Jeersdorfer Ortsrat stimmt Konzept zu

Der Zebrastreifen kommt

Die Skizze zeigt, wo die Querungshilfe an der Straße „In‘n Dörp“ geschaffen werden soll.

Jeersdorf - Von Lars Warnecke. Es ist ein gefährliches Pflaster, die Jeersdorfer Straße „In‘n Dörp“ im Kreuzungsbereich zur Eichenallee und Diekchaussee. So gefährlich, dass die Verkehrssituation einer Entschärfung bedarf.

Ein Zebrastreifen muss her, um gerade radfahrenden Schulkindern eine sichere Querungshilfe zu gewährleisten. Das Konzept dazu, welches ebenso die Fällung vierer Eichen zum Inhalt hat, liegt vor. Auf der jüngsten Sitzung des Ortsrates bot es Grundlage für eine ausschweifende Debatte.

Mehr als 20 Jahre schon steht das Thema auf der politischen Agenda. Jetzt endlich, nachdem sich die Verkehrschaukommission ein Bild von der örtlichen Situation gemacht hat, kommt der Stein ins Rollen. Ein Bild, das durch einen recht großzügig ausgebauten Einmündungstrichter der Eichenallee gekennzeichnet ist, sodass der Gehweg nicht bis zur Fahrbahn der Straße „In‘n Dörp“ führt, wo gequert werden soll. 

„Hier“, nannte Gemeindebürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele das Kernproblem beim Namen, „kommt der Fußgänger- und Radverkehr gegenwärtig mit dem abbiegenden beziehungsweise vorbeifahrenden Fahrzeugverkehr in Konflikt.“ Auch seien die Sichtverhältnisse in Richtung Westerholzer Straße durch eine Eichenbaumreihe stark eingeschränkt.

Auch Tempo 30 kommt

Dass ein Zebrastreifen kommt, steht außer Zweifel – so hat es der Landkreis als Straßenverkehrsbehörde auch bereits angeordnet, ebenso die Einrichtung einer Tempo-30-Zone in dem Bereich. Nur über das „Wie“ bestand Diskussionsbedarf. Das von der Gemeinde erarbeitete Konzept, das in der Ortratssitzung erstmals vorgestellt wurde, wollte jedenfalls nicht jeden in Gänze überzeugen. 

Die Bürgermeisterin wies beim in der Gemeinde besonders sensibel behandelten Baumthema jedenfalls schon einmal vorsichtshalber darauf hin, dass, sollte eine sichere Querung geschaffen werden, an der Fällung vierer Eichen kein Weg vorbeiführen würde.

Dass das Konzept einen Zebrastreifen auf der südwestlichen Seite des „Dörp“ vorsieht, für Klaus-Dieter Gerken ist das nicht der optimale Standort. „Welches Kind, das aus der Eichenallee kommt, wird diesen Zebrastreifen benutzen?“, meldete er sich aus den Zuhörerreihen zu Wort. Immerhin würden die sicher nicht 20 Meter nach rechts fahren, um dann von der Querungshilfe Gebrauch zu machen. „Ich hätte den Zebrastreifen auf die andere Kreuzungsseite gelegt, dann könnten die Bäume auch stehen bleiben.“

Einer, der schon seit vielen Jahren für eine Verbesserung der örtlichen Situation kämpft, ist Matthias Hug. „Mit einer Verlegung werden wir nichts erreichen“, gab der Jeersdorfer, ebenfalls als Zuhörer anwesend, zu verstehen, „zum einen gibt es auf dieser Seite keinen Fußgängerweg, zum anderen würde die Querung noch weiter an die Kurve zur Hetzweger Straße gehen.“ Auch gebe es in dem von Gerken vorgeschlagenen Bereich eine Grundstücksauffahrt. „Ich sehe da jedenfalls keine Möglichkeit.“

Für Ortsratsmitglied Martin Pape stellt sich ein ganz grundlegendes Problem: „Da wir viel Steuergeld investieren, erwarte ich, dass es ein Konzept zumindest mit einem Alternativkonzept gibt, sodass man abwägen kann“, sagte er. Mit diesem Einwand stand er aber allein auf weiter Flur.

Jürgen Wahlers, sein Ratskollege, warb dafür, dem Konzept, so wie es erarbeitet wurde, zustimmend zur Kenntnis zu nehmen. „Wir können natürlich nicht garantieren, dass jeder den Überweg nutzt, aber wir müssen für die größtmögliche Sicherheit sorgen – und das ist so ein Fußgängerüberweg“, betonte er.

In anderthalb Wochen, am 6. September, beschäftigt sich der gemeindliche Bau- und Planungsausschuss im Rathaus mit dem Thema. Einstimmig, bei zwei Enthaltungen von Pape und Ortsbürgermeister Günter Gerken, winkte der Ortsrat das Konzept durch.

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