Tag der offenen Tür

„Zwergennest“ ist begehrt

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Walter und Katrin Brockmann ließen sich von Mareike Gretinger eine Führung durch die Raummodulkrippe geben.

Scheeßel - Samstagmorgen, 9 Uhr. Dort, wo sonst um diese Zeit ein Kanon an Kinder- und Erzieherinnenstimmen ertönt, herrscht vorerst Stille. Ungewohnt für Christina Schule, Christin Goedeken und Tanja Rauschmaier, die die Jüngsten halb- bis ganztägig im Scheeßeler „Zwergennest“ hinter der Beekeschule betreuen.

Die sorgfältig auf den kleinen Bänken aufgereihten Gummistiefel, die Haken mit den roten Beuteln, in denen für jedes Kind Schal, Mütze, Handschuhe und Rutschesocken verwahrt werden, müssen noch etwas auf Besucher warten, genau wie die Kletterlandschaften oder das rot-weiß-karierte Schaukelpferd.

Es soll noch eine gute Stunde vergehen, bis die ersten Eltern kommen, um die Räumlichkeiten in Augenschein zu nehmen, sich über Anmeldemodalitäten zu informieren oder das „Berliner Modell“, nach dem die Neuzugänge ab einem Alter von elf Monaten behutsam an die neue Umgebung und neue Bezugspersonen gewöhnt werden. 

Einige haben ihr Kind bereits angemeldet, für andere ist es der erste Kontakt. Zu den ersten, die mit Sohn Fabian die Räumlichkeiten in den Containerelementen in Augenschein nehmen, gehören Katrin und Walter Brockmann. Erzieherin Mareike Gretinger zeigt die großzügige Küche mit Esszimmer, bevor es mit Plastiküberziehern über den Schuhen im Schlurfschritt in den Schlafraum geht. Von da aus lässt sich auch der Außenbereich gut einsehen.

Chancen für einen Platz stehen gut

Am Ende der Tour ist klar: Hier soll Sohn Fabian ab Sommer, dann elf Monate alt, die Krippe besuchen. Vater Walter hofft, dass es klappt: Nach einem halben Jahr Betreuungszeit zuhause möchte er in seinen Job als Lkw-Fahrer beim Entsorgungsunternehmen Behrens & Behrens zurück. 

„Vorsichtshalber habe ich jedoch ein ganzes Jahr Erziehungsurlaub angemeldet, falls wir keinen Platz bekommen sollten.“ Die Chancen stehen nicht schlecht, obgleich schon zahlreiche Anmeldungen für den Sommer vorliegen: Bevorzugt werden Eltern, die – wie die Brockmanns – beide arbeiten. Danach entscheidet das Alter. 

„Es ist aber auch ein Nachrücken im laufenden Jahr möglich, wenn ein Platz frei wird, zum Beispiel durch Umzug“, erläutert Leiterin Susanne Glüß. Sie ist für 60 der 75 Krippenplätze der Gemeinde (15 entfallen auf die Rappelkiste in Jeersdorf) verantwortlich, die sich auf zwei Halbtags- und zwei Ganztagsgruppen an den zwei Standorten aufteilen. So werden die Kinder, die in der Regel mit drei Jahren in einen Kindergarten wechseln, auf Wunsch von 7.30 bis 17.30 Uhr von drei bis vier Fachkräften pro Gruppe betreut. 

Durchaus gemütlich

Dabei kommt es durchaus vor, dass Eltern Wünsche äußern: „Das hat aber nichts damit zu tun, ob es sich um die festen Räumlichkeiten oder die mobilen Raummodule handelt, sondern vielmehr, dass sie zu einer bestimmten Erzieherin möchten, die die älteren Geschwister schon kennen“, so Glüß. „Dass es auch in den Wohnmodulen gemütlich ist, hat sich mittlerweile herumgesprochen.“

Wie lange die noch bestehen bleiben, weiß sie nicht – das sei Sache der Gebäudewirtschaft der Gemeinde. Geplant sei die Fertigstellung einer neuen Krippe im Neubaugebiet bei der Ostlandsiedlung bis Ende 2018, dann, so vermutet sie, würden die Karten neu gemischt.

hey

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