Zweites Feuerwehr-Oldtimertreffen zieht Teilnehmer bis aus Oldenburg an

Knallrot, betagt und von vielen bewundert

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Der Porsche von Ingo Fitschen weckte die Neugier großer und kleiner Besucher.

Jeersdorf - Das hatten sich die Initiatoren der Nutzfahrzeuge-Schau am Sonntag in Jeersdorf anders vorgestellt: Als die historischen Feuerwehrwagen teilweise nach langen Entfernungen wie aus Leer, Oldenburg oder Steinhude am Sonntagmorgen auf die Wiese hinter dem Feuerwehrhaus fahren wollten, war diese aufgeweicht. „So viel Regen ist das ganze Jahr an einem Tag nicht gefallen!“, machte Hartmut Lohmann von der Interessengemeinschaft historischer Feuerwehrfahrzeuge seiner Enttäuschung Luft.

Den Organisatoren, allen voran Uwe Bassen, Karl-Heinz Everdings, Frank Niewandt sowie Torben und Günter Putze war es zu verdanken, dass das zweite Treffen dieser Art nach 2002 doch noch einigermaßen trockenen Fußes über die Bühne gehen konnte: Sie besorgten eine ganze Wagenladung Rindenmulch. Und so musste am Ende des Tages nur das historische Löschfahrzeug aus Wittkopsbostel mit fremder Hilfe wieder auf Kurs gesetzt werden.

Auch wenn die angepeilte Besucherzahl von rund 300 Gästen wohl nicht ganz erreicht wurde; zu entdecken gab es so Einiges. Dank guter Kontakte bei eigenen Besuchen ähnlicher Veranstaltungen hatten sich rund 40 Teilnehmer angemeldet, „einige sind sogar noch spontan dazu gekommen“, so Lohmann. Neben den „Auswärtigen“ waren auch zahlreiche historische Schmuckstücke lokaler Liebhaber zu bewundern, wie der Porsche A111, Baujahr 1953, von Ingo Fitschen. Vom Onkel geerbt, hatte der auch beruflich mit Landmaschinen befasste Bastler beschlossen: „Zum Verschenken viel zu schade!“ Drei bis vier Monate hatte die Restaurierung gedauert. Seine Ehefrau schmunzelt: „Eigentlich wollte er nur die Vorderachse ausbauen. Als ich das nächste Mal hingesehen habe, war alles in Kleinteile zerlegt!“

Feuerwehr Oldtimertreffen in Jeersdorf

Ähnlich hatte es sich mit dem Opel Blitz LF8 von 1974 verhalten, der 2002 von der Gemeinde Scheeßel ausgemustert worden war. Um ihn in der Region zu halten, hatte sich die Interessengemeinschaft gegründet; inzwischen nennen die 48 Mitglieder auch eine Handdruckspritzen von 1902 und einen Tragkraftspritzenanhänger ihr Eigen.

Eine Sanddruckspritze von 1900 präsentierte eine stilvoll in historischen Uniformen angereiste Abordnung aus Südbäke im Ammerland, die allein in diesem Jahr 17 Auftritte und rund 2000 Kilometer hinter sich gebracht hatte.

Aber auch Einblicke in die moderne Technik waren möglich, etwa in die mobile Einsatzzentrale des Landkreises, eine ganze Sammlung an Motorsägen oder die Vorstellung des TLF 3000 aus Westervesede, dem modernsten Fahrzeug in der Gemeinde.

Ergänzt wurde das Programm durch Wasserspiele mit der Jugendfeuerwehr Hetzwege, Kinderschminken, eine Rallye mit Fragen zum Thema und eine Hüpfburg.

hey

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