Kinder des TV Scheeßel feiern Weihnachten

Zwischen Mattengebirgen und Barrenbalance

Spaß in den Seifenkisten

Scheeßel - Ein mit Kreppband auf den Boden geklebter Tannenbaum, einige mit Reis gefüllte Säckchen zum Zielwerfen – manchmal braucht es nicht viel, um die Fantasie von Kindern anzuregen – und ihren Bewegungsdrang.

Auch in diesem Jahr feierten die Kinderturngruppen des TV Scheeßel ihre bewegte Weihnachtsfeier an zahlreichen Spiel- und Tobestationen. Statt wie üblich 24 hatte das Team um die Übungsleiterinnen Andrea Holsten, Henrieke Lüttjen Sabine Scherz sowie Siegrid Dittmer 18 Stationen in der Eichenschule aufgebaut – den restlichen Platz nahm die lange XL-Luftmatratze namens Airtrack ein, die man sich vom Turnkreis hatte leihen können. Für Justus Baumann wie für viele der mehr als 70 jungen Sportler ein echter Magnet, kannte der Kunstturner die federnde Mattenbahn für kleine und große Sprünge doch schon vom Kunstturnen.

Nicht fehlen durfte aber auch der Klassiker: „Geschenkelieferung durch den Schornstein“. So nennt Holsten die Station, an der die jungen Sportler ihre Geschicklichkeit beim Auffangen der Päckchen beweisen müssen, die durch einen Tunnel nach unten fallen. Ein Dauerbrenner – „alte Highlights, die in den Vorjahren gut angekommen sind, bauen wir immer gern mal wieder auf“, so Dittmer, ebenso Kletter-, Hüpf-, Rutsch- und und Balancierkombinationen, die sich bei Holstens Abenteuerturnen bewährt haben. 

Dem zweistündigen Spielparadies, das sie mit Helfern aufgebaut hatten, geht ein gemeinsames Planungstreffen der Übungsleiterinnen voraus: „Da sammeln wir Ideen und gucken, welche Geräte wir wo verbauen können“, beschreibt Holsten die gedankliche Puzzlearbeit. Doch nicht nur körperliches Auspowern an Rutschen, Wippen aus Turnbänken, Barren-Balanceacts und Mattengebirgen ist angesagt. Ruhiger geht es beim Tischtennisball-Zielpusten oder Malen zu. Wer richtig zur Ruhe kommen will, verkriecht sich in der Klanghöhle und bringt die Rasseln zum Klingen.

Das Konzept kommt nicht nur bei den Kindern, die meisten von ihnen „Wiederholungstäter“, sondern auch den Eltern an: „Eine tolle Aktion“, findet Rebekka Ubben, deren fast dreijährige Tochter Karla gar nicht genug von der Pedalofahrt an der Hand der Mutter bekommen kann. Das ist Holsten auch wichtig: „Es geht nicht nur ums Toben, sondern auch darum, mit den Eltern Zeit zu verbringen“, so die Erzieherin, „außerdem sehen die Eltern der Älteren, die normalerweise nicht dabei sind, dann auch, was bei uns so abgeht.“ 

Und das war, nach dem „Sternenfänger“-Lied zur Begrüßung, nach einem turbulenten Vormittag der Abschlusskreis mit dem gemeinsamen musikalischen Rausschmeißer „In der Weihnachtsbäckerei“ und Vitaminen in Form von Mandarinen für den Weg. 

hey

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