Internetfiliale gewinnt an Bedeutung

Sparkasse Scheeßel: Ein zufriedenstellendes Ergebnis

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Bilanzpressegespräch bei der Sparkasse Scheeßel: Die Vorstandsmitglieder Tobias Riebesehl (v.l.), Olaf Achtabowski, Jürgen Lange und Klaus Schröder sehen ihr Geldinstitut für die Zukunft gut gerüstet.

Scheeßel - Von Lars Warnecke. Kein außergewöhnlich gutes, sondern ein „zufriedenstellendes Ergebnis“ hat die Sparkasse Scheeßel im vergangenen Geschäftsjahr erwirtschaftet. Dieses insgesamt positive Fazit hat der Vorstand des Geldinstituts am Donnerstag auf der Bilanzpressekonferenz gezogen.

Angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen mit Niedrigzins sei das Ergebnis ein Erfolg, so Sparkassen-Chef Jürgen Lange. Er sprach von einem politisch turbulenten Jahr – Stichwort: Trump, Brexit und Nordkorea-Konflikt –, in dem die Wirtschaft sich jedoch „vernünftig entwickelt“ habe.

Eine Arbeitslosenquote auf Tiefstandniveau, beste Auslastungen in der regionalen Wirtschaft, vom Handwerk bis zum Dienstleistungssektor, und auch die Landwirtschaft hat sich angesichts stabilerer Milchpreise wieder etwas erholt – gute Voraussetzungen also für ein Kreditinstitut, dessen Geschäftsgebiet rund 30.000 Einwohner zählt. Denn, so wird Lange auch in diesem Jahr nicht müde zu betonen: Als Sparkasse sei nur so gut aufgestellt, wie die Region gut aufgestellt ist. „Am Ende ist es sogar besser gelaufen, als wir zu Jahresanfang erwartet hatten“, freut sich Lange.

Bilanzsumme steigt

Die Bilanzsumme in 2017 betrug rund 630 Millionen Euro – das entspreche zwei Prozent mehr als im Vorjahr, so der Vorstand. Ziel sei es nicht, rasant zu wachsen, sondern die Marktanteile zu halten oder, im besten Fall, leicht auszubauen. „Das tun wir immer dann, wenn man Wachstum hat, das immer ein bisschen besser ist als die Inflationsrate“, bemerkte Lange. 

Gleichzeitig sei das Kunden-Kreditvolumen nach Jahren stetigen Wachstums mit 441 Millionen Euro nunmehr stabil geblieben, ergänzte Olaf Achtabowski. Ein zu sprunghafter Anstieg auf der Kreditseite, so der Banker, sei aber auch „ein Indikator dafür, dass man sehr genau schauen muss, wie sich da die Risiken verteilen“.

Ein Kundeneinlagenbestand in Höhe von 463 Millionen Euro, und das trotz nicht vorhandener Zinsen, damit könne man nach wie vor zufrieden sein. Sorgenfalten bereitet den Vorstandsmitgliedern das Thema Altersvorsorge. „Jemand, der wenig Zinsen auf sein privates Erspartes bekommt, muss umso mehr Sparen, sodass er wenigstens im Alter vorgesorgt hat“, so Lange.

Nachfrage nach Wertpapieren steigt

Das täten bereits viele Kunden – auch Wertpapiersparen sei in diesem Zusammenhang gefragt. „Man merkt, dass die Menschen offener dafür werden, Aktienfonds zu kaufen“, so Achtabowski. Mehr als acht Millionen Euro Neuanlagen in Investmentfonds- und Immobilienfondsanteilen würden da für sich sprechen.

Ein wichtiger Schritt sei im vergangenen Jahr die Entwicklung des Onlinegeschäfts gewesen, wie Sparkassen-Direktor Lange berichtet. „Das Nutzungsverhalten unserer Kundschaft ändert sich radikal, das nehmen wir auch in der Frequenz unserer stationären Geschäftsstellen wahr.“ Eine Reduzierung solcher Stellen sei da unvermeidlich. Distanz zu den Kunden, versichert er, schaffe man mit der Internetfiliale oder den Apps für das Tablet und Smartphone aber nicht. Lange: „Wir bleiben genauso dicht dran wie vorher.“

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