Tannenbaumverkauf in Westeresch

Im Zeichen der grünen Nadel

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Von den 190 Bäumen hatte mehr als die Hälfte mittags schon einen Abnehmer gefunden.

Westeresch - Ein ganzes Dorf hängt an der Nadel – und zwar der grünen. Denn beim Tannenbaumverkauf auf dem Gelände des Westerescher Hofs am dritten Advent, der in der 18. Auflage schon zu einer Art kleiner Tradition geworden ist, war am Sonntag fast das ganze Dorf auf den Beinen. Dabei gilt es nicht nur, frühmorgens die 190 Christbäume in spe abzuladen – „viele Besucher stehen pünktlich zum Start auf der Matte“ , weiß Helmut Wahlers.

Kein Wunder, wollen die Kunden aus der Region mit ihrem Kauf nicht nur etwas Gutes tun (die Erlöse fließen in die Kasse des Dörpsvereins), sondern sich auch das beste Exemplar sichern. Zu den ersten Käufern gehörte auch in diesem Jahr Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele. Sie wurde fündig, genau wie Fatima und Norman Schneyder, der trotz Nachtschicht zeitig am Start war. Sie sind quasi Stammkunden: „Die haben schöne Bäume hier, und man trifft immer Leute“, so der Jeersdorfer. 

Denn auch das gehört dazu: An den aufgebauten Buden bei einem Heißgetränk zusammenzustehen, vielleicht eine Waffel oder Apfelringe mit Vanillesoße zu genießen oder am Stand von Jäger Hubertus Steinke ein Stück Wild aus der Region als Weihnachtsbraten zu erstehen. Der vermeldete: „Kabanossi und Wildbratwurst sind bis heute Nachmittag wohl ausverkauft.“

Dann nämlich füllten sich die Plätze im Westerescher Hof – nicht nur zur großen Kaffee- und Kuchentafel, sondern auch, weil dort ein weihnachtliches Theaterstück gegeben wurde. 15 Kinder und Jugendliche ab sechs Jahre hatten sich gemeldet, um Eva Kühlers ebenso vergnügliches wie turbulentes Stück „Weihnachten? Das wird knapp!“ aufzuführen. Seit den Herbstferien hatten Bea Schulz und Silke Nagel mit den Kindern geprobt. 

Das Ergebnis konnte sich sehen lassen: Mit viel Freude und Spielwitz setzten die Schüler die Geschichte einer Mutter um, die das Weihnachtsfest vergessen hat und nun alle Hebel in Bewegung setzt, um das Fest noch zu retten: Mit der Putzfrau in den Wald zum Baumschlagen, der Weihnachtsbraten wurde geschossen und statt dem terminüberlasteten Weihnachtsmann kurzerhand der Osterhase engagiert. Der machte sich bei „Schreckschraube Tante Trudi“ mit Eierlikörchen beliebt, bis der mit Eiern geschmückte Baum doch noch ein schönes Fest bescherte. Wohlige Weihnachtsklänge bescherte den Besuchern kurz darauf der Posaunenchor Scheeßel/Lauenbrück.

Hinter der stimmigen vorweihnachtlichen Kultveranstaltung stehen viele fleißige Hände: „Am Freitag haben wir die Buden aufgebaut, am Samstag wurde der Saal dekoriert“, so Helmut Wahlers. Kuchenspenden, Dienst am Glühwein- und Waffelstand oder Bäume ausfahren – „einfach phänomenal, wie viele von allein ihre Hilfe hier anbieten“. 

hey

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