Zwei Ortswehren unter einem Dach

Vorentwurf für Feuerwehrhaus-Neubau Wohlsdorf / Bartelsdorf

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So sieht das neue Feuerwehrhaus für die Brandschützer aus Wohlsdorf  und  Bartelsdorf momentan von außen aus. Es kann im Detail aber noch Änderungen geben.

Wohlsdorf/Bartelsdorf - Von Lars Warnecke. Dass in der Gemeinde Scheeßel Gründlichkeit vor Schnelligkeit steht, betont Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele (CDU) immer wieder. So überrascht es nicht, dass das ganze vergangene Jahr über an dem Plan gearbeitet wurde, die Feuerwehren Bartelsdorf und Wohlsdorf an einem Standort anzusiedeln.

Viele Gespräche wurden geführt, ein Architekt mit einem Vorentwurf für das neue Domizil beauftragt, entsprechende Haushaltsmittel bereitgestellt. „Jetzt sind wir soweit“, sagt Dittmer-Scheele, den Bauantrag quasi schon in der Tasche, zufrieden.

Nach den eng mit den Brandschützern abgestimmten Verwaltungsplänen, die am Mittwoch in einer gemeinsamen Sitzung der Ortsräte Wohlsdorf und Bartelsdorf bekannt gemacht worden waren, sollen sich die Wehren künftig auf einer bis vor kurzem noch landwirtschaftlich genutzten Fläche an der Kreisstraße 211 ein Feuerwehrhaus teilen – ohne dabei ihre Eigenständigkeit zu verlieren. 

Projekt soll rund 1,2 Millionen Euro kosten

Der Vorteil: Die Gemeinde muss als Trägerin des Brandschutzes nicht an zwei Standorten, nämlich in Wohlsdorf und in Bartelsdorf, die sanierungsbedürftigen Gebäude neu errichten. Stattdessen können die neuen Räumlichkeiten an einem gemeinsamen Standort gemeinsam genutzt werden, was vermutlich deutlich wirtschaftlicher ist.

Rund 1,2 Millionen Euro wird das Projekt kosten – inklusive Erschließung. Eine große Zahl, die aber mit Vorsicht zu genießen sei, sagte Architekt Werner Holzer. „Wir haben im Moment eine recht dynamische Kostenentwicklung“, sagte er. Im Klartext: Es könnte auch billiger werden.

Tierarztpraxis auf Gelände geplant

Bürgermeisterin Dittmer-Scheele hatte zuvor daran erinnert, dass der Neubau Teil eines durch Ratsbeschluss in der Abarbeitung verbindlichen Feuerwehr-Investitionsplans sei, welcher als Folge aus der Begehung verschiedener Feuerwehrhäuser durch die Feuerwehrunfallkasse (FUK) von Verwaltung und Gemeindekommando gemeinsam aufgestellt wurde. 

Neben dem Feuerwehrhaus selbst entstehe auf dem von der Gemeinde erworbenen Grundstück eine im hinteren Bereich angeschlossene Tierarztpraxis. Ihr Dank galt ausdrücklich dem Verkäufer der am Ortseingang von Bartelsdorf gelegenen Fläche, die ihren Worten nach einen „optimalen Standort“ darstellen würde, mit dem sich beide Ortswehren identifizieren könnten.

Fertigstellung im ersten Quartal 2019

„Ein Ensemble mit zwei unterschiedlichen Gebäudehöhen“, mit diesen Worten umriss der Architekt zu Beginn seiner Präsentation die Dimension des Neubaus. Während im niedrigeren Gebäudeteil Umkleide-, Sanitär- und Schulungsräume sowie die Büros der Ortsbrandmeister untergebracht sind, besteht die mit einem Schrägdach versehene Fahrzeughalle aus einem gemeinschaftlich genutzten Werkstatt-raum (Stichwort: Synergie-Effekt), an dem sich rechts und links die getrennten Stellplätze für die im Bestand beider Wehren befindlichen Einsatzfahrzeuge anschließen. Im Außenbereich sollen indes eine Übungswiese sowie ein Entwässerungsgraben für das Regenwasser entstehen.

Sollte der Vorentwurf, wie in der Ortsratssitzung am Mittwochabend geschehen, auch im Feuerwehrausschuss und im Scheeßeler Gemeinderat durchgewunken werden, könne beim Landkreis der Bauantrag gestellt und parallel eine detaillierte Planung vorgenommen werden. Anvisiertes Ziel für die Grundsteinlegung sei der August, mit einer Fertigstellung, so Holzer, sei im ersten Quartal des kommenden Jahres zu rechnen.

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