Vernissage auf dem Meyerhof

Ausstellung über stille Helden des Hurricane-Festivals eröffnet

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Als Erinnerung an die Vernissage im Meyerhof überreichte Laudatorin Birgit Ricke dem Künstler Mike Beims ein Blaudrucktuch.

Scheeßel – Einmal eine Laudatio auf den ehemaligen Nachbarssohn zu halten – das hätte sich Birgit Ricke nicht träumen lassen. Zum Glück hatten sich die Leiterin des Kunstgewerbehauses und Fotograf Mike Beims nach einer Zeit „Half a World Away“ – eine halbe Welt weit weg, wie Lokalmatador Thorsten Finner in seinem Oasis-Cover zur Einstimmung sang, irgendwann im heimischen Scheeßel wieder getroffen. Sonst hätte es die Idee zur Ausstellung „Local Heroes“ nie gegeben.

Am Freitagabend feierte die Hommage an diejenigen, die sonst beim Hurricane-Festival in der zweiten Reihe stehen, im vollen Heimathaus Vernissage. In ihrem Abriss über die Lebensstationen des studierten Biologen, der übers Dokumentarfilmen zum Werbefilmer avancierte, schilderte Ricke, wie der 53-Jährige 2014 wieder in die Festival-Atmosphäre am Eichenring eingetauchte und sofort infiziert gewesen sei. 

„Du hast die Menschen offen, freundlich und mit Stolz fotografiert – das kann nur jemand mit Zugang zu Menschen“, lobte sie die 47 ausgestellten Großformat-Bilder. Diesem Lob schloss sich Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele (CDU), die dem Künstler schon auf dem Festival-Gelände begegnet war, gern an. Ganz im Zeichen von Begegnungen stand auch der anschließende Gang durch die Ausstellung, entdeckten viele doch bekannte Gesichter. 

Sogar einige der Porträtierten waren gekommen, um ihre Bilder zu begutachten. Nele Meyer und Martha Bartels, die als „Bollerwagenkids“ porträtiert worden waren, fanden es „toll, aber auch komisch, mit so vielen anderen hier zu hängen, die man nicht kennt und die so richtig dazugehören, weil sie hier arbeiten“.

Einer, der ganz genau hinschaute, war der ehemalige Radio-Bremen-Moderator Otmar Willi Weber. Er sammelte Inspiration für die von ihm moderierte Versteigerung der Werke am Ende der Ausstellung zugunsten des Heimatvereins. „Normalerweise mache ich das nicht so gern, aber bei diesen Bildern fällt es leicht: Jedes erzählt seine eigene Geschichte.“ 

Er zeigte sich begeistert, nicht nur von der technischen Umsetzung, sondern vor allem auch von der Grundidee, einmal nicht die Stars oder Besucher in den Fokus zu rücken, sondern Polizisten, Seelsorger, Reinigungspersonal oder Ärzte. „Die Menschen kommen bescheiden herüber, aber überzeugt von dem, was sie tun.“ Die Ausstellung ist noch bis zum 12. Mai im Kunstgewerbehaus zu sehen.  

hey

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