„Wir haben alles richtig gemacht“

Organisatoren des Heimatfestivals geben für die fünfte Auflage in einer Woche Gas

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Bereits in den Vorjahren zog das Heimatfestival an die 1 .000 Besucher an. -

Scheeßel - Das Heimatfestival, das am Samstag vor Pfingsten mit acht Bands im Scheeßeler Industriegebiet den örtlichen Festivalreigen einläutet, steht in den viel zitierten Startlöchern. Das heißt für die Organisatoren konkret: Biere für den Ausschank wurden in einer Hamburger Brauerei getestet, ein Bausamstag absolviert und neue Banner in Spezialanfertigung bestellt.

Die sind in der fünften Auflage zum „kleinen Jubiläum“ für eine größere Bühne nötig geworden: Bei dem Bandreigen wie „Le Fly“ und „Jaya the Cat“ mit zehnköpfiger Besetzung wäre die vorige einfach zu klein, erklärt Florian Hastedt: „Sonst wäre der Umbau in den eng bemessenen Pausen kaum zu schaffen“, so der Booker und einer der Gründungsväter. Durch den Online-Versand der Tickets, der in seiner Hand liegt, hat er auch festgestellt: „Viele erstmalige Besucher kommen von außerhalb und genau wegen dieser Bands – wir haben also alles richtig gemacht.“

Die Tatsache, dass bereits mehr als 80 Prozent der Karten verkauft sind, gibt den Organisatoren recht. Dabei werde es immer schwerer, ein stimmiges Programm aufzufahren: „Technik und Bands werden immer teurer – und die Sponsoren können und wollen wir auch nicht überstrapazieren.“ Fördergelder erhalten die Festivalmacher nicht.

An der finalen Stellschraube „Eintrittsgelder“ von 20 Euro wolle man aber auch nicht drehen – noch nicht. Das Gleiche gilt für die Größe des Festivals. Dabei sei eine Erweiterung auf 1.500 Besucher grundsätzlich denkbar, „mehr aber nicht – wir wollen den Charme des Heimatfestivals erhalten“, so Hastedt. Der mögliche Ausweg für den gemeinnützigen Verein, um auch in diesem Jahr eine schwarze Null zu schreiben: Die Organisatoren – zu dem harten Kern kommen an dem Wochenende mehr als 50 Helfer – hoffen darauf, einen Teil der Kosten über die Gastronomie gegenzufinanzieren: Erstmals sollen, auch dank der Expertise im Planungsstab und Unterstützung durch einen Profi, selbst kreierte Cocktails im Angebot sein. Daneben können sich die bis zu 1 000 Besucher auch auf die bewährten Craftbiere freuen („Die Hamburger Brauerei Ratsherren ist quasi mit uns gewachsen“, so Hastedt) und wie im Vorjahr auf die Cocktails des findigen Nork-Teams aus der Gegend, dem so eine Plattform gegeben werden soll. Ebenfalls dabei: die gefeierte Küche des „Fieldkitchen“-Foodtrucks, Schlachter Baden und als Neuheit ein Stand mit Flammkuchen.

Ein weiteres Novum: Nach etlichen Nachfragen habe man sich endlich an das Thema „Merchandise“ herangewagt und biete nun T-Shirts mit dem Band-Teilnehmerfeld an: „Auch das ist einfach ein finanzielles Risiko, das wir bis jetzt gescheut haben“, meint Hastedt. Gelernt haben die Organisatoren aus den Vorjahren: „Damals haben wir erst sehr spät mit dem Bau von Möbeln angefangen und konnten aus Zeitgründen nicht alle kreativen Ideen realisieren.“

Dank einem großen Vorlauf dürfen sich die Gäste dieses Mal auf allerlei Reifenmöbel und sogar ein mannshohes Vier-Gewinnt-Spiel freuen. Denn, auch wenn die Musik im Vordergrund steht und man mit Bands wie „The Palm Set“ und „Flickering Lights“ (vormals „The Daily Story“) den Bogen zur Erstauflage schlägt: „Es geht auch um die gesamte Wohlfühlatmosphäre“.

Karten für das Heimatfestival in Scheeßel mit mehr als acht Stunden Live-Musik und mit Gruppen wie „Keele“, „Leto“, „Alex Mofa Gang“ und „Brett“ sind im Internet sowie bei der Beeke-Tankstelle an der Harburger Straße und in der Volksbankfiliale in Scheeßel erhältlich. - hey

www.heimat-festival.de

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