Zehn Künstler der Malschule Orlando stellen ihre Werke in der Sparkasse aus

Zebras in der Sparkasse

Die meisten der jungen Künstler nutzten die Gelegenheit, ihr Lieblingsbild selbst zu erklären. Foto: Heyne

Scheeßel – Einmal in den Dschungel reisen, zu den wilden Tieren nach Afrika oder sogar in märchenhafte Gefilde – davon träumen auch viele Sparkassenkunden. Nun ist es in der Kundenhalle des Scheeßeler Bankinstituts möglich, zumindest mit den Augen. Zu verdanken ist das zehn jungen Künstlern der Malschule Orlando und ihrer Anleiterin Gabriele Gutmann. Seit 15 Jahren bringt sie in Scheeßel Kindern und Jugendlichen Kunst in ganz unterschiedlichen Formen nahe. Und so waren auch in der jüngsten Auflage der zweijährlichen Präsentationen nicht nur ganz verschiedene Themen aufgegriffen worden, sondern auch Stile und Materialien.

Da staunte auch Sparkassendirektor Olaf Achtabowski, der sich in seiner Begrüßung über „so viel Farbe“ freute: „Ich glaube, Collagen mit echten Fotos und Köpfe aus Ton hatten wir hier noch nicht.“ Letztere gehörten zu einem ganzen Zyklus von Werken, mit denen sich die Jungen und Mädchen im Alter von acht bis 13 Jahren dem Thema Porträt angenähert hatten. Neben Interpretationen bekannter Werke wie Vermeers „Mädchen mit dem Perlenohrring“, Van Gogh oder Paula Modersohn-Becker waren auch Eigenentwürfe wie etwa ein an Mangas angelehntes Eigenbildnis zu entdecken. Die Jüngeren hatten Fantasiereisen zu Zebra, Affen und Eisbären, aber auch beim Thema moderne Märchen wie Pippi Langstrumpf „ihre Fantasie fließen lassen“, wie Gutmanns es ausdrückte. Sie versucht nach eigenem Bekunden, die Individualität der Kinder auch in deren ganz eigenem Malstil herauszukitzeln: „Jeder ist einmalig und darauf sollte man auch stolz sein!“

Stolz konnten die jungen Künstler in der Tat auf ihre Werke sein, die sie bei der Vernissage ihren Eltern, Geschwistern und Großeltern zeigten. Und nicht nur ihnen: bei einer kleinen Werkseinführung durfte jeder sein Lieblingsbild präsentieren und erklären – auch darin schlugen sich die meisten sehr souverän und ohne Scheu. So offenbarten sich hinter den Werken in Acryl, Buntstift, Kohle, Pastellkreide, Aquarell oder Materialmix viele Lebenswelten – etwa die von Matthias (13), der sich bildlich Gedanken gemacht hatte, ob man auf anderen Planeten landen kann oder die von einem Foto inspirierten Augen eines verschleierten Gesichts: „Die haben mich einfach fasziniert!“, verriet die 13-jährige Julia.

Olaf Achtabowski hatte bei seiner Ansprache, mit der er die Stellwände mit rund 50 Bildern zur Besichtigung freigab, wohl den Anwesenden aus der Seele gesprochen, als er meinte: „Toll, dass sich junge Menschen mit so einem schönen Hobby beschäftigen!“

Die Ausstellung ist noch bis Anfang Oktober zu den regulären Öffnungszeiten der Sparkassenhauptgeschäftsstelle zu sehen.  hey

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