„Den Kernort neu erleben“ 

Zweite „Illuminierte Nacht“ taucht Scheeßels Fassaden wieder in buntes Licht

So sieht man den Meyerhof nicht alle Tage: Bei der „Illuminierten Nacht“ wird wieder etwas fürs Auge und fürs Ohr geboten. - Foto: hey

Scheeßel - Ein lauer Spätsommerabend, die historischen Gebäude des Beekeortes sind stilvoll beleuchtet, vor vielen Geschäften und Büros beleben neben den Flaneuren Straßenmusiker und Walk Acts das Ortsbild. Diese Vision hatten Thorsten Finner und der Gewerbeverein bereits im vergangenen Jahr – und sie setzten sie um. Die erste „Illuminierte Nacht“ wurde von den Beteiligten – neben den Scheeßeler Gewerbetreibenden auch Besucher, Künstler und die Fotografen umliegender Fotoclubs – als voller Erfolg gewertet. Grund genug für die Organisatoren, vor einigen Monaten in die Planung der nächsten Auflage einzusteigen.

Nun steht der Termin: Am Freitag, 22. September, wird Philip Göttert vielen Fassaden im Kernort, aber auch den Rathauspark, in individuelle Lichtgewänder hüllen. Das Konzept hatte der Meister für Veranstaltungstechnik in Mitteldeutschland kennengelernt. Zwar gehört es für den Wohlsdorfer quasi zum „täglichen Brot“, an die zwei Dutzend Gebäude mit mehr als 200 Scheinwerfern lichttechnisch in Szene zu setzen, „doch so viele Gebäude an einem Platz – das ist noch mal eine ganz andere Nummer“.

Bereits einen Monat vorher haben sich 17 Gewerbetreibende angemeldet, und Thorsten Finner von der smp-Werbeagentur, die die Veranstaltungsvorbereitung und -durchführung mit ihrem Knowhow begleitet, ist sich sicher: „Die Zahl der Teilnehmer vom Vorjahr toppen wir auf jeden Fall!“

Besonders Dienstleister, die über kein Ladengeschäft verfügen, sähen die neue Veranstaltung als Möglichkeit, sich jenseits einer verkaufsorientierten Aktion wie dem Halloween-Shopping zu präsentieren. Dabei stehe die Kultur im Fokus. So sei die „Illuminierte Nacht“, die in Zukunft in alternierenden Jahren zum Scheeßeltag ausgetragen wird, auch keinesfalls als Konkurrenz zur anderen Aktionen zu betrachten: „Das vom GVS ins Leben gerufene Halloween-Shopping und Mitternachtsshopping sind bewährt und etabliert – wir denken, da darf es auch mal ein neues Format sein“, so der Werbefachmann.

Den Ort für sich neu entdecken

Das Ziel: Scheeßel für sich neu zu entdecken. Neben der Illumination der historischen Sonnenapotheke, für viele im Vorjahr ein Highlight, freut er sich besonders auf die Illuminierung von Wedel, „schließlich ist das Haus klassisches Postkartenmotiv“, aber auch auf die kleinen Kulturinseln, die unter anderem am Beekekreisel oder vor dem „Lesezeichen“ (ehemals Wandel) entstehen.

Für akustische Reize sorgen unter anderem eine Sambatruppe, der Hobby-Gitarrist und „Beeke-Löwe“ Thomas Voss und das Ehepaar Pfennig von der Musikschule „Der gute Ton“, aber auch andere regionale Künstler, die Finner noch nicht verraten will.

Ergänzt wird das Scheeßeler Ortsbild durch lokale Installationen, also historische Trucks und andere Fahrzeuge. Und auch die Gastronomie soll gegenüber der Erstauflage optimiert werden. Und: Wenn man den Veranstaltern Glauben schenkt, sind noch einige weitere Überraschungen in der Pipeline. - hey

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