Warum im Baugebiet „HelLa“ noch immer nicht gebaut werden darf

Im zwangsverordneten Ruhemodus

Entlang dieser Baumreihe an der Helvesieker Landstraße soll die Lärmschutzwand für das Wohnbaugebiet entstehen. Foto: Warnecke

Scheeßel - Von Lars Warnecke. Es stockt an der Helvesieker Landstraße. 19 Eigenheimgrundstücke will die Gemeinde hier, im Wohnbaugebiet „HelLa“, an den Mann beziehungsweise die Frau bringen. Erschlossen ist das Areal, das die Lücke zwischen dem Baugebiet „Vor dem Varel II“ und der L 130 schließen soll, schon seit Langem. Baustraße, Kanäle – alles ist da. Nur loslegen kann die Gemeinde mit der Vermarktung, obwohl für dieses Jahr angekündigt gewesen, noch immer nicht.

Und das nervt Bauwillige (rund 50 sollen auf einer Interessentenliste stehen) ebenso wie die Bürgermeisterin. „Natürlich sind wir wenig davon erbaut, dass wir da nicht weiter sind“, sagt Käthe Dittmer-Scheele. „Weil die Fläche am Rande einer Landesstraße liegt, sind wir angehalten, dort eine Lärmschutzwand zu errichten, ohne die wir das Baugebiet gar nicht ausweisen dürften.“ Nur warte man eben auch noch auf eine Genehmigung vom Landesstraßenbauamt, diese Wand überhaupt bauen zu dürfen.

Offenbar scheint genau diese Zustimmung aber eng verknüpft zu sein mit dem Kreuzungsbereich L  130-Fuhrenkamp-Vareler Weg, für den ebenfalls die Erlaubnis, ob der Knotenpunkt 2021 so gestaltet werden darf, wie es die Mehrheit des Gemeinderats schon anno 2017 beschlossen hatte, noch aussteht. „Das Landesamt tut sich damit etwas schwerer, weil es in Scheeßel ja bekanntlich eine Initiative gibt, die sich zwecks Erhalt der Bäume gegen die an sich beschlossene Ausbauart gewandt hat“, so die Bürgermeisterin. Der Aufforderung der Behörde, noch weitere Unterlagen in der Sache nachzuliefern, sei man verwaltungsseitig jedenfalls nachgekommen. „Seitdem warten wir auf einen Rückfluss – der steht aber schon seit einigen Wochen aus.“

Eine Möglichkeit, die Baugrundstücke schon vorher zu verteilen, sieht Dittmer-Scheele nicht: „Wir möchten zuerst Gewissheit darüber haben, wie die genehmigte Lärmschutzwand am Ende aussehen wird, weil sie sich ja auch auf die Grundstücke auswirken wird.“

Auch wenn der Kreuzungsausbau erst im übernächsten Jahr erfolgen soll – ganz so lange werden die Häuslebauer wohl nicht mehr warten müssen. Die Bürgermeisterin macht jedenfalls Hoffnung: „Es ist in der Diskussion, die Lärmschutzwand vorzuziehen – ob wir das aber hinbekommen, weiß ich nicht, darüber müssen wir noch weiter mit Verden ins Gespräch gehen.“

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