Schüler kreieren in der Schokowerkstatt ihre eigenen Tafeln

Viele bunte Zutaten

Schokolade schmeckt auch flüssig: Zumindest der RK-Praktikantin Merle Dunker.
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Schokolade schmeckt auch flüssig: Zumindest der RK-Praktikantin Merle Dunker.

Und Jessica Tisemann - Von Merle Dunker. ROTENBURGSo viel Auswahl: Die Grundschüler können sich kaum zwischen bunten Streuseln, fruchtigen Gummibärchen, knusprigen Cornflakes und anderen Zutaten entscheiden. In der Schokowerkstatt durften sie nun selbst Hand anlegen und sich ihre eigene Tafel zusammenstellen.

Die Schüler der vierten Klasse rutschen von Minute zu Minute aufgeregter auf ihren Stühlen herum. Gleich geht es los. Sie können es kaum erwarten, sich auf die Süßigkeiten zu stürzen, die sie später in ihrer Schokolade wiederfinden wollen. Doch vorher heißt es gut aufpassen: Nemanja Zubic erklärt den Jungen und Mädchen erst einmal, woraus Schokolade besteht.

Zubic und sein Team waren für drei Tage in Rotenburg zu Gast. Von dort aus ging es gleich weiter zur nächsten Station nach Elmshorn. „Ein Wochenende haben wir nicht wirklich“, erklärt Teamleiter Marcus Herrmann. Dennoch lassen sie sich den Spaß an der Arbeit mit den sieben- bis 18-Jährigen nicht nehmen.

Dann gibt es für die Schüler die Erlösung, der Startschuss für die Zutatensuche fällt. Die Jungen und Mädchen schaufeln die gewünschten Zutaten in ihre Becher und die Lehrerin der Klasse kann gar nicht oft genug um Ruhe bitten.

Schon Anfang des Jahres bekommen die Mitarbeiter Bescheid, wo sie an den einzelnen Tagen mit ihrer Schokowerkstatt stehen. „Da gibt es nur ab und zu ganz kleine Änderungen“, sagt Herrmann. Immer fünf Promoter sind zeitgleich an der Station und erklären an den drei Tagen mindestens 500 Kindern, woher die Schokolade kommt. „Wir haben auch Termine, an denen kommen 1000 oder 1200 Kinder. Das ist aber nicht mehr ganz so schön, weil die Jungen und Mädchen dann einfach durchgejagt werden“, sagt Hermann. „20 bis 30 Kinder pro Gruppe sind ein guter Schnitt. Da fühlt sich jeder wohl.“

Markus Herrmann gießt zunächst die warme Schokolade in die Becher bevor es heißt: Den Löffel kräftig schwingen. Schließlich sollen alle Zutaten gut vermischt werden. Ab in die Form mit der Masse, schnell noch den Löffel abgeleckt und dann muss geklopft werden. Indem die Schüler ihre Formen auf ein Tablett schlagen, bilden sich unerwünschte Luftblasen zurück. Dabei zeigen besonders die Jungen eine Menge Eifer, während die Mädchen die Sache zuerst nur zaghaft angehen.

Dass bei der Arbeit nicht immer alles glatt geht ist verständlich. Manche Schüler verlieren den Klebezettel, auf dem die Nummer ihrer Tafel steht oder sie klopfen die Schokoladen-Form verkehrt herum auf das Tablett. „Das gibt dann eine schöne Sauerei. Aber dafür ist es hier ja auch eine Werkstatt“, sagt Hermann und lacht.

Für die Schokolade geht es nun in den Kühlschrank. Die Schüler können in dieser Zeit ihre Verpackung bemalen. Dabei zeigen besonders die Mädchen viel Kreativität. Es kommen eine Menge bunter Farben ins Spiel und so entstehen Regenbögen, bunte Buchstaben und natürlich eine Menge Schokolade auf dem Papier. Einige Jungs geben allerdings bereits früh auf. Am Ende ist aber jeder Teilnehmer mit seinem Werk zufrieden.

Nach dieser kreativen Exkursion kommt erst wieder Hektik auf, als Nemanja Zubic den Kindern ihre fertige, feste Schokolade überreicht und als Dank ein strahlendes Lächeln bekommt.

An diesem Vormittag haben die Schüler nicht nur viel Wissenswertes über Schokolade gelernt, einige von ihnen haben auch den festen Entschluss gefasst, einmal in einer Fabrik arbeiten zu wollen – genauso wie in dem Kinofilm „Charlie und die Schokoladenfabrik“. Ob dieser Traum allerdings Wirklichkeit wird, bleibt abzuwarten.

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