Zehntklässler dürfen doch nicht helfen

Fehlende Zutrittserlaubnis: Geplante Kooperation mit der Tafel beim Hurricane platzt

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Für die anwachsenden Mengen an zurückgelassenen Dosen sind immer mehr Tafel-Ehrenamtler vonnöten. 

Scheeßel - Von Ulla Heyne. Viel hilft viel – dieses Motto scheint nicht immer und für jeden zu gelten. Bereits in den Vorjahren hatten sich die örtlichen Hilfsorganisationen, die sich um die ungewollten Hinterlassenschaften der Festivalbesucher kümmern und so zur Nachhaltigkeit der Megaveranstaltung beitragen, in ihrer Freizeit Reste wie Dosen und Zelte eingesammelt.

Dabei waren schon verschiedentlich Eichenschüler als Unterstützung lokaler Vereine wie des Hospiz-Unterstützerkreises Löwenherz und der Scheeßeler Ausgabestelle der Rotenburger Tafel eingesprungen. Bei Letzterem war im Vorjahr noch eine Handvoll Jugendlicher von Lehrerin Anke Janssen mobilisiert worden, Seite an Seite mit den zwei Dutzend festen Tafel-Mitarbeitern das Gelände nach verwertbaren haltbaren Nahrungsmitteln zu durchkämmen. In diesem Jahr freute sich Tafel-Koordinator Günter Saxer, dass sich neben einem Dutzend Elftklässlern nun auch zwei gesamte zehnte Klassen bereitgefunden hatten, teilweise trotz eigenen Festivalwochenendes am Montagmorgen anzupacken – gerade angesichts des in diesem Jahr engeren Zeitfensters. Denn statt um 14 Uhr sollen bereits um 12 Uhr professionelle „Schrottsammler“ den Platz betreten dürfen, „es bleiben uns also nur zwei Stunden für das gesamte Areal“, so Saxer. 

Diese Zahl war dem Veranstalter dann wohl doch suspekt: Die Zusage für das vorzeitige Betreten des Geländes wurde noch kurz vor dem Festival zurückgezogen. Den Vorschlag, gemeinsam mit den gewerblichen Flaschensammlern das Gelände zu betreten, mochte Janssen dann doch nicht annehmen. Der offizielle Grund für Ausladung der Eichenschüler auf Nachfrage unserer Zeitung: „Während des offiziellen Spielbetriebs ist der Zutritt leider nicht möglich“, so FKP-Scorpio-Vertreterin Sina Klimach. „Wir sind inzwischen so groß geworden, dass wir da keine Ausnahme machen können.“ Grundsätzlich, so betont sie, fänden die Veranstalter das Projekt jedoch unterstützenswert. „Wir bleiben weiter im Dialog“, so ihr Versprechen.

Andere Hilfsorganisationen wie Foodsharing und Hanseatic Help waren Montagmorgen bereits um 9.30 Uhr, teilweise auch schon das gesamte Wochenende, auf dem Gelände. 

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