Carsten Tietjen, neuer Vorsitzender von Rot-Weiß Scheeßel, steht im Interview Rede und Antwort

„Schon als Kind fußballverrückt“

Hat viele Ziele und Pläne: Carsten Tietjen.

Scheessel - Von Hannes UjenSCHEESSEL · Frischer Wind weht bei Rot-Weiß Scheeßel. Carsten Tietjen hat den Vorsitz des Fußballvereins von Rudi Eberle übernommen, der dieses Amt 14 Jahren inne hatte. Tietjen, 37-jähriger „Ur-Scheeßeler“, ist beruflich als Außendienstmitarbeiter zwischen Flensburg und Köln unterwegs. Er ist mit Meike verheiratet und hat zwei Söhne, Marten (vier Jahre) und Jesper, der seit acht Wochen für Fußballernachwuchs im Hause Tietjen steht. Wir besuchten den frisch gebackenen Vorsitzenden im neuen Haus in der Siedlung „Am Fuhrenkamp“ in Scheeßel.

?Welchen Werdegang durchliefen Sie bei Rot-Weiß Scheeßel?

!Schon von Kindesbeinen an war ich fußballverrückt, und als Scheeßeler Junge war es für mich selbstverständlich, dass ich bei den Rot-Weißen kickte. Inzwischen bin ich allerdings fußballerisch nicht mehr aktiv, setze aber einen erheblichen Teil meiner Freizeit als Vorstandsmitglied ein. Ich durchlief den Weg vom dritten über den zweiten zum jetzigen ersten Vorsitzenden und kann sagen, dass ich in diesen zehn Jahren gut in die Materie einarbeiten konnte.

?Wer steht ihnen im Vorstandsteam zur Seite?

!Das sind die neu gewählten Brian Kröger als mein Stellvertreter und Heiko Scherz als Geschäftsführer. Sie werden mich ebenso unterstützen wie Kassenwart Jens Schoon, Schriftführer Detlef Rathjen und Jugendleiter Torsten Lüdemann.

?Rudi Eberle sagte, dass er sein volles Vertrauen in Sie setze und Sie der richtige Mann an der Spitze seien – ehrt Sie das?

!Ja, ich freue mich natürlich über das Vertrauen von Rudi und vom gesamten Verein. Ich stand Eberle bereits in den vergangenen fünf Jahren dicht zur Seite und habe auch schon viele seiner Aufgaben mit übernommen.

?Welche sportlichen Ziele verfolgt der Verein?

!Nun, wir möchten uns mit den Ersten Herren in der Kreisliga etablieren und in enger Zusammenarbeit mit der Zweiten Herren-Mannschaft kooperieren und junge Talente nachführen.

?Wie sieht es im Jugendbereich aus?

!Wir sind ja ein reiner Fußballverein und stolz darauf, dass wir im Jugendbereich mit 180 Aktiven in elf verschiedenen Mannschaften besetzt sind. 22 qualifizierte Trainer und Betreuer trainieren und schulen unseren Nachwuchs. Ab Herbst werden einige Jugendmannschaften auch den Trainingsbetrieb auf der neuen Jeersdorfer Sportanlage aufnehmen können.

?Wie ist es bei den Rot-Weißen mit den Mitgliedern bestellt?

!Es ist uns gelungen, mit 414 Mitgliedern wieder über die 400er-Marke zu kommen. Mein Ziel zum Jahresende sind 425 Mitglieder. Ich habe natürlich meinen jüngsten Sohn Jesper sofort als Mitglied angemeldet.

?Wie sieht es mit den Sportanlagen aus?

!Nach dem Neubau des Sporthauses im Stadion Waidmannsruh 1961 ist es jetzt endlich nach 50 Jahren soweit, dass die Gemeinde Scheeßel derzeit mit Finanzmitteln aus dem Konjunkturpakets II die Sanierung des Nassbereichs im Untergeschoss vornimmt. Äußerst kritisch ist der schlechte Zustand der Rasenfläche im Stadion mit Löchern und Unebenheiten. Hier muss unbedingt etwas geschehen, auch wegen der erhöhten Unfallgefahr. Wir haben bereits Einträge von Schiedsrichtern erhalten, die den Platz für nicht bespielbar hielten. Deshalb wünsche ich mir für die Zukunft eine bessere Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung, um die Probleme in den Griff zu bekommen. Unseres Erachtens ist das Stadion Waidmannsruh ein Aushängeschild für die Gemeinde, denn es wird nicht nur zum Fußballspielen sondern auch für andere Veranstaltungen genutzt.

?Welche Pläne haben Sie für die nächste Zeit?

!Zunächst wollen wir unseren Fußballverein bei der Beekeschule und der Eichenschule in die Ganztagsbetreuung einbinden und den Schülern „Fußballspielen“ anbieten. Am 1. Juni 2012 werden wir die legendäre Weisweiler-Elf von Borussia Mönchengladbach bei uns zu Gast haben. Eine Traditionsmannschaft der Borussen hatte bereits am 3. Mai 1982 die Scheeßeler Fußballfans erfreut.

?Sind Sie auch Fan eines Bundesligavereins?

!Aber ja, denn Fußball ist mein Leben. Neben den Rot-Weißen schlägt mein Herz seit frühester Kindheit für den HSV. Ich bin im Moment diesbezüglich allerdings etwas geknickt, weil der HSV doch tatsächlich gegen St. Pauli zum ersten Mal seit 33 Jahren mit 0:1 verloren hat.

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