Doppelausstellung in der Galerie Rathaus mit gut besuchter Vernissage eröffnet

Zartes Aquarell trifft auf kräftiges Acryl

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Viele Gäste hatten sich zur Vernissage im Scheeßeler Rathaus eingefunden.

Scheeßel - Die Liebe zur Malerei verbindet und lässt Freundschaften entstehen – so geschehen bei Sabine Heiland aus Jesteburg und Sonja Harries aus Fintel. Lehrerin und Schülerin präsentieren bis zum 5. Oktober in der Galerie Rathaus das Ergebnis ihrer Verbindung.

Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele, die sich am Morgen noch über kahle Galeriewände gewundert hatte, konnte sich mittags bereits an den Bildern erfreuen: „Sie waren wirklich sehr schnell“, schmunzelte die Hausherrin, die schon an eine Terminverwechslung gedacht hatte.

„Man soll sich in meine Bilder fallen lassen können“

Die zahlreichen Vernissagebesucher konnten sich am Abend über eine perfekt arrangierte Ausstellung freuen, die musikalisch originell durch das Trio „Saitenfreunde“ aus Schneverdingen umrahmt wurde. So sorgte die Eurovisions-Hymne am Anfang für eine „ganz besondere Gewichtung“, wie ein Gast augenzwinkernd bemerkte.

Schon als Kind war das Talent der in Magdeburg geborenen Sabine Heiland entdeckt und gefördert worden. Nach einem abgebrochenen Versuch in der Acrylmalerei traf die Pflanzenfachkraft im „Kultureck“ in Fintel auf Hobbymalerin Sonja Harries – schon wurde erneut die Leidenschaft geweckt, und Heiland nahm bei Harries Unterricht. „Man soll sich in meine Bilder fallen lassen können, so wie ich es bei den Seerosen von Monet kann“, schildert Heiland ihre Vorliebe für romantische und naturnahe Motive.

Harries konzentriert sich auf Tier-Aquarelle

Die in Schneverdingen geborene Sabine Harries selbst widmet sich ganz der Aquarellmalerei. Alle Tiere und besonders Hunde und Katzen haben es ihr angetan. Die von der Schneverdinger Künstlerin Lilo Schmidt-Wiedenroth ausgebildete Fintelerin gibt ihre Kenntnisse in Kunst-Kursen weiter, führt aber auch Wandmalereien und andere künstlerische Arbeiten aus. Ihren Stil beschreibt sie als „natur-realistisch, farbenfroh und liebevoll empfunden“. Sie könne zwar auch abstrakt, aber das liege ihr nicht so sehr. „Ich möchte die Stärke und die Seele der Tiere spürbar machen – es berühren mich sowohl die verspielten, neugierigen Jungen als auch die erfahrenen, beschützenden Alten“. 

Sonja Harries nimmt man ihre Leidenschaft für die Malerei sofort ab, so enthusiastisch gibt sie einen Einblick in ihr Schaffen – und mit dieser Einstellung hat sie offensichtlich auch ihre Schülerin Sabine Heiland überzeugt, ihre erste Ausstellung in Scheeßel zu machen, wo Harries selbst 2007 erfolgreich ausgestellt hat. Dass sich durch die Malerei eine enge Freundschaft entwickelt hat, empfinden beide als zusätzliches Geschenk.

uj

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