neues, kuscheliges Zuhause. Und die Borstentiere sind überaus pflegeleicht: Sie riechen nicht, machen keinen Dreck oder Lärm und benötigen weder einen Stall noch Essen oder Trinken im herkömmlichen Sinne. Diese Vierbeiner „fressen“ nur Münzen und Scheine. Um die Arbeit mit Kindern zu fördern sowie die Kirchenmusiker-Stelle in der Kirchengemeinde Sottrum zu erhalten, hat der Förderverein St. Georg eine Sparschwein-Aktion gestartet.

Die bunten Spardosen sollen in der nächsten Zeit in den Haushalten der Wieste-Gemeinde verteilt werden. „Wir suchen Menschen, die ein Schweinchen adoptieren wollen und es über den Herbst und Winter mästen“, erklärt Jochen Fajen vom Förderverein. Die Aktiven seien stets bemüht, auf vielfältige Weise Spenden für die Kirchengemeinde zu akquirieren. Die Idee zu der jüngsten Aktion hatte Katharina Müller im Vorjahr – und stieß damit bei ihren Mitstreitern auf offene Ohren. Auch ein Sponsor war schnell gefunden: Die Sparkasse Rotenburg-Bremervörde stellt die Spar schweine zur Verfügung.

Um eines der dekorativen Porzellan-Tiere zu erhalten, müssen potenzielle „Pflegeeltern“ vorab eine „Adoptionsurkunde“ mit Namen, Anschrift und Telefonnummer ausfüllen und die Karte abgeben. Kinder unter 14 Jahren dürfen nur mit dem Einverständnis ihrer Eltern mitmachen. In der Obhut der Familien sollen die abgemagerten Tiere aufgepäppelt werden. Und zwar getreu dem Motto: „Jeder gibt, was er kann.“ Vom Cent bis zum Euro, von der Münze bis zum Schein „fresse“ das Borstentier alles und sei für jeden „Happen“ dankbar, betont Fajen lachend. „Es wird nicht kontrolliert, wie viel im Schwein ist“, versichert Christiane Cordes. Aber wer möchte, erhalte eine Spendenquittung.

Im Frühjahr sollen die Porzellan-Tiere im Rahmen eines Festes am Sonnabend, 21. April, „geschlachtet“ werden. Alle Teilnehmer an der Aktion seien dazu eingeladen und könnten zum Selbstkostenpreis am Spanferkelessen teilnehmen.

Die ersten Spardosen haben vor zwei Wochen beim Gottesdienst mit Öku-Pax einen neuen Besitzer gefunden. Die nächste Möglichkeit, ein „Haustier“ zu adoptieren, besteht morgen beim Familiengottesdienst mit Tauferinnerung, der um 11 Uhr in der St.-Georg-Kirche beginnt. Anschließend wird gegrillt. Überdies gibt es die Schweine in der Sparkasse Sottrum und bei Elisabet Naß-Schwedes, die am Brink 13 in Reeßum wohnt und telefonisch unter 04264 / 836963 erreichbar ist. „Wir freuen uns auch über neue Mitglieder“, wirbt Elisabeth Naß-Schwedes um weitere Mitstreiter. „Und natürlich über Sponsoren“, fügt Fajen an. · sbo

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