Handwerker geben vor dem Saisonstart im Beekebad Gas

Es wird in die Hände gespuckt

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Ein ortsansässiger Malerbetrieb sorgt dafür, dass sich die Optik des neuen Dachs nicht mit dem des Umkleidehäuschens beißt.

Scheessel - Von Lars Warnecke. An der Fassade streicht der Maler, auf dem Dach legen Elektriker Anschlüsse, und im Becken steht ein Partyzelt, unter dem der Fliesenleger an der Badeinsel werkelt: Im Beekebad wird gearbeitet, und das mit Hochdruck.

Ein ortsansässiger Malerbetrieb sorgt dafür, dass sich die Optik des neuen Dachs nicht mit dem des Umkleidehäuschens beißt.

Allerdings nur im übertragenen Sinn, denn bevor Schwimmmeister Marcus Hils und seine Kollegin Franziska Dreyer sich zum Saisonstart an die Reinigung von Becken, Umkleiden- und Kassenhäuschen machen können, müssen die unterschiedlichen Handwerker zunächst ihre Arbeiten beenden.

Und das seien so einige, wie der Fachbereichsleiter Gebäudeverwaltung der Gemeinde, Udo Drees erklärt. Ein neues Dach sei schon einige Male in den Haushalt eingestellt und ein paar Mal geschoben worden. „Das war höchste Zeit: Asbestgebundene Dächer dürfen nicht repariert werden, und hier konnte man durch einige Löcher schon den Himmel sehen“, so Drees.

Die veranschlagten Kosten von 125 000 Euro umfassen auch eine Photovoltaikanlage, die die Freizeitanlage im Idealfall energieautark machen soll: „Ausgelegt ist sie so, dass wir den erzeugten Strom im Sommer voll ausschöpfen und so die Pumpen für die Filteranlage, zur Wasserumwälzung und für die Rutsche betreiben.“ Dabei komme die Funktionsweise der Anlage optimal den Anforderungen entgegen: „Im Sommer, wenn im Beekebad der Hauptbedarf anfällt, scheint die meiste Sonne und die Anlage wirft den größten Output ab.“ Im Winter werde der kleine Überhang an Strom eingespeist; eine Amortisierung der Kosten durch Stromeinsparung ist rechnerisch innerhalb von zwölf Jahren erreicht. Die Halterungen für die Paneele sind bereits auf dem frisch gedeckten Dach installiert, die Anlage selbst ist bestellt und soll in der kommenden Woche aufgebaut werden.

Doch damit nicht genug: Auch optisch erhält das Beekebad ein Face-Lifting: „Das Rot der zum Teil in Eigenleistung gestrichenen Stützen passt nicht mehr“ – durch die gelbe Farbgebung, die sich auch im Innenbereich fortsetze, soll eine größere Einheitlichkeit erreicht werden.

Und auch die Fliesenarbeiten können nach Drees‘ Auskunft den von vielen Stammgästen erwarteten Starttermin für die Schwimmsaison am 1. Mai nicht gefährden: „Alles im Rahmen“, beruhigt der Gemeindevertreter. Die im Rahmen einer Sanierung der Beckenköpfe 2014 erneuerten Fliesen unterliegen der normalen Gewährleistung – aufgeplatzte Fugen und Ausbesserungsarbeiten seien völlig normal und kosten die Gemeinde keinen Cent: „Ich habe noch nie ein Projekt dieser Größenordnung erlebt, wo nichts nachgebessert werden musste.“

So können Hills und Dreyer, die sich momentan noch auf die Instandsetzung der Außenanlagen und dem Zupfen von Unkraut begnügen müssen, planungsgemäß schon bald das Kommando „Wasser Marsch“ geben.

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