Selbst in der Freizeit bemalten Zehntklässler die Flure / Abschiedsgeschenk der besonderen Art

Schüler gestalten ihre Schule neu

Künstler unter sich: Hans-Hermann Schmidt, Saskia Chudobba, Imke Johannmeyer, Kira Inselmann, Jendrik Radeck (v.l.).

Visselhoevede - VISSELHÖVEDE (aki) Seit rund eineinhalb Jahren steht der neue Anbau der Visselhöveder Heidetor-Schule. Leider spiegelt sich die Eleganz des Äußeren im Inneren des Gebäudes nicht wider.

Das gefiel weder den Schülern noch dem Rektor und vor allem nicht dem Kunstlehrer Hans-Hermann Schmidt. „Da muss etwas Farbiges her“, waren sich alle einig. „So wurde die AG Wandmalerei ins Leben gerufen“, berichtet der Kunstlehrer.

Ursprünglich waren es sieben Mitstreiter, die sich im Laufe eines halben Jahres auf eine Kerngruppe von vier Jugendlichen reduzierte. „Imke Johannmeyer, Kira Inselmann, Saskia Chudobba und Jendrik Radeck, waren immer da“, betont Schmidt. Sogar, als sie als Zehntklässler schon offiziell verabschiedet waren, kamen sie in die Schule, um ihr Werk zu vollenden. Schnell kam man auf 40 Arbeitsstunden pro Künstler. Mit den gut ausgebildeten und sehr gründlich arbeitenden AG-Mitgliedern, wurde der graue Absatz in ein Ziegelmauerwerk verwandelt, das sich an die reale Wand im nächsten Gang anpasst. Die starren Türen, Ecken und Flächen, erhielten weiche Rundungen, die farblich zu dem ockergelb der Türen passt. „Die Idee haben wir uns aus einem ins Buch abgeschaut und dem Künstler Hundertwasser nachempfunden“, gesteht der Pädagoge.

Besonders beeindruckend sind die Masken, denen Jendrik Radeck noch den letzten Schiff verpasste. Der 16-Jährige möchte übrigens sein Hobby zum Beruf machen und wird nach den Sommerferien die Kunstschule in Verden besuchen. „Wir werden uns auch noch namentlich hier verewigen. Es ist unser bleibendes Abschiedsgeschenk. Es war die Arbeit jedenfalls wert“, sind sich die Schüler einig. Der Anfang ist somit gemacht. Nun sollen auch weitere Flächen mit der nächsten zehnten Klasse verschönert werden. „Wir möchten die Malerei noch mit einer farblosen Glasur zum Schutz überziehen“, erläutert Schmidt, der noch eine Malerfirma als Sponsor sucht.

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